{"id":2318,"date":"2015-10-15T17:23:01","date_gmt":"2015-10-15T15:23:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/koalition-stellt-sich-hinter-hoheren-lohnsteuereinbehalt"},"modified":"2015-10-15T17:25:43","modified_gmt":"2015-10-15T15:25:43","slug":"koalition-stellt-sich-hinter-hoheren-lohnsteuereinbehalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=2318","title":{"rendered":"Koalition stellt sich hinter h\u00f6heren Lohnsteuereinbehalt"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Linke wirft Reedern Pfeffersack-Mentalit\u00e4t vor<\/strong><\/li>\n<li><strong>Wilms will Lohnsteuereinbehalt ersetzen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Gr\u00fcne fordern Umzug des Maritimen Koordinators ins BMVI<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Erh\u00f6hung des Lohnsteuereinbehalts f\u00fcr Seeleute auf Schiffen unter deutscher Flagge von 40 auf 100 Prozent scheint gesichert zu sein. Die Koalitionsfraktionen stimmten am Donnerstag einer entsprechenden <a href=\"http:\/\/dip.bundestag.de\/btd\/18\/063\/1806328.pdf\" target=\"_blank\">Aufforderung<\/a> an die Regierung zu. <!--more-->Die Bundesl\u00e4nder \u2013 die einen Teil der Steuerausf\u00e4lle tragen und daher zustimmen m\u00fcssen \u2013 hatten daf\u00fcr bereits Ende September gr\u00fcnes Licht (siehe <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=2047\">hier<\/a>) gegeben. Im gleichen Zug soll auch die Regelung entfallen, dass die Seeleute mindestens 183 Tage bei demselben Unternehmen unter deutscher Flagge besch\u00e4ftigt sein m\u00fcssen, damit der Lohnsteuereinbehalt gew\u00e4hrt werden kann.<\/p>\n<h5>Linke wirft Reedern Pfeffersack-Mentalit\u00e4t vor<\/h5>\n<p>Der Linken-Verkehrsexperte Herbert Behrens kritisierte, dass sich die Reeder mit ihren Schiffen massenweise unter Billigflaggen fl\u00fcchteten, aber andererseits einem Sunbventionswettlauf auch mit anderen europ\u00e4ischen Flaggen Vorschub leisteten. \u201eDie Pfeffers\u00e4cke sind noch da\u201c, sagte er. R\u00fcdiger Kruse, maritimer Beauftragter der Unionsfraktion, verteidigte die Pl\u00e4ne. Deutschland m\u00fcsse die M\u00f6glichkeiten des EU-Beihilferechts voll aussch\u00f6pfen, \u201esonst bringt es nichts\u201c.<\/p>\n<h5>Wilms will Lohnsteuereinbehalt ersetzen<\/h5>\n<p>Die Gr\u00fcnen-Schifffahrtsexpertin Valerie Wilms vermisste in dem Entschlie\u00dfungsantrag ein grunds\u00e4tzlichen Neuanfang in der Schifffahrtsf\u00f6rderung. \u201eMit dem Rumdoktorn kommen wir nicht weiter\u201c, kritisierte sie. Der Bund zahle jedes Jahr mehr als 60 Mio. EUR f\u00fcr die Seeschifffahrt, w\u00e4hrend die Reeder ihre Zusagen nicht einhielten.<\/p>\n<p>Wilms schlug vor, das b\u00fcrokratieintensive Verfahren des Lohnsteuereinbehalts auf \u201edeutsche\u201c Geh\u00e4lter abzuschaffen. Stattdessen sollten die Seeleute nach dem ITF-Heuertarif (International Transport Workers\u2019 Federation) entlohnt werden. Zum Ausgleich sollte der Staat auf die Lohnsteuer verzichten und die Sozialabgaben \u00fcbernehmen. Damit w\u00fcrden die Seeleute netto das gleiche Entgelt erhalten wie heute.<\/p>\n<h5>Gr\u00fcne fordern Umzug des Maritimen Koordinators ins BMVI<\/h5>\n<p>Auf s\u00fcffisant-positive Reaktionen bei der Union stie\u00df ein Entschlie\u00dfungsantrag der Gr\u00fcnen, den Maritimen Koordinator aus dem Wirtschaftsministerium ins BMVI umzusetzen. \u201eDas fasse ich jetzt mal als Kompliment auf, weil das ein von uns gef\u00fchrtes Haus ist\u201c, sagte Kruse. Wilms begr\u00fcndete den Vorschlag damit, dass im BMVI ohnehin mehr maritime Agenda behandelt werde als im BMWi. Die SPD ging auf den Vorschlag nicht ein. Der <a href=\"http:\/\/dip.bundestag.de\/btd\/18\/063\/1806347.pdf\" target=\"_blank\">Antrag<\/a> wurde zur weiteren Beratung an die Aussch\u00fcsse \u00fcberwiesen. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Linke wirft Reedern Pfeffersack-Mentalit\u00e4t vor Wilms will Lohnsteuereinbehalt ersetzen Gr\u00fcne fordern Umzug des Maritimen Koordinators ins BMVI Die Erh\u00f6hung des Lohnsteuereinbehalts f\u00fcr Seeleute auf Schiffen unter deutscher Flagge von 40 auf 100 Prozent scheint gesichert zu sein. 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