{"id":2144,"date":"2015-10-02T20:26:35","date_gmt":"2015-10-02T18:26:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/nur-wenige-neue-akzente-im-aktionsplan-schlussentwurf"},"modified":"2015-10-03T07:41:49","modified_gmt":"2015-10-03T05:41:49","slug":"nur-wenige-neue-akzente-im-aktionsplan-schlussentwurf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=2144","title":{"rendered":"Nur wenige neue Akzente im Aktionsplan-&#8222;Schlussentwurf&#8220;"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Mehr Aufgaben f\u00fcr Logistics Alliance Germany?<\/strong><\/li>\n<li><strong>Keine Klarheit f\u00fcr den Lang-Lkw<\/strong><\/li>\n<li><strong>Mehr Gewicht auf alternative Antriebe<\/strong><\/li>\n<li><strong>Lkw-Stellpl\u00e4tze nun doch nicht als \u00d6PP<\/strong><\/li>\n<li><strong>Kraftfahrer-Nachwuchs wird gef\u00f6rdert<\/strong><\/li>\n<li><strong>\u201eLange G\u00fcterz\u00fcge\u201c sollen nur noch 1000m lang werden<\/strong><\/li>\n<li><strong>KV-F\u00f6rderung unter Vorbehalt<\/strong><\/li>\n<li><strong>Regierung nimmt sich beim BVWP selbst in die Pflicht<\/strong><\/li>\n<li><strong>Bahnbr\u00fccken und Schleusen jetzt gleichberechtigt mit Stra\u00dfenbr\u00fccken<\/strong><\/li>\n<li><strong>Vorhandene Daten sollen besser erschlossen werden<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Fortschreibung des \u201eAktionsplans G\u00fcterverkehr und Logistik\u201c ist gegen\u00fcber der letzten Entwurfsfassung (\u201e<a href=\"https:\/\/www.google.de\/search?q=laderampe+aktionsplan-entwurf+bmvi+padborg+%28roe%29&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;gws_rd=cr&amp;ei=e7MOVtO8EsmhsgGN2ZHQCg\" target=\"_blank\">Laderampe bleibt im Fokus<\/a>\u201c)\u00a0 zwar von 28 auf 44 Seiten Umfang gewachsen. Die konkret greifbaren Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Branche haben sich jedoch weniger ge\u00e4ndert als es das Anwachsen des Umfangs vermuten l\u00e4sst. <!--more--><\/p>\n<h5>Mehr Aufgaben f\u00fcr Logistics Alliance Germany?<\/h5>\n<p>Definitiv neu ist das \u00f6ffentliche Bekenntnis, dass BMVI und der F\u00f6rderverein LAG pr\u00fcfen wollen, wie die Marke \u201eLogistics made in Germany\u201c auch innerhalb Deutschlands verwendet werden kann. Ziel soll es sein, f\u00fcr deutsche Transportdienstleistungen zu werben und damit deren Image zu<\/p>\n<p>verbessern. Zus\u00e4tzliches Geld aus dem Bundeshaushalt wird es daf\u00fcr aber nicht geben. Der F\u00f6rderverein bringt derzeit j\u00e4hrlich rund 300.000 EUR auf. Bei Gr\u00fcndung der LAG war als Ziel ausgegeben worden, dass sich die Wirtschaft in gleicher H\u00f6he wie der Bund beteiligt, also mit 600.000 EUR.<\/p>\n<h5>Keine Klarheit f\u00fcr den Lang-Lkw<\/h5>\n<p>Der Aktionsplan l\u00e4sst weiter offen, wie es mit dem Lang-Lkw weitergeht. \u201eDie Ausnahme-Verordnung ist bis zum 31. Dezember 2016 befristet\u201c, hei\u00dft es. \u201eEine Entscheidung, ob der Einsatz von Lang-Lkw in den Dauerbetrieb \u00fcberf\u00fchrt wird, ist bis dahin zu treffen.\u201c An seiner grunds\u00e4tzlich positiven Einsch\u00e4tzung l\u00e4sst das BMVI aber keinen Zweifel. \u201eBei Best\u00e4tigung der bisherigen guten Ergebnisse wird sich das BMVI f\u00fcr den dauerhaften Einsatz dieses innovativen Konzeptes einsetzen.\u201c<\/p>\n<h5>Mehr Gewicht auf alternative Antriebe<\/h5>\n<p>Neue Akzente gibt es im Kapitel zu alternativen Antrieben. Geplant ist unter anderem eine Studie Studie zur \u201eTechnologiebewertung des Lkw\u201c, wo Erdgas, Dual-Fuels, Elektrifizierung\/Brennstoffzelle und Biokraftstoff-Potenziale beleuchtet werden sollen. Schon vorher soll ein Runder Tisch \u201eLNG als Lkw-Kraftstoff\u201c und eine nationale \u201eLNG-Plattform Schiff\u201c (See- und Binnenschiff) eingerichtet werden. Untersucht werden soll auch die Nutzung von Schienenfahrzeugen als Kraftwerke. R\u00fcckspeisef\u00e4hige Schienenfahrzeuge sollen \u201eforciert\u201c werden \u2013 von F\u00f6rderung ist allerdings nichts zu lesen, zur\u00fcckgespeiste Energie soll fair verg\u00fctet werden. Ebenfalls aufgegriffen wird die bisher stiefm\u00fctterlich behandelte Frage, wie sich Energieeffizienzkriterien bei einer Betrachtung \u00fcber den gesamten Lebenszyklus darstellen (siehe <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1897\">HIER<\/a>). Konkrete Zeithorizonte werden nicht genannt.<\/p>\n<h5>Lkw-Stellpl\u00e4tze nun doch nicht als \u00d6PP<\/h5>\n<p>Im Kapitel zu den Lkw-Stellpl\u00e4tzen ist auff\u00e4llig, dass die im vorherigen Entwurf schon recht konkreten Vorstellungen zur Einbindung privater Investoren entfallen ist. Der dort in Aussicht gestellte Pilotversuch an zwei Autobahnabschnitten wird nicht mehr erw\u00e4hnt, stattdessen hei\u00dft es: \u201eEntsprechend den rechtlichen Bindungen ist der Lkw-Parkbedarf zun\u00e4chst vorrangig durch konventionelle Bauma\u00dfnahmen auf den Rastanlagen der Bundesautobahnen zu decken.\u201c<\/p>\n<h5>Kraftfahrer-Nachwuchs wird gef\u00f6rdert<\/h5>\n<p>Neu ist ein Kapitel zur Kraftfahrer-Nachwuchsgewinnung: Das BMVI stellt j\u00e4hrlich 500.000 EUR um in drei Landkreisen ein noch gemeinsam mit der Branche zu entwickelndes Konzept zur Nachwuchsgewinnung auszuprobieren. Das Projekt soll schon 2015 beginnen und 2017 evaluiert werden. Um die Attraktivit\u00e4t des Berufs zu steigern, stellt das BMVI in Aussicht, \u00fcber eine \u00c4nderung des Arbeitsst\u00e4ttenrechts zu gew\u00e4hrleisten, dass Fahrer Sanit\u00e4r- und Pausenr\u00e4ume der Besch\u00e4ftigten vor Ort nutzen d\u00fcrfen.<\/p>\n<h5>\u201eLange G\u00fcterz\u00fcge\u201c sollen nur noch 1000m lang werden<\/h5>\n<p>Das Thema \u201el\u00e4ngere G\u00fcterz\u00fcge\u201c wird von 1500m L\u00e4nge aus den vorherigen Aktionsplanentw\u00fcrfen auf 1000m heruntergeschraubt, wird aber deutlich konkreter gefasst. Verwiesen wird auf Pilotz\u00fcge zwischen Rotterdam und und Oberhausen. Es seien auch schon Relationen identifiziert worden, wo sich 1000m-Z\u00fcge lohnen w\u00fcrden. Zuvor seien jedoch die Ergebnisse aus den schon l\u00e4nger laufenden Forschungen zu 1500m langen Z\u00fcgen abzuwarten.<\/p>\n<p>Vorstufe sind die 835m-Z\u00fcge, wie sich schon jetzt zwischen Padborg und Maschen verkehren. Bis Ende der Legislaturperiode sollen weitere geeignete Relationen f\u00fcr diese Z\u00fcge ermittelt werden.<\/p>\n<h5>KV-F\u00f6rderung unter Vorbehalt<\/h5>\n<p>Im Kapitel \u00fcber die F\u00f6rderung des Kombinierten Verkehrs wird neu das Anfang Juli beschlossene Spending Review reflektiert (siehe <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=2126\">HIER<\/a>). Wie bereits berichtet, wird deswegen die aktuelle F\u00f6rderrichtlinie bis Ende 2016 verl\u00e4ngert.<\/p>\n<h5>Regierung nimmt sich beim BVWP selbst in die Pflicht<\/h5>\n<p>Das Kapitel zum BVWP 2015 wurde aktualisiert. Erg\u00e4nzt wurde ein Bekenntnis zur konsequenten und realistischen Bedarfsorientierung. \u201eDabei stehen Substanzerhalt, Engpassbeseitigung auf Hauptachsen sowie die ausreichende Finanzierung von \u00fcberregional bedeutsamen Projekten im Vordergrund.\u201c Beim Seehafenhinterlandprogramm II wurde die Summe der Beschlusslage entsprechend von 300 auf 400 Mio. EUR aufgestockt. Anders als im Entwurf von November 2014 hei\u00dft es aber, dass dessen Ma\u00dfnahmen bis Ende 2020 nur \u201eumgesetzt\u201c werden, nicht \u201evollst\u00e4ndig umgesetzt\u201c.<\/p>\n<h5>Bahnbr\u00fccken und Schleusen jetzt gleichberechtigt mit Stra\u00dfenbr\u00fccken<\/h5>\n<p>Im bisherigen Kapitel zur Sanierung der Stra\u00dfenbr\u00fccken wurde der Fokus auf Eisenbahnbr\u00fccken und Schleusen ausgeweitet. Es werden aber nur die bekannten Mittelaufstockungen und Sonderprogramme aufgelistet, zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen werden nicht in Aussicht gestellt.<\/p>\n<h5>Vorhandene Daten sollen besser erschlossen werden<\/h5>\n<p>Neu eingef\u00fcgt wurde ein Kapitel zur Erschlie\u00dfung und Zusammenf\u00fchrung von vorhandenen Daten \u00fcber Verkehrsnetze, Verkehrslage und Wetter. Sie sollen B\u00fcrgern und Unternehmen zur Verf\u00fcgung gestellt werden, um den Verkehr besser zu steuern und kritische Entwicklungen schneller zu erkennen. Das soll im Zeitraum bis 2018 geschehen. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr Aufgaben f\u00fcr Logistics Alliance Germany? 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