{"id":1936929,"date":"2018-11-21T18:21:57","date_gmt":"2018-11-21T17:21:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936929"},"modified":"2018-11-21T18:21:57","modified_gmt":"2018-11-21T17:21:57","slug":"zweifel-an-attraktivitaet-des-autobahnpiloten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936929","title":{"rendered":"Zweifel an Attraktivit\u00e4t des &#8222;Autobahnpiloten&#8220;"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Parkassistenten schaffen gr\u00f6\u00dften Nutzen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Verkehrsforscher Mark Vollrath von der TU Braunschweig bezweifelt, dass das hochautomatisierte Fahren mit einem \u201eAutobahnpiloten\u201c bei den Kunden auf viel Gegenliebe sto\u00dfen wird. <!--more-->\u201eTeilautomatisierung macht keinen Spa\u00df, wenn man sie ernst nimmt\u201c, sagte er am Dienstag auf einer Veranstaltung des Versicherungsverbandes GDV. Er verwies darauf, dass der Fahrer das Fahrzeug \u00fcberwachen soll und st\u00e4ndig bereit sein muss, das Steuer binnen weniger Sekunden wieder selbst zu \u00fcbernehmen. Nutzen aus Kundensicht bringe das automatisierte Fahren erst dann, wenn die Aufmerksamkeit des Fahrers nicht ben\u00f6tigt wird und damit der Komfort w\u00e4chst.<\/p>\n<p>Auch der ehemalige Verfassungsrichter und Vorsitzende der BMVI-Ethikkommission zum automatisierten Fahren, Prof. Udo di Fabio, zweifelt an der Sinnhaftigkeit dieses Zwischenschritts auf dem Weg zum autonomen Fahren: Anthropologisch betrachtet sei der Mensch nicht daf\u00fcr geeignet. \u201eEntweder er stellt sich Herausforderungen oder er langweilt sich\u201c, sagte die Fabio, \u201ewir sind lausig beim \u00dcberwachen.\u201c<\/p>\n<p>Zweifel wurden auch ge\u00e4u\u00dfert, ob das hochautomatisierte Fahren wirklich hilft, der \u201eVision Zero\u201c mit null Verkehrstoten n\u00e4herzukommen. Im Durchschnitt vergehen 180 Jahre, bis einem Autofahrer ein Unfall mit Personenschaden (Verletzte oder Tote) passiert, sagte GDV-Pr\u00e4sident Wolfgang Weiler; auf Autobahnen bezogen liege der Wert sogar noch viel h\u00f6her. Die Industrie m\u00fcsse erst einmal beweisen, dass die Technik besser ist als der Mensch. Auch Weiler sieht in (R\u00fcck-) \u00dcbergabe der Fahraufgabe vom Auto an den Fahrer die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung. \u201eK\u00f6nnen wir wirklich erwarten, dass der Fahrer rechtzeitig wieder \u00fcbernimmt?\u201c<\/p>\n<h5>Parkassistenten schaffen gr\u00f6\u00dften Nutzen<\/h5>\n<p>Den mit Abstand gr\u00f6\u00dften Nutzen aus Versicherungssicht schaffen Pkw-Parkassistenten, weil sich damit teure Bagatellunf\u00e4lle vermeiden lassen. Das erl\u00e4uterten J\u00f6rg Rheinl\u00e4nder von der HUK Coburg und Frank Sommerfeld von der Allianz. Mit deutlichem Abstand folgen Notbremsassistenten. Alle anderen Assistenzsysteme k\u00f6nnten nach heutiger Einsch\u00e4tzung kaum zu weniger Sch\u00e4den beitragen. F\u00fcr die Pkw-Haftpflichtpr\u00e4mien sei nur eine Senkung zwischen 13 und 25 Prozent zu erwarten \u2013 die vielen Sensoren in (teil-) automatisierten Fahrzeugen machen Reparaturen n\u00e4mlich auch teurer.<\/p>\n<p>Derzeit rechnet die Autoindustrie damit, 2022 die ersten Fahrzeuge mit Autobahnpiloten auf den Markt zu bringen. Wie am Rande der Veranstaltung aus Teilnehmerkreisen der f\u00fcr die Typgenehmigungsvorschriften ma\u00dfgeblichen UN-Wirtschaftskommission f\u00fcr Europa (UNECE) zu h\u00f6ren war, wird dort angepeilt, die technischen Vorschriften Anfang 2019 verabschieden zu k\u00f6nnen. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Parkassistenten schaffen gr\u00f6\u00dften Nutzen Der Verkehrsforscher Mark Vollrath von der TU Braunschweig bezweifelt, dass das hochautomatisierte Fahren mit einem \u201eAutobahnpiloten\u201c bei den Kunden auf viel Gegenliebe sto\u00dfen wird.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936929"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1936929"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936929\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1936930,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936929\/revisions\/1936930"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1936929"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1936929"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1936929"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}