{"id":1936915,"date":"2018-11-15T11:31:43","date_gmt":"2018-11-15T10:31:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936915"},"modified":"2018-11-15T11:37:16","modified_gmt":"2018-11-15T10:37:16","slug":"schlechte-chancen-fuer-private-elektroautos-in-grossstaedten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936915","title":{"rendered":"Schlechte Chancen f\u00fcr private Elektroautos in Gro\u00dfst\u00e4dten"},"content":{"rendered":"<p>Elektromobilit\u00e4t tut sich in den Gro\u00dfst\u00e4dten besonders schwer, und Homeoffice verringert nicht die Arbeitswege: Das sind erste \u00fcberraschende Auswertungsergebnisse der gro\u00dfen Umfrage \u201eMobilit\u00e4t in Deutschland 2017\u201c (MiD 2017), die am Mittwoch im BMVI vorgestellt wurde.<!--more--><\/p>\n<p>Pkw von Stadthaushalten werden im Gegensatz zu Pkw in D\u00f6rfern und l\u00e4ndlichen Kleinst\u00e4dten zwar seltener, aber daf\u00fcr verst\u00e4rkt auf langen Strecken eingesetzt. Das berichtete Tobias Kuhnimhof vom Forschungsinstitut DLR. Hintergrund ist, dass f\u00fcr die Alltagsmobilit\u00e4t in st\u00e4rkerem Umfang als auf dem Lande \u00d6PNV und Fahrrad genutzt werden. In Stadthaushalten gebe es auch h\u00e4ufiger als auf dem Lande nur einen Pkw. Das mache es tendenziell schwieriger, Elektro-Pkw mit ihrer geringen Reichweite in das Mobilit\u00e4tsverhalten von Gro\u00dfst\u00e4dtern einzupassen. Hinzu kommt, dass auf dem Land in 90 Prozent aller Haushalte ein Pkw-Stellplatz (mit potenzieller Ladem\u00f6glichkeit) auf dem eigenen Grundst\u00fcck vorhanden ist, in den Metropolen aber nur in 40 Prozent. Laut MiD entfallen 13 Prozent des gesamten Kfz-Bestandes auf Haushalte in den Metropolen, aber nur 9 Prozent des Elektroauto-Bestands. \u201eEigentlich muss man staunen, dass \u00fcberhaupt 9 Prozent der E-Fahrzeuge auf Metropolen entfallen\u201c, sagte er. Kuhnimhof wollte sich gegen\u00fcber dem Verkehrsbrief aber nicht festlegen, welche Schl\u00fcsse daraus f\u00fcr die Lades\u00e4ulenstrategien von Bund und L\u00e4ndern zu ziehen sind.<\/p>\n<p>Kuhnimhof r\u00e4umte au\u00dferdem mit der beliebten These auf, dass Homeoffice die Arbeitswege grunds\u00e4tzlich verringert. Aus den MiD-Zahlen ergebe sich, dass Home-Office-Nutzer im Durchschnitt pro Woche mehr Pendel-Kilometer zur\u00fccklegen als t\u00e4gliche Berufspendler. Aus den Zahlen werde aber nicht klar, was Henne und was Ei ist \u2013 ob lange Wege zur Arbeitsst\u00e4tte Homeoffice attraktiv machen, oder ob Homeoffice es erst erm\u00f6glicht, einen weiter entfernten Arbeitsplatz anzunehmen. Hier m\u00fcsse noch genauer nachgeschaut werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr MiD 2017 hat das BMVI bundesweit 2017 rund 35.000 Haushalte befragen lassen. F\u00fcr vertiefende regionale Untersuchungen konnten L\u00e4nder, Kreise und Kommunen eigene Module hinzubuchen, so das am Ende rund 155.000 Haushalte mit gut 315.000 Personen befragt wurden. Nach Worten von Verkehrsstaatssekret\u00e4r Gerhard Schulz handelt es vermutlich um die weltweit umfangreichste Befragung zur Mobilit\u00e4t. (roe)<\/p>\n<p>Externer Link: <a href=\"https:\/\/www.bmvi.de\/SharedDocs\/DE\/Artikel\/G\/mobilitaet-in-deutschland.html?nn=12830\">Themenseite des BMVI zu MiD 2017<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Elektromobilit\u00e4t tut sich in den Gro\u00dfst\u00e4dten besonders schwer, und Homeoffice verringert nicht die Arbeitswege: Das sind erste \u00fcberraschende Auswertungsergebnisse der gro\u00dfen Umfrage \u201eMobilit\u00e4t in Deutschland 2017\u201c (MiD 2017), die am Mittwoch im BMVI vorgestellt wurde.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936915"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1936915"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936915\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1936917,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936915\/revisions\/1936917"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1936915"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1936915"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1936915"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}