{"id":1936832,"date":"2018-09-27T11:07:15","date_gmt":"2018-09-27T09:07:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936832"},"modified":"2018-09-27T11:08:39","modified_gmt":"2018-09-27T09:08:39","slug":"ueberholen-ohne-einzuholen-gleich-zur-brennstoffzelle-durchstarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936832","title":{"rendered":"\u00dcberholen ohne einzuholen: Gleich zur Brennstoffzelle durchstarten?"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Rudert das BMWi bei E-Fuels zur\u00fcck?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Unternehmensberatung McKinsey warnt die deutschen Autohersteller und die Politik davor, sich noch lange an den Verbrennungsmotor zu klammern. <!--more-->Senior Partner Andreas Cornet sagte in dieser Woche auf einer Veranstaltung des ADAC in Berlin, in China gebe es schon jetzt 61 Elektroauto-Marken. Bis 2024 werden es voraussichtlich 75 werden. Der Absatz von Elektroautos einschlie\u00dflich Plug-In-Hybriden in China sei schon jetzt doppelt so hoch wie in Europa und den USA zusammen. Man m\u00fcsse damit rechnen, dass die chinesischen Hersteller auch ins Ausland expandieren wollen. \u201eEs wird noch eine Weile dauern, bis sich europ\u00e4ische Kunden mit chinesischen Produkten anfreunden \u2013 aber es wird nicht ewig dauern\u201c, warnte er.<\/p>\n<p>Cornet bem\u00e4ngelte, dass es in Deutschland kein Zielbild f\u00fcr die Mobilit\u00e4t der Jahre 2030 und 2050 gibt. Das Batterieauto w\u00fcrde sicherlich ein Teil davon sein, aber Brennstoffzellenauto und Mikromobilit\u00e4t seien derzeit in der Politik kaum ein Thema. Er warf die Frage auf, ob es im Interesse des Induistriestandorts Deutschland nicht sinnvoller sei, dass Batterieauto zu \u201e\u00fcberspringen\u201c und stattdessen massiv den Brennstoffzellenantrieb voranzutreiben.<\/p>\n<p>ADAC-Vizepr\u00e4sident Ulrich Klaus Becker zeigte sich daf\u00fcr offen. Der Verband mache sich Sorgen, dass sich die Gesellschaft zu sehr auf Elektroautos st\u00fcrzt. \u00d6ffentliche Ladeinfrastruktur f\u00fcr Elektroautos sei innerst\u00e4dtisch keine L\u00f6sung. Sinnvoll sei dort eher eine \u00c4nderung des Wohneigentum- und Mietrechts, um den Aufbau privater Ladeinfrastruktur zu erleichtern.<\/p>\n<h5>Rudert das BMWi bei E-Fuels zur\u00fcck?<\/h5>\n<p>Eine erstaunliche Ann\u00e4herung zwischen Bundeswirtschaftsministerium und Gr\u00fcnen war beim Thema strombasierte Kraftstoffe (\u201eE-Fuels\u201c) zu beobachten. \u201eMeine Einsch\u00e4tzung ist, dass E-Fuels als Beimischung kommen, aber nicht auf breiter Front\u201c, sagte Wirtschaftsstaatssekret\u00e4r Ulrich Nu\u00dfbaum. Er distanzierte sich damit indirekt von der Deutschen Energie-Agentur (DENA), die zusammen mit der Autoindustrie wiederholt f\u00fcr einen massiven Einstieg in die E-Fuel-Erzeugung geworben hatte (siehe <a href=\"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/vda-hofft-auf-e-fuels-fuer-verbrennungsmotoren\/\">hier<\/a>). Cem \u00d6zdemir, Vorsitzender des Bundestags-Verkehrsausschusses, warnte vor der Illusion, mit E-Fuels den Verbrennungsmotor retten zu k\u00f6nnen. \u201eDie M\u00e4rkte au\u00dferhalb Deutschlands haben sich l\u00e4ngst gegen den Verbrenner entschieden\u201c, sagte er mit Blick auf Norwegen, die Niederlande, Frankreich und Gro\u00dfbritannien. \u201eMan kann die Vergangenheit nicht in die Zukunft retten.\u201c Er pl\u00e4dierte daf\u00fcr, den Umbau der Autoindustrie schnell in Angriff zu nehmen, um Verwerfungen durch einen ungeordneten Ausstieg vorzubeugen. Das sei auch im Interesse der Demokratie n\u00f6tig: \u201eF\u00fcr die AfD ist der Verbrenner das neue Fl\u00fcchtlingsthema.\u201c (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rudert das BMWi bei E-Fuels zur\u00fcck? 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