{"id":1936783,"date":"2018-09-06T11:32:57","date_gmt":"2018-09-06T09:32:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936783"},"modified":"2018-09-06T11:33:09","modified_gmt":"2018-09-06T09:33:09","slug":"wird-die-trassenpreissenkung-durch-die-hintertuer-einkassiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936783","title":{"rendered":"Wird die Trassenpreissenkung durch die Hintert\u00fcr einkassiert?"},"content":{"rendered":"<p>Die Schieneng\u00fcterverkehrsbranche macht sich Sorgen, dass die Trassenpreissenkung durch Kostensteigerungen aufgezehrt wird, noch bevor sie wirksam wird. <!--more-->Das wurde in dieser Woche bei einer Veranstaltung des G\u00fcterbahnverbandes NEE deutlich. Michail Stahlhut, Chef des Kombi-Operateurs Hupac und frisch berufener Innovationsbeauftragter des NEE, bem\u00e4ngelte, dass DB Netz ab 2020 die Trassenpreise f\u00fcr Standardg\u00fcterz\u00fcge um knapp 8 Prozent anheben will. \u201eDas verstehen wir nicht\u201c, sagte Stahlhut.<\/p>\n<p>Die Trassenpreise machten nach Erhebungen der Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) schon 2014 rund 20 bis 24 Prozent der gesamten Produktionskosten eines Muster-G\u00fcterzuges aus. Wegen des im Vergleich zur allgemeinen Inflationsrate \u00fcberproportionalen Anstiegs der Trassenpreise in den vergangenen Jahren d\u00fcrfte der Anteil heute h\u00f6her liegen.<\/p>\n<p>Aus Unternehmenskreisen war die Vermutung zu h\u00f6ren, dass die DB bewusst mit einer \u00fcberzogenen Forderung in den Genehmigungsprozess mit der Bundesnetzagentur geht, um sich am Ende auf einen Satz herunterhandeln zu lassen, der immer noch einen kr\u00e4ftigen \u201eSchluck aus der Pulle\u201c darstellt.<\/p>\n<p>Unverst\u00e4ndnis \u00e4u\u00dferte Stahlhut auch \u00fcber die vom BMVI vorgeschlagene Novelle der Bundeseisenbahngeb\u00fchrenverordnung. Sie sieht vor, die Geb\u00fchren entsprechend dem vom Bundesgeb\u00fchrengesetz eingeforderten Vollkostenprinzip festzusetzen. Der Bund erwartet dadurch Mehreinnahmen von 14,3 Mio. EUR pro Jahr. Drastisch erh\u00f6ht werden sollen speziell die Geb\u00fchren f\u00fcr die erstmalige Erteilung und die Verl\u00e4ngerung von Sicherheitsbescheinigungen. Bisher wurden sie nach Zeitaufwand festgesetzt und waren auf 100.000 EUR gedeckelt. K\u00fcnftig sollen selbst kleinere Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) mit 1 bis 5 Mio. Zugkilometern j\u00e4hrlich allein f\u00fcr die \u00dcberwachung 230.000 EUR zahlen.<\/p>\n<p>NEE-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Peter Westenberger \u00e4u\u00dferte die Hoffnung, dass der Bundesrat die Verordnung nur mit \u00c4nderungen billigt und so \u201edie Kuh vom Eis kriegt\u201c. Zahlreiche Bundesl\u00e4ndern besitzen eigene EVU oder halten Anteile und sind somit indirekt selbst betroffen. BMVI-Staatssekret\u00e4r Gerhard Schulz vermied in seinem Gru\u00dfwort jegliche Stellungnahme zur Bundeseisenbahngeb\u00fchrenverordnung. (roe)<\/p>\n<p><strong>Externe Links:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/fahrweg.dbnetze.com\/resource\/blob\/3244442\/9701ca444cafb63a46506d967b82dbef\/snb_2020_synopse-data.pdf\">Beabsichtigte \u00c4nderungen der Schienennetz-Nutzungsbedingungen ab 2020<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bundesrat.de\/SharedDocs\/drucksachen\/2018\/0301-0400\/348-18.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1\">\u00c4nderung der Bundeseisenbahngeb\u00fchrenverordnung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schieneng\u00fcterverkehrsbranche macht sich Sorgen, dass die Trassenpreissenkung durch Kostensteigerungen aufgezehrt wird, noch bevor sie wirksam wird.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[9],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936783"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1936783"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936783\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1936785,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936783\/revisions\/1936785"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1936783"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1936783"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1936783"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}