{"id":1936769,"date":"2018-08-31T14:19:01","date_gmt":"2018-08-31T12:19:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936769"},"modified":"2018-08-31T14:20:22","modified_gmt":"2018-08-31T12:20:22","slug":"finanzlage-der-oepp-a-modelle-verbessert-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936769","title":{"rendered":"Finanzlage der \u00d6PP-A-Modelle verbessert sich"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Silberstreifen am Horizont bei A4 und A5<br \/>\n<\/strong><\/li>\n<li><strong>Countdown f\u00fcr A1-Rechtsstreit<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Dem Bund droht \u00fcber das A1-Deaster hinaus anscheinend kein neues Ungemach mit unausk\u00f6mmlichen \u00d6PP-A-Modellen. <!--more-->Darauf deuten die Gesch\u00e4ftsberichte der \u00fcbrigen drei A-Modell-Betreiber f\u00fcr 2016 hin. Bei den A-Modellen erhalten die \u00d6PP-Betreiber die Einnahmen aus der Lkw-Maut und tragen somit das Verkehrsmengenrisiko. In den Ausschreibungen hatten aber einige Bewerber zu optimistische Annahmen zum Wachstum des Lkw-Verkehrs getroffen.<\/p>\n<h5>Silberstreifen am Horizont bei A4 und A5<\/h5>\n<p>Bei Via Solutions S\u00fcdwest, Betreiber der A5 zwischen Malsch und Offenburg, wuchs der Schuldenberg &#8211; \u201enicht durch Verm\u00f6genseinlagen gedeckter Verlustanteil der Kommanditisten\u201c &#8211; langsamer als im Vorjahr. Im Laufe des Jahres 2016 stieg er um 21 Mio. EUR auf 320 Mio. EUR. Im Jahr zuvor war er noch um 87 Mio. EUR gewachsen. In \u00dcbereinstimmung mit dieser positiven Entwicklung hei\u00dft es jetzt, dass ab 2032 Gewinne erwirtschaftet werden k\u00f6nnen. Im Gesch\u00e4ftsbericht des Vorjahres war das erst ab 2034 erwartet worden. Der Vertrag l\u00e4uft bis 2039.<\/p>\n<p>Unver\u00e4ndert hei\u00dft es aber, dass das aktuelle Verkehrsaufkommen hinter den urspr\u00fcnglichen Planungspr\u00e4missen zur\u00fcckbleibt, \u201eso dass die Mauterl\u00f6se die Summe der geplanten Zins- und Tilgungsraten f\u00fcr das an den Konzessionsgeber gew\u00e4hrte Darlehen nur teilweise decken\u201c und am Ende der gesamten Projektlaufzeit \u201enachrangige Gesellschafterdarlehen und das Mezzanine-Kapital nicht vollst\u00e4ndig zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen\u201c. Mit anderen Worten: Das Projekt kommt \u00fcber die Gesamtdauer nicht mehr aus den roten Zahlen heraus. Insolvenzgefahr bestehe aber nicht, wird betont.<\/p>\n<p>Spannend d\u00fcrfte der Gesch\u00e4ftsbericht f\u00fcr 2017 werden: Durch die Rastatt-Tunnelhavarie war der Schieneng\u00fcterverkehr auf der Rheinschiene rund drei Monate unterbrochen. Ein betr\u00e4chtlicher Teil des Aufkommens war daraufhin auf die parallel verlaufende A5 verlagert worden, was den Mauteinnahmen einen zus\u00e4tzlichen Schub verliehen haben d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Bei Via Solutions Th\u00fcringen (A4-Umfahrung H\u00f6rselberge) wuchs der Schuldenberg 2016 im bisherigen Tempo um 10 Mio. EUR auf jetzt 50 Mio. EUR weiter. Vage hei\u00dft es, Die Ergebnisplanungen der Gesellschaft s\u00e4hen vor, dass mittelfristig weiter Verluste realisiert werden und erst in k\u00fcnftigen Gesch\u00e4ftsjahren des Restvertragszeitraumes nachhaltig Gewinne erwirtschaftet werden. Anders als im Gesch\u00e4ftsbericht der Schwestergesellschaft Via Solutions S\u00fcdwest wird aber kein Datum genannt, wann das zu erwarten ist.<\/p>\n<p>Im Vergleich zu 2015 scheint sich die Lage im Gesch\u00e4ftsjahr 2016 trotzdem leicht verbessert zu haben. Die Anmerkung, dass die Summe der Zins- und Tilgungsraten f\u00fcr das an den Bund gew\u00e4hrte Darlehen die Mauterl\u00f6se \u00fcbersteigt, ist weggefallen. Auch fehlt der Vermerk, dass die Mauteinnahmen nicht ausreichen, um Umsatzerl\u00f6se f\u00fcr den Betriebs-\/Erhaltungsdienst zu erwirtschaften.<\/p>\n<p>Nach wie vor am besten scheint Autobahnplus A8 zu fahren, Betreiber der A8 zwischen M\u00fcnchen und Augsburg. Das Unternehmen klagt als einziger der vier A-Modell-Betreiber nicht dar\u00fcber, dass Mauteinnahmen nicht f\u00fcr Tilgung und Zinsen ausreichen w\u00fcrden.<\/p>\n<h5>Countdown f\u00fcr A1-Rechtsstreit<\/h5>\n<p>A1 Mobil, Betreiber der A1 zwischen Hamburg und Bremen, hat f\u00fcr 2016 noch keinen Gesch\u00e4ftsbericht ver\u00f6ffentlicht. Am 7. September will das Landgericht Hannover seine Entscheidung verk\u00fcnden, ob der Bund wegen der deutlich unter der Prognosen liegenden Mauteinnahmen in Nachverhandlungen eintreten muss. Das Unternehmen argumentiert, der Einnahmeausfall sei auf die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008-2013 zur\u00fcckzuf\u00fchren und stelle damit gewisserma\u00dfen h\u00f6here Gewalt dar. Der Bund h\u00e4lt dagegen, dass sich das Unternehmen noch 2012 in einem Schreiben zur \u00dcbernahme des Verkehrsmengenrisiko bekannt habe (siehe <a href=\"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/bmvi-haelt-nachforderungen-fuer-das-a1-oepp-fuer-unbegruendet\/\">hier<\/a>).<\/p>\n<p>F\u00fcr den Fall, dass die Erl\u00f6se nicht neu festgesetzt werden, droht dem Unternehmen nach eigenen Angaben die Insolvenz. Das BMVI sieht dieses Szenario laut Verkehrsstaatssekret\u00e4r Enak Ferlemann gelassen: Dann k\u00f6nnte der Bund die Autobahn f\u00fcr 60 Prozent der Kapitalkosten \u00fcbernehmen. \u201eSo g\u00fcnstig hat sich der Bund noch nie ein St\u00fcck Autobahn geschossen\u201c, sagte Ferlemann gegen\u00fcber dem Verkehrsbrief vor einem Jahr w\u00f6rtlich. (roe)<\/p>\n<p><b>Externer Link: <\/b><a href=\"https:\/\/www.bmvi.de\/SharedDocs\/DE\/Artikel\/StB\/oepp-projekte-1-staffel-a-modell.html\">Projekt\u00fcbersicht der A-Modelle auf der BMVI-Websit<\/a>e<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Silberstreifen am Horizont bei A4 und A5 Countdown f\u00fcr A1-Rechtsstreit Dem Bund droht \u00fcber das A1-Deaster hinaus anscheinend kein neues Ungemach mit unausk\u00f6mmlichen \u00d6PP-A-Modellen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936769"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1936769"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936769\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1936771,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936769\/revisions\/1936771"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1936769"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1936769"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1936769"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}