{"id":1936718,"date":"2018-07-26T18:03:56","date_gmt":"2018-07-26T16:03:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936718"},"modified":"2018-07-26T18:03:56","modified_gmt":"2018-07-26T16:03:56","slug":"thueringen-definiert-seinen-bedarf-fuer-landesstrassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936718","title":{"rendered":"Th\u00fcringen definiert seinen Bedarf f\u00fcr Landesstra\u00dfen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Erhalt hat bedingten Vorrang<\/strong><\/li>\n<li><strong>Netz wird differenziert<\/strong><\/li>\n<li><strong>Investitionen in Verkehrssicherheit und L\u00e4rmschutz<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Das th\u00fcringische Verkehrsministerium hat nach dem Vorbild des Bundesverkehrswegeplans 2030 erstmals einen Landesstra\u00dfenbedarfsplan vorgestellt, appelliert aber schon im selben Atemzug an die Haush\u00e4lter, mehr Geld f\u00fcr den Erhalt bereitzustellen. <!--more-->Der in dieser Woche von Landesverkehrsministerin Birgit Keller vorgestellte Entwurf sieht f\u00fcr den Zeitraum 2016 bis 2030 Investitionen von mindestens 990 Mio. EUR vor. Davon sind 70 Prozent f\u00fcr den Erhalt bestimmt. Hinzu kommen noch Ausgaben f\u00fcr die Planung, Bahn\u00fcberg\u00e4nge und Hochborde (\u201eBordsteinkanten\u201c) von rund 2,6 Mio. EUR\/Jahr. Die Gesamtl\u00e4nge des Th\u00fcringer Landesstra\u00dfennetzes wird f\u00fcr das Jahr 2030 mit 3900km angegeben. Bis zum 1. Oktober hat die \u00d6ffentlichkeit die M\u00f6glichkeit, zum Entwurf Stellung zu nehmen.<\/p>\n<h5>Erhalt hat bedingten Vorrang<\/h5>\n<p>Die Summe von 990 Mio. EUR basiert allerdings nur auf den realistischerweise bis 2030 verf\u00fcgbaren Finanzmitteln (\u201eFinanzszenario\u201c). Vorgesehen ist in diesem Rahmen, bis 2030 insgesamt 390km freie Strecke sowie 190km Ortsdurchfahrten instandzusetzen oder grundhaft zu sanieren. Insgesamt sind f\u00fcr Erhaltungsinvestitionen 693 Mio. EUR oder 46,2 Mio. EUR\/Jahr eingeplant. Damit w\u00fcrde aber nur der Status Quo aufrechterhalten, mahnt das Ministerium. Zum Ende der Laufzeit 2030 w\u00fcrden immer noch \u00fcber 15 Prozent der Landesstra\u00dfen einen \u201esehr schlechten\u201c Substanzwert aufweisen (Note 4,5 und schlechter).<\/p>\n<p>Deswegen skizziert das Landesverkehrsministerium auch ein \u201eQualit\u00e4tsszenario\u201c, in dem der Anteil der Stra\u00dfen mit \u201esehr schlechtem\u201c Substanzwert auf weniger als 10 Prozent gedr\u00fcckt wird sowie der Verm\u00f6gensverzehr bei den Br\u00fccken und S\u00fctzmauern nicht nur gestoppt, sondern auch nachhaltig umgekehrt wird. F\u00fcr die verbleibenden elf Jahre nach dem Doppelhaushalt 2018\/2019 w\u00fcrde das Mehrausgaben in einer Gesamth\u00f6he von 98 Mio. EUR oder 8,9 Mio. EUR\/Jahr erfordern.<\/p>\n<h5>Netz wird differenziert<\/h5>\n<p>Neu- und Ausbau ist nur noch f\u00fcr das erstmals definierte \u201eLeistungsnetz\u201c vorgesehen. Dabei handelt es sich um Landesstra\u00dfen mit \u201ebesonderer landesweiter Bedeutung\u201c. Festgemacht wird das an raumordnerischen Kriterien (Verbindungsfunktion) und an der Belastung mit Verkehren von 10 bis 42km Fahrtweite. Damit folgt Th\u00fcringen dem Vorbild Brandenburgs, wo Neu- und Ausbau nur noch im sogenannten Grundnetz verkehrswichtiger Landesstra\u00dfen vorgesehen ist. Anders als in Brandenburg ist das Th\u00fcringer Leistungsnetz aber nicht in sich geschlossen, sondern weist im Zuge l\u00e4ngerer Streckenz\u00fcge auch L\u00fccken auf. Zusammen mit den fest disponierten Vorhaben gelten 22 Neu- und Ausbauprojekte mit einer Gesamtl\u00e4nge von 73km als \u201evordringlich\u201c. F\u00fcr echten Neubau sind 112 Mio. EUR eingeplant.<\/p>\n<h5>Investitionen in Verkehrssicherheit und L\u00e4rmschutz<\/h5>\n<p>Getrennt davon wird der Um- und Ausbau zur Beseitigung von \u201eFunktionseinschr\u00e4nkungen\u201c betrachtet. Solche Vorhaben sind im gesamten Landesstra\u00dfennetz m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Dabei handelt es sich zum einen um besonders unfalltr\u00e4chtige Streckenabschnitte, wo durch Infrastrukturverbesserung ein hoher volkswirtschaftlicher Nutzen erzielt werden kann (\u201eSicherheitspotenzial\u201c). Bisher sind 19 Stellen identifiziert.<\/p>\n<p>Zum anderen geht es um hohe L\u00e4rmbelastungen in Ortsdurchfahrten. Hier sind 31 Orte mit hohen Betroffenheiten identifiziert worden. Im weiteren Verfahren wird gekl\u00e4rt, wie derartige Funktionseinschr\u00e4nkungen zum Beispiel durch vorgezogene Sanierung oder Um- und Ausbau beseitigt werden k\u00f6nnen. Deswegen sei noch keine Aussage zu den Kosten m\u00f6glich. Insgesamt sind f\u00fcr Um- und Ausbau bis 2030 186 Mio. EUR eingeplant. (roe)<\/p>\n<p><strong>Externer Link:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.thueringen.de\/th9\/tmil\/verkehr\/strassenbau\/landesstrassenbedarfsplan2030\/index.aspx\">Webseite zu Landesstra\u00dfenbedarfsplan und Umweltbericht<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erhalt hat bedingten Vorrang Netz wird differenziert Investitionen in Verkehrssicherheit und L\u00e4rmschutz Das th\u00fcringische Verkehrsministerium hat nach dem Vorbild des Bundesverkehrswegeplans 2030 erstmals einen Landesstra\u00dfenbedarfsplan vorgestellt, appelliert aber schon im selben Atemzug an die Haush\u00e4lter, mehr Geld f\u00fcr den Erhalt bereitzustellen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936718"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1936718"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936718\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1936719,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936718\/revisions\/1936719"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1936718"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1936718"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1936718"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}