{"id":1936548,"date":"2018-06-27T17:31:01","date_gmt":"2018-06-27T15:31:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936548"},"modified":"2018-06-28T18:15:49","modified_gmt":"2018-06-28T16:15:49","slug":"bauindustrie-planungspersonal-wird-dauerhaft-knapp-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936548","title":{"rendered":"Bauindustrie: Planungspersonal wird dauerhaft knapp bleiben"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Nachpr\u00fcfungs\u00e4rger steht Qualit\u00e4tswettbewerb im Wege<br \/>\n<\/strong><\/li>\n<li><strong>Vom Nachfrager- zum Anbietermarkt?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eEs ist eine v\u00f6llige Illusion zu glauben, dass die verlorengegangenen Planungskapazit\u00e4ten in den \u00f6ffentlichen Verwaltungen und Unternehmen wieder aufgebaut werden.\u201c <!--more-->Dagegen spreche allein schon die Demographie, sagte Strabag-Vorstand Marcus Kaller am Mittwoch auf einer Veranstaltung des Bauindustrieverbandes HDB zum Thema Partnerschaftliches Bauen. Er forderte deshalb, die vorhandenen Kapazit\u00e4ten effizienter zu nutzen als bisher.<\/p>\n<p>Das bedeute, kooperativ im Team von Auftraggebern und Auftragnehmern zu planen, aber auch, erst dann zu bauen, wenn fertig geplant ist. Private Auftraggeber h\u00e4tten das schon l\u00e4ngst begriffen, bei der \u00f6ffentlichen Hand seien aber nachtr\u00e4gliche \u00c4nderungsw\u00fcnsche an der Tagesordnung. Deutschland sei auch das einzige Land, in dem Planung und Bau so streng getrennt seien. Je mehr Phasen in einer Hand liegen, desto h\u00f6her sei das Optimierungspotenzial. Gegen\u00fcber dem Verkehrsbrief stellte Kaller deshalb auch den Grundsatz der mittelstandsfreundlichen Vergabe in Fach- und Teillosen in Frage.<\/p>\n<p>Weitere Optimierungsm\u00f6glichkeiten sieht der Verband in einem Verzicht auf zeitraubende Streitereien. \u201eJeder von uns sollte seine eigene Umgangskultur hinterfragen\u201c, sagte HDB-Pr\u00e4sident Peter H\u00fcbner. Martin Regnath von der \u00f6ffentlichen Planungsgesellschaft Deges spielte den Ball zur\u00fcck: N\u00f6tig sei ein Konsens zwischen Auftraggebern und Unternehmen, dass nicht auf jede Vergabe eine Nachpr\u00fcfungsverfahren folgt.<\/p>\n<h5>Nachpr\u00fcfungs\u00e4rger steht Qualit\u00e4tswettbewerb im Wege<\/h5>\n<p>Solange das an der Tagesordnung sei, werde sich auch kaum ein Auftraggeber von der Praxis abwenden, den Zuschlag im Zweifelsfall dem billigsten und nicht dem \u201ewirtschaftlichsten\u201c Bieter zu erteilen. \u201eDer Preiswettbewerb ist sehr rechtssicher\u201c, sagte Regnath. Angesichts der heute \u00fcblichen Anfechtungen sei es zu riskant, qualitative Kriterien in die Bewertungsmatrix aufzunehmen, lie\u00df er durchblicken. Kaller, geb\u00fcrtiger \u00d6sterreicher, sagte gegen\u00fcber dem Verkehrsbrief, die mehrstufige Vergabeanfechtung sei in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern unbekannt \u2013 dort gebe es nur eine Instanz, die abschlie\u00dfend entscheidet.<\/p>\n<h5>Vom Nachfrager- zum Anbietermarkt?<\/h5>\n<p>Ein im Hintergrund immer wieder diskutiertes Thema waren Kapazit\u00e4tsengp\u00e4sse in der Bauwirtschaft. Tim Lorenz vom Baukonzern Eurovia lie\u00df sehr deutlich durchblicken, dass sein Unternehmen keine Angebote mehr bei \u00f6ffentlichen Auftraggebern abgibt, die in der Vergangenheit Schwierigkeiten bereitet haben oder Risiken nicht wahrhaben wollten. Auch Kaller best\u00e4tigte, dass man sich nicht mehr um jedes St\u00f6ckchen balgt, das einem hingeworfen wird.<\/p>\n<p><strong>Externer Link:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.bauindustrie.de\/media\/documents\/Partnerschaftsmodelle_final.pdf\">Brosch\u00fcre Bauen statt streiten<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachpr\u00fcfungs\u00e4rger steht Qualit\u00e4tswettbewerb im Wege Vom Nachfrager- zum Anbietermarkt? \u201eEs ist eine v\u00f6llige Illusion zu glauben, dass die verlorengegangenen Planungskapazit\u00e4ten in den \u00f6ffentlichen Verwaltungen und Unternehmen wieder aufgebaut werden.\u201c<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[9,8,11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936548"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1936548"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936548\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1936560,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936548\/revisions\/1936560"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1936548"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1936548"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1936548"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}