{"id":1936478,"date":"2018-06-19T16:00:11","date_gmt":"2018-06-19T14:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936478"},"modified":"2018-06-22T11:38:08","modified_gmt":"2018-06-22T09:38:08","slug":"gruene-nennen-preis-fuer-grundgesetzaenderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936478","title":{"rendered":"Gr\u00fcne nennen Preis f\u00fcr Grundgesetz\u00e4nderung"},"content":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcnen wollen das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) grundlegend umkrempeln. <!--more-->Es ist zu vermuten, dass sich ihre Vorstellungen auch in die Gespr\u00e4che einbringen werden, in denen die Regierung die n\u00f6tige Mehrheit f\u00fcr den Abschaffung der GFVG-\u201eVersteinerungsklausel\u201c im Grundgesetz beschaffen muss (siehe <a href=\"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/bund-korrigiert-das-grundgesetz-in-sachen-gvfg-und-fba\/\">hier<\/a>).<\/p>\n<p>Ein zentraler Punkt des in der vergangenen Woche in den Bundestag eingebrachten Entwurfs zur Novellierung des GVFG ist, dass der Bund \u00fcber das GVFG-Bundesprogramm k\u00fcnftig aus dem auch Radverkehrsanlagen f\u00f6rdern k\u00f6nnen soll. Die F\u00f6rderung des kommunalen Stra\u00dfenbaus wird gestrichen. Sie hatte aber nach dem Auslaufen des L\u00e4nder-GVFG und der Entwidmung der Entflechtungsmittel 2014 ohnehin keine praktische Bedeutung mehr.<\/p>\n<p>F\u00fcr den \u00d6PNV fordern die Gr\u00fcnen, nicht nur Neu- und Ausbau zu f\u00f6rdern, sondern auch Erhaltungsinvestitionen. Damit nehmen sie einen langj\u00e4hrigen Wunsch des VDV auf. Auch Verkehrsstaatssekret\u00e4r Enak Ferlemann hatte sich unl\u00e4ngst daf\u00fcr ausgesprochen, Ersatzinvestitionen aus GVFG-Mitteln f\u00f6rdern zu k\u00f6nnen (siehe <a href=\"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/start-der-trassenpreis-senkung-noch-offen\/\">hier<\/a>). Au\u00dferdem wollen die Gr\u00fcnen den Schwellenwert, ab dem der Bund f\u00f6rdern darf, von 50 Mio. EUR f\u00f6rderf\u00e4hige Kosten auf 10 Mio. EUR senken, damit auch kleinere Kommunen und Verkehrsunternehmen von der F\u00f6rderung profitieren k\u00f6nnen. Sammelvereinbarungen sollen m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p>F\u00fcr Schienenbahnen soll die Erfordernis eines eigenen Gleisk\u00f6rpers wegfallen. \u201eDas Ziel, den Autoverkehr m\u00f6glichst wenig durch \u00f6ffentliche Verkehrsmittel einzuschr\u00e4nken, ist nicht zeitgem\u00e4\u00df, benachteiligt andere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer und stellt einen zu starken Eingriff in die eigenst\u00e4ndige Planung und Priorit\u00e4tensetzung von St\u00e4dten dar\u201c, hei\u00dft es zur Begr\u00fcndung. Separate Busspuren sollen hingegen f\u00f6rderf\u00e4hig werden.<\/p>\n<p>Neu ist, dass auch f\u00fcr G\u00fcterverkehrszentren der \u00f6ffentlichen Hand eine F\u00f6rderung m\u00f6glich sein soll, \u00fcbrigens einschlie\u00dflich der Erschlie\u00dfungskosten (Stra\u00dfenbau, Wasser-\/Abwasserleitungen).<\/p>\n<p>In \u00d6PNV-Kreisen sieht man den Gr\u00fcnen-Vorschlag mit gemischten Gef\u00fchlen: Zwar werde ein Gro\u00dfteil der Forderungen der Branche erf\u00fcllt, aber durch die Aufnahme des Radverkehrs werde der Anteil des Kuchens f\u00fcr den \u00d6PNV nat\u00fcrlich verringert. (roe)<\/p>\n<p><strong>Externer Link:<\/strong> <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/19\/026\/1902695.pdf\">Gr\u00fcnen-Gesetzentwurf zur Novellierung des GVFG<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcnen wollen das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) grundlegend umkrempeln.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[9,8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936478"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1936478"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936478\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1936479,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936478\/revisions\/1936479"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1936478"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1936478"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1936478"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}