{"id":1936362,"date":"2018-06-06T14:23:38","date_gmt":"2018-06-06T12:23:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936362"},"modified":"2018-06-06T14:24:23","modified_gmt":"2018-06-06T12:24:23","slug":"eu-entsenderecht-soll-auf-kabotage-beschraenkt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936362","title":{"rendered":"EU-Entsenderecht soll auf Kabotage beschr\u00e4nkt werden"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Kontr\u00e4re Reaktionen in der Logistikwirtschaft<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Nur Kabotagetransporte sollen den Sozialvorschriften des Gastlandes unterliegen, nicht aber grenz\u00fcberschreitende Verkehre. <!--more-->Daf\u00fcr hat sich am Montag der Verkehrsausschuss des Europaparlaments bei der Abstimmung \u00fcber die Entsenderichtlinie f\u00fcr das Verkehrsgewerbe (siehe <a href=\"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/mindestlohnrecht-fur-lkw-fahrer-hat-gute-aussichten-auf-bestand\/\">hier<\/a>) ausgesprochen. \u00dcber die \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge muss noch das Plenum entscheiden. Sie dienen dann als Grundlage f\u00fcr die sogenannten Trilog-Verhandlungen mit EU-Kommission und dem EU-Rat.<\/p>\n<p>Der Verkehrsausschuss sprach sich weiter daf\u00fcr aus, die Dauer von Kabotagefahrten auf 48 Stunden in maximal sieben Tagen zu beschr\u00e4nken. Vor einer neuen Kabotagefahrt in demselben Gastland muss der Lkw f\u00fcr mindestens 72 Stunden in seinen Heimatstaat zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Die Fahrer sollen alle drei Wochen an ihren Heimatort oder einen anderen Ort ihrer Wahl zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen. Das Verbringen der w\u00f6chentlichen Ruhezeit in der Fahrerkabine ist nur erlaubt, wenn der Lkw auf einem daf\u00fcr vorgesehenen sicheren Parkplatz mit einem Mindeststandard an Serviceeinrichtungen abgestellt ist.<\/p>\n<p>Um der \u201eVersprinterung\u201c des G\u00fcterverkehrs Einhalt zu gebieten, sollen k\u00fcnftig schon Lkw ab 2,4t denselben Regeln f\u00fcr den G\u00fcterkraftverkehr unterworfen werden wie \u201egro\u00dfe\u201c Lkw.<\/p>\n<h5>Kontr\u00e4re Reaktionen in der Logistikwirtschaft<\/h5>\n<p>Der G\u00fcterkraftverkehrsverband BGL kritisiert, das grenz\u00fcberschreitende Verkehre von den Sozialvorschriften des Gastlandes ausgenommen werden sollen. Das werde zur Folge haben, das deutsche Lkw-Unternehmen aufgrund ihrer h\u00f6heren Personalkosten von der osteurop\u00e4ischen Konkurrenz weiter verdr\u00e4ngt werden. \u201eEs ist und bleibt nicht nachvollziehbar, dass in einem einheitlichen Wirtschaftsraum am gleichen Ort f\u00fcr gleiche Arbeit unterschiedliche Sozialstandards gelten sollen\u201c, erkl\u00e4rte BGL-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Prof. Dirk Engelhardt.<\/p>\n<p>Der Speditionsverband DSLV hingegen begr\u00fc\u00dfte den Beschluss. Er verhindere, \u201edass f\u00fcr Speditionen, Transportunternehmen, Logistikkunden und \u00dcberwachungsbeh\u00f6rden in ganz Europa zus\u00e4tzliche Dokumentationspflichten und immense B\u00fcrokratiekosten entstehen, ohne dass der Schutz f\u00fcr Arbeitnehmer \u00fcberhaupt verbessert w\u00fcrde\u201c. Der Schutz der Fahrer vor dem modernen Nomadentum werde durch das Vorschriftenpaket zu Lenk- und Ruhezeiten, \u00dcbernachtungen im Fahrzeug und zur Wochenruhezeit gew\u00e4hrleistet. (roe)<\/p>\n<p><strong>Externe Links:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/news\/de\/press-room\/20180604IPR04914\/new-rules-on-drivers-working-conditions-and-fair-competition-in-road-transport\">Pressemitteilung des Europaparlaments (\u00dcberblick, nur auf Englisch)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/news\/en\/press-room\/20180604IPR04916\/new-rules-on-working-conditions-and-and-competition-in-road-transport\">Pressemitteilung des Europaparlaments (Sprinter\/Kabotage, nur auf Englisch)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bgl-ev.de\/web\/medien\/presse\/article_archiv.htm&amp;news=3280&amp;year=2018\">Pressemitteilung BGL<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.dslv.org\/dslv\/web.nsf\/id\/li_fdihazgc9s.html\">Pressemitteilung DSLV<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kontr\u00e4re Reaktionen in der Logistikwirtschaft Nur Kabotagetransporte sollen den Sozialvorschriften des Gastlandes unterliegen, nicht aber grenz\u00fcberschreitende Verkehre.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8,11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936362"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1936362"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936362\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1936364,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936362\/revisions\/1936364"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1936362"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1936362"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1936362"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}