{"id":1936218,"date":"2018-05-22T18:50:32","date_gmt":"2018-05-22T16:50:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936218"},"modified":"2018-05-25T12:30:55","modified_gmt":"2018-05-25T10:30:55","slug":"auch-mit-neubaustrecke-dresden-prag-nur-wenig-fernverkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1936218","title":{"rendered":"Auch mit Neubaustrecke Dresden-Prag nur wenig Fernverkehr"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Zweifel an Verlagerung der G\u00fcterz\u00fcge<\/strong><\/li>\n<li><strong>Keine Alternative in Sicht<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die s\u00e4chsische Landesregierung erwartet auch bei Inbetriebnahme der f\u00fcr bis zu 230km\/h ausgelegten Neubaustrecke Dresden-Prag keine nennenswerte Ausweitung des Schienenpersonenfernverkehrs gegen\u00fcber dem Ist-Zustand. <!--more-->In dem von ihr beauftragten Gutachten seien 16 Z\u00fcge pro Tag unterstellt, hei\u00dft es in der Antwort auf eine Gro\u00dfe Anfrage der Gr\u00fcnen im Landtag. Derzeit sind es 14 (Zweistundentakt). In einer fr\u00fchen Fahrplanstudie war die DB noch von 32 Z\u00fcgen ausgegegangen (Stundentakt).<\/p>\n<p>Rein rechnerisch k\u00f6nnen auf der Strecke durch das Elbtal pro Tag und Richtung rund 160 Z\u00fcge verkehren. Aktuell sind es 120. Die Strecke ist tags\u00fcber zu rund 80 Prozent ausgelastet \u2013 vor allem durch den SPNV, nachts (22 bis 6 Uhr) rund zur H\u00e4lfte. Deshalb findet der G\u00fcterverkehr im Nadel\u00f6hr Pirna-Bad Schandau (-CZ) zu 40 Prozent in den Nachtstunden statt. Pro Tag verkehren rund 75 G\u00fcterz\u00fcge.<\/p>\n<h5>Zweifel an Verlagerung der G\u00fcterz\u00fcge<\/h5>\n<p>Die rechnerische Kapazit\u00e4t auf der Neubaustrecke wird auf 144 Z\u00fcge pro Tag gesch\u00e4tzt. Wieviel davon vom G\u00fcterverkehr genutzt wird, h\u00e4nge vom k\u00fcnftigen Aufkommen ab. Das Ministerium geht davon aus, dass wegen der k\u00fcrzeren Entfernung und Fahrzeit ein Gro\u00dfteil des G\u00fcterverkehrs aus dem l\u00e4rmgeplagten Elbtal auf die Neubaustrecke abwandert. \u201eDar\u00fcber hinaus gehende Ma\u00dfnahmen wie beispielsweise Streckensperrungen im Elbtal ab\/bis zu einer bestimmten Tonnage sind eigenverantwortlich durch den lnfrastrukturbetreiber zu entscheiden.\u201c<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen bezweifeln jedoch in ihrer am Freitag vorgelegten Analyse, dass viel G\u00fcterverkehr abwandert. Mit 12,5 Promille Steigung sei die Strecke zu steil, um Z\u00fcge \u00fcber 2000t Gesamtgewicht fahren zu k\u00f6nnen. Falls eine betriebliche \u00dcberholung im k\u00fcnftigen \u00dcberholbahnhof Goes n\u00f6tig wird, reduziere sich das Gewicht sogar auf 1800t.<\/p>\n<h5>Keine Alternative in Sicht<\/h5>\n<p>Den indirekt vorgetragenen Vorschlag, statt der Neubaustrecke die Bestandsstrecke \u00fcber Plauen und Bad Brambach (-CZ) auszubauen, lehnt die Landesregierung ab. Diese Strecke sei kein EU-Korridor, weswegen sie auch nicht f\u00f6rderf\u00e4hig ist. In doppeltem Ma\u00df gilt das f\u00fcr die seit 1945 unterbrochene Bahnstrecke von Freiberg \u00fcber Moldava\/Moldau nach Most\/Br\u00fcx. Dort komme noch eine schwierige Topographie hinzu. In Dubi\/Eichwald m\u00fcssen die Z\u00fcge wegen der starken Steigung Kopf machen. Im \u00fcbrigen h\u00e4tten 85 Prozent des G\u00fcterverkehrs durch das Elbtal ihr Ziel im Gro\u00dfraum Prag. Daf\u00fcr sei der elbnahe Korridor die k\u00fcrzeste Verbindung. (roe)<\/p>\n<p><strong>Externe Links:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/edas.landtag.sachsen.de\/viewer.aspx?dok_nr=11555&amp;dok_art=Drs&amp;leg_per=6&amp;pos_dok=1&amp;dok_id=undefined\">Antwort des s\u00e4chsischen Landesverkehrsministeriums auf die Gro\u00dfe Anfrage der Landtags-Gr\u00fcnen zur Neubaustrecke Dresden-Prag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.gruene-fraktion-sachsen.de\/fileadmin\/user_upload\/Positionen_und_Beschluesse\/PP_Auswertung_GA_NBS_DD-Prag_2018-05.pdf\">Analyse der Antwort durch die Gr\u00fcnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/nbs.sachsen.de\/\">Projektwebsite des Landesverkehrsministeriums zur Neubaustrecke Dresden-Prag<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zweifel an Verlagerung der G\u00fcterz\u00fcge Keine Alternative in Sicht Die s\u00e4chsische Landesregierung erwartet auch bei Inbetriebnahme der f\u00fcr bis zu 230km\/h ausgelegten Neubaustrecke Dresden-Prag keine nennenswerte Ausweitung des Schienenpersonenfernverkehrs gegen\u00fcber dem Ist-Zustand.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[9],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936218"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1936218"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936218\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1936219,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936218\/revisions\/1936219"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1936218"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1936218"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1936218"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}