{"id":1935686,"date":"2018-03-20T16:01:09","date_gmt":"2018-03-20T15:01:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1935686"},"modified":"2018-03-20T16:30:19","modified_gmt":"2018-03-20T15:30:19","slug":"elektrifizierung-der-bahn-mit-oder-ohne-oberleitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1935686","title":{"rendered":"Elektrifizierung der Bahn mit oder ohne Oberleitung?"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>TU-Studie zu alternativen Bahnantrieben mit falschen Zahlen?<\/strong><\/li>\n<li><strong>Ferlemann: Niederlande kein Vorbild<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Susanne Henckel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, will sich nicht damit abfinden, dass die vollst\u00e4ndige Elektrifizierung des Eisenbahnnetzes mit Oberleitung \u201ezu teuer\u201c ist (siehe auch <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/bahnbranche-gruebelt-ueber-entdieselung-des-spnv\/\">hier<\/a>). <!--more-->Die Netze der Schweiz oder der Niederlande seien zu 100 Prozent elektrifiziert. Teuer werde der Ausbau nur dadurch, dass jede Elektrifizierung nach heutiger Rechtslage als Eingriff in den Bestand qualifiziert wird, sagte sie am Dienstag auf einer Veranstaltung der Allianz pro Schiene. Es m\u00fcssten dann jedesmal \u201eKr\u00f6ten weggetragen\u201c, L\u00e4rmschutzw\u00e4nde gebaut und Bahn\u00fcberg\u00e4nge beseitigt werden. \u201eDa m\u00fcssen wir das Planungsrecht anpassen\u201c, forderte sie.<\/p>\n<h5>TU-Studie zu alternativen Bahnantrieben mit falschen Zahlen?<\/h5>\n<p>J\u00f6rg Nikutta, Deutschlandchef des Zugherstellers Alstom, widersprach am Rande der Veranstaltung gegen\u00fcber dem Verkehrsbrief der Studie der TU Dresden, wonach der Brennstoffzellenantrieb unter allen alternativen Antriebsl\u00f6sungen die teuerste Variante ist (siehe <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/vollelektrifizierung-ist-nicht-die-einzige-option\/\">hier<\/a>). Die verwendeten Zahlen stammten nicht von Alstom. Falsch sei auch die Annahme, die Brennstoffzellen-Stacks m\u00fcssten alle drei Jahre komplett erneuert werden. Richtig sei, dass die Membranen ersetzt werden m\u00fcssten. Das koste aber nur einen Bruchteil. Bei den Betriebskosten sei der Brennstoffzellenzug schon jetzt kosteng\u00fcnstiger als ein Dieseltriebzug.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfter Kostentreiber sei die Tankstelle. Die m\u00fcsse derzeit mit \u201esechs komma X\u201c Mio. EUR veranschlagt werden. Nikutta rechnet damit, dass der Probebetrieb des Alstom-Brennstoffzellentriebzugs mit Fahrg\u00e4sten Mitte dieses Jahres beginnen kann.<\/p>\n<h5>Ferlemann: Niederlande kein Vorbild<\/h5>\n<p>Verkehrsstaatssekret\u00e4r Enak Ferlemann warnte auf der derselben Veranstaltung davor, die Niederlande unkritisch als Vorbild anzusehen. Dass die Betuwe-Linie auf weiten Abschnitten eingehaust oder \u00fcberdeckelt sei, sei zwar im Sinne der Anlieger, aber die Nutzbarkeit der Strecke f\u00fcr Gefahrguttransporte werde dadurch verkompliziert.<\/p>\n<p>Erst recht problematisch sei, dass die Niederlande auf dem k\u00fcrzesten Weg von Deutschland zum belgischen Hafen Antwerpen (\u201eEiserner Rhein\u201c) ein Naturschutzgebiet ausgewiesen h\u00e4tten. Das habe zwar unter dem Gesichtspunkt der Konkurrenz der belgischen und niederl\u00e4ndischen Nordseeh\u00e4fen eine gewisse Logik, diene aber nicht der St\u00e4rkung des Schienenverkehrs. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>TU-Studie zu alternativen Bahnantrieben mit falschen Zahlen? Ferlemann: Niederlande kein Vorbild Susanne Henckel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, will sich nicht damit abfinden, dass die vollst\u00e4ndige Elektrifizierung des Eisenbahnnetzes mit Oberleitung \u201ezu teuer\u201c ist (siehe auch hier).<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[9],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1935686"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1935686"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1935686\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1935689,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1935686\/revisions\/1935689"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1935686"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1935686"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1935686"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}