{"id":1935370,"date":"2018-02-15T15:37:59","date_gmt":"2018-02-15T14:37:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1935370"},"modified":"2018-02-23T11:30:33","modified_gmt":"2018-02-23T10:30:33","slug":"kfz-gewerbe-fuer-wettbewerb-bei-der-diesel-nachruestung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1935370","title":{"rendered":"Kfz-Gewerbe f\u00fcr Wettbewerb bei der Diesel-Nachr\u00fcstung"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Kostenteilung vorgeschlagen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Gew\u00e4hrleistungsdebatte nur ein \u201ePopanz\u201c?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Kfz-Gewerbe pl\u00e4diert in der Frage der Hardware-Nachr\u00fcstung \u00e4lterer Diesel-Pkw f\u00fcr einen pragmatischen Weg mit m\u00f6glichst viel Wettbewerb, statt sich in jahrelangen Rechtsauseinandersetzungen mit den Fahrzeugherstellern zu verheddern. <!--more-->Das machten Vertreter des Kfz-Gewerbeverbandes ZDK am Donnerstag vor Journalisten in Berlin deutlich.<\/p>\n<p>ZDK-Vizepr\u00e4sident und Bundesinnungsmeister Wilhelm H\u00fclsdonk sagte, Ziel sollte es sein, dass der Verbraucher die Wahl hat, ob er eine Nachr\u00fcstl\u00f6sung des Herstellers oder einer Zulieferers annimmt \u2013 oder eventuell auch gar nicht nachr\u00fcstet. Durch den Wettbewerb w\u00fcrden auch die Preise sinken. Er bezifferte die Kosten je Fahrzeug nach heutigem Stand auf 1500 bis 3000 EUR. Der Autoindustrieverband VDA nennt Zahlen von 3500 bis 4500 EUR. 40 Prozent der Verbraucher seien im \u00fcbrigen bereit, die Nachr\u00fcstung aus der eigenen Tasche zu bezahlen.<\/p>\n<h5>Kostenteilung vorgeschlagen<\/h5>\n<p>Er schlug aber dennoch eine Aufteilung der Kosten zwischen Halter, Hersteller und Staat vor. Dazu k\u00f6nnte zum Beispiel einen Fonds eingerichtet werden, ohnen aber einen Einzahlungsschl\u00fcssel zu nennen. Mit diesem Vorschlag stehe das Handwerk in der Expertengruppe I des Diesel-Forums (Emissionsreduzierung der Bestandsflotte) aber \u201enoch\u201c alleine da, r\u00e4umte er ein. W\u00e4hrend die Industrie \u00fcberhaupt nichts von einer Nachr\u00fcstung h\u00e4lt, fordern Umwelt- und Verbraucherverb\u00e4nde einen m\u00f6glichst hohe Kosten\u00fcbernahme durch die Hersteller.<\/p>\n<p>Indirekt widersprach H\u00fclsdonk auch der Ansicht des VDA, dass eine Zertifizierung von Nachr\u00fcsts\u00e4tzen eine Wintererprobung umfassen m\u00fcsse und daher mindestens zwei Jahre in Anspruch nehme. Entsprechende Rechtsgrundlagen vorausgesetzt lie\u00dfe sich die Zulassung durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) binnen drei Monaten erledigen. Das belegten die Erfahrungen aus der Nachr\u00fcstung mit Katalysatoren und Partikelfiltern. Die Nachr\u00fcstung solle durch einen Eintrag in die Fahrzeugpapiere nachgewiesen werden. Das Wort \u201eblaue Plakette\u201c wollte er ausdr\u00fccklich nicht in die Mund nehmen, lie\u00df aber eine gewisse Sympathie f\u00fcr das Modell durchblicken, weil es allemal besser sei als ein Flickenteppich kommunal unterschiedlicher Regeln.<\/p>\n<h5>Gew\u00e4hrleistungsdebatte nur ein \u201ePopanz\u201c?<\/h5>\n<p>Als \u201ePopanz\u201c bezeichnete er die Diskussion \u00fcber die Gew\u00e4hrleistung. Das Kfz-Gewerbe nehme t\u00e4glich Eingriffe in Autos vor und \u00fcbernehme daf\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung. Das Argument ist seiner Meinung nach von einer \u201eInteressengruppe\u201c in die Diskussion eingebracht worden, um die Politik von einer Hardware-Nachr\u00fcstung abzubringen. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kostenteilung vorgeschlagen Gew\u00e4hrleistungsdebatte nur ein \u201ePopanz\u201c? 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