{"id":1935186,"date":"2018-01-30T16:15:31","date_gmt":"2018-01-30T15:15:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1935186"},"modified":"2018-01-30T19:16:16","modified_gmt":"2018-01-30T18:16:16","slug":"vdv-oepnv-macht-im-modal-split-keinen-fortschritt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1935186","title":{"rendered":"VDV: \u00d6PNV macht im Modal Split keinen Fortschritt"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Sondierungsergebnis st\u00f6\u00dft auf Wohlwollen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Schwieriger Investitionshochlauf zu erwarten<\/strong><\/li>\n<li><strong>Absage an O-Bus<\/strong><\/li>\n<li><strong>Reiseweite im SPNV sinkt<\/strong><\/li>\n<li><strong>Schwarzfahren \u2013 Straftat oder Ordnungswidrigkeit?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Trotz steigender Fahrgastzahl und Bef\u00f6rderungsleistung hat sich der Modal-Split-Anteil des \u00d6PNV im vergangenen Jahr kaum ver\u00e4ndert. <!--more-->Davon geht jedenfalls J\u00fcrgen Fenske aus, Pr\u00e4sident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). \u201eDas ist der Kernpunkt, um den wir uns in den kommenden Jahren k\u00fcmmern m\u00fcssen\u201c, sagte er am Dienstag vor Journalisten in Berlin. Wien mit einem Anteil des \u00d6PNV von 39 Prozent und nur noch 23 Prozent des Pkw an allen Wegen zeige, was m\u00f6glich sei. In den meisten deutschen St\u00e4dten liegt der \u00d6PNV-Anteil bei gut 20 Prozent.<\/p>\n<h5>Sondierungsergebnis st\u00f6\u00dft auf Wohlwollen<\/h5>\n<p>Zufrieden zeigte sich Fenske mit dem Sondierungsergebnis von Union und SPD. Die Forderungen des VDV h\u00e4tten zu einem gro\u00dfen Teil Eingang gefunden. Konkret nannte er den Hochlauf des GVFG-Bundesprogramms auf 1 Mrd. EUR j\u00e4hrlich bis zum Ende der Legislaturperiode, die Verstetigung des Mobilit\u00e4tsfonds \u2013 wobei das Niveau der Verstetigung noch nicht feststeht -, das Planungsbeschleunigungsgesetz und die Zusage, die Investitionslinie f\u00fcr die Bundesverkehrswege beizubehalten.<\/p>\n<h5>Schwieriger Investitionshochlauf zu erwarten<\/h5>\n<p>Als Herausforderung sieht Fenske es an, die zus\u00e4tzlichen Mittel auch zu verbauen. Gegen\u00fcber dem Verkehrsbrief r\u00e4umte er ein, dass sein Unternehmen \u2013 die K\u00f6lner KVB \u2013 kein einziges baureifes Projekt in der Schublade habe. \u00c4hnlich sehe es wohl auch bei den meisten anderen Unternehmen aus. Mangels Realisierungsaussicht sei in den vergangenen Jahren kaum auf Vorrat geplant worden. Die Bedarfsanmeldungen der Unternehmen f\u00fcr Neu- und Ausbau bezifferte mit einem Gesamtvolumen von 15 Mrd. EUR.<\/p>\n<p>Eine weitere Herausforderung sieht er in den steigenden Preisen. Das sei bei Bau- und Ingenieurleistungen gleicherma\u00dfen zu sp\u00fcren (siehe auch <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/bauwirtschaft-wuenscht-sich-wieder-ein-bmvbs\/\">hier<\/a>). Dennoch sei klar, dass die Verkehrsunternehmen jetzt \u201eliefern m\u00fcssen\u201c, wenn sie bei den Haushaltspolitiker nicht in Ungnade fallen wollen. Im November hatte der VDV sogar 2 Mrd. EUR\/Jahr zus\u00e4tzlich \u00fcber zehn Jahre gefordert (siehe <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/vdv-fordert-zusaetzliche-mittel-fuer-den-oepnv\/\">hier<\/a>).<\/p>\n<h5>Absage an O-Bus<\/h5>\n<p>Als K\u00f6nigsweg f\u00fcr die Antriebswende beim Bus sieht der VDV Batterie und Brennstoffzelle an. An eine Renaissance des O-Busses glaubt Fenske nicht. \u201eIn K\u00f6ln sagen B\u00fcrger und Politik: Es ist nun genug mit den Oberleitungen.\u201c Diese Technik werde sich in Deutschland nicht fl\u00e4chenhaft durchsetzen.<\/p>\n<h5>Reiseweite im SPNV sinkt<\/h5>\n<p>Nach vorl\u00e4ufigen Daten des VDV ist die Zahl der Fahrg\u00e4ste der VDV-Unternehmen 2017 gegen\u00fcber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 10,3 Mrd. gestiegen. Die Bef\u00f6rderungsleistung stieg allerdings nur um 0,7 Prozent auf 94,8 Mrd. Pkm. Besonders auff\u00e4llig ist die Diskrepanz im SPNV: Dort stieg die Zahl der Fahrg\u00e4ste um 3,5, die Bef\u00f6rderungsleistung blieb jedoch unver\u00e4ndert \u2013 die durchschnittliche Reiseweite ist also zur\u00fcckgegangen. Eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr konnten weder Fenske noch VDV-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Oliver Wolff liefern. Der Kostendeckungsgrad blieb mit 76,3 Prozent praktisch unver\u00e4ndert. Direkte Fahrgeldeinnahmen decken 51,5 Prozent der Kosten.<\/p>\n<h5>Schwarzfahren \u2013 Straftat oder Ordnungswidrigkeit?<\/h5>\n<p>Wolff wandte sich entschieden gegen Vorst\u00f6\u00dfe aus den L\u00e4ndern, Schwarzfahren von einer Straftat zu einer Ordnungswidrigkeit herunterzustufen. Nur die Qualifizierung als Straftat erlaube es den Kontrolleuren, Schwarzfahrer zwecks Identit\u00e4tsfeststellung festzuhalten (\u00a7127 StPO, \u201eJedermannsparagraph\u201c). Das Argument, die Justiz k\u00f6nne durch eine \u201eEntkriminalisierung\u201c nennenswert entlastet werden, lie\u00df Wolff nicht gelten. 2016 seien 7600 Personen wegen Schwarzfahrens ins Gef\u00e4ngnis gegangen, davon in 4000 F\u00e4llen als Ersatzfreiheitsstrafe f\u00fcr nicht entrichtete Geldstrafen. Ersatzfreiheitsstrafe sei auch bei nicht gezahlten Bu\u00dfgeldern f\u00fcr Ordnungswidrigkeiten zu verh\u00e4ngen, hob Wolff hervor. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sondierungsergebnis st\u00f6\u00dft auf Wohlwollen Schwieriger Investitionshochlauf zu erwarten Absage an O-Bus Reiseweite im SPNV sinkt Schwarzfahren \u2013 Straftat oder Ordnungswidrigkeit? Trotz steigender Fahrgastzahl und Bef\u00f6rderungsleistung hat sich der Modal-Split-Anteil des \u00d6PNV im vergangenen Jahr kaum ver\u00e4ndert.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[9,8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1935186"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1935186"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1935186\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1935193,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1935186\/revisions\/1935193"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1935186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1935186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1935186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}