{"id":1934791,"date":"2017-12-11T18:12:12","date_gmt":"2017-12-11T17:12:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1934791"},"modified":"2017-12-12T10:05:04","modified_gmt":"2017-12-12T09:05:04","slug":"wettbewerbs-gueterbahnen-rollen-den-markt-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1934791","title":{"rendered":"Wettbewerbs-G\u00fcterbahnen rollen den Markt auf"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>G\u00fcterverkehr geht es wieder etwas besser<\/strong><\/li>\n<li><strong>Re-Verstaatlichung im SPNV?<\/strong><\/li>\n<li><strong>Fernbus verschiebt Erl\u00f6se im Fernverkehr<\/strong><\/li>\n<li><strong>Weniger als ein Viertel \u201eleise\u201c Z\u00fcge<\/strong><\/li>\n<li><strong>Schiene patzt bei der P\u00fcnktlichkeit \u2013 Problem Baustellen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Weniger als ein Viertel \u201eleise\u201c Z\u00fcge<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Marktanteil der Nicht-DB-Bahnen im Schieneng\u00fcterverkehr ist 2016 noch h\u00f6her gestiegen als bisher angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesnetzagentur.\u00a0<!--more-->Laut ihrer am Montag vorgelegten Marktuntersuchung 2017 hatten die Wettbewerbsbahnen im Berichtsjahr einen Anteil von 46 Prozent an der Verkehrsleistung (tkm). Im Mai hatte die Netzagentur ihren Anteil noch auf 43 Prozent gesch\u00e4tzt (siehe <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/netzagentur-sieht-private-guterbahnen-bei-43-prozent-anteil\/\">hier<\/a>). 2015 lag der Anteil bei 41 Prozent.<\/p>\n<p>Der Anteil des Schieneng\u00fcterverkehrs am gesamten G\u00fcterverkehr ging in der Erhebungssystematik der Netzagentur \u2013 die sich von der des Statistischen Bundesamtes unterscheidet \u2013 von 18,5 auf 18,1 Prozent zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Im Personenverkehr setzte sich der Anstieg der Bef\u00f6rderungsleistung fort, ohne das sich die Marktanteile im Modal Split nennenswert ver\u00e4ndert haben. Der Anteil der Wettbewerbsbahnen an der Bef\u00f6rderungsleistung in Personenkilometern \u2013 nicht Zugkilometern! &#8211; stieg allerdings um 18 Prozent auf 26 Prozent. In Fernverkehr liegt der Anteil der Wettbewerber weiter unter 1 Prozent.<\/p>\n<h5>G\u00fcterverkehr geht es wieder etwas besser<\/h5>\n<p>Neue Fragen zur geplanten Trassenpreissenkung wirft die Preiserhebung auf. Danach gelang es den G\u00fcterbahnen 2016, erstmals seit 2013 wieder Preise zu erh\u00f6hen. 2016 erzielten 84 Prozent aller G\u00fcterbahnunternehmen ein positives Gesch\u00e4ftsergebnis. Im Vorjahr waren es 79 Prozent. Die Umsatzrentabilit\u00e4t der nicht bundeseigenen G\u00fcterbahnen stieg leicht auf durchschnittlich 4,1 Prozent. Wegen der Verluste bei der DB lagt der Gesamtwert f\u00fcr die Branche allerdings bei -3,3 Prozent. Ob sich das vergleichsweise guter Ergebnis 2017 angesichts der chaotischen Verh\u00e4ltnisse nach der Rastatt-Havarie und den Sturmsch\u00e4den wiederholen l\u00e4sst, wird in Branchenkreisen allerdings bezweifelt.<\/p>\n<h5>Re-Verstaatlichung im SPNV?<\/h5>\n<p>Bei der Eigent\u00fcmerstruktur der NE-Bahnen im SPNV ist auff\u00e4llig, dass der Anteil echter \u201ePrivatbahnen\u201c an der Verkehrsleistung von 29 auf 25 Prozent gesunken ist, w\u00e4hrend ausl\u00e4ndische Staatsbahnen ihren Anteil auf 46 Prozent und Landes- oder Kommunalbahnen ihren Anteil auf 29 Prozent ausbauen konnten. Im G\u00fcterverkehr sieht es unter den NE-Bahnen etwa anders aus: Hier konnten ausl\u00e4ndische Staatsbahnen und echte \u201ePrivatbahnen\u201c ihren Anteil jeweils um 1 bzw. 2 Prozentpunkte ausbauen. Verlierer sind Landes- und Kommunalbahnen.<\/p>\n<h5>Fernbus verschiebt Erl\u00f6se im Fernverkehr<\/h5>\n<p>Im Schienenpersonenfernverkehr dauert die vom Fernbus ausgel\u00f6ste Erl\u00f6serosion an. Von 2014 bis 2016 sank der Durchschnittserl\u00f6s je Pkm von 11,1 auf 10,2 Cent. Gleichzeitig stieg aber dank besserer Auslastungssteuerung die Zahl der Fahrg\u00e4ste pro Zug, so dass der Gesamterl\u00f6s je Trassenkilometer ann\u00e4hernd stabil blieb.<\/p>\n<h5>Schiene patzt bei der P\u00fcnktlichkeit<\/h5>\n<p>Unver\u00e4ndert angespannt ist die Lage bei der P\u00fcnktlichkeit. Vergleichsweise gut kommt der SPNV mit 96 Prozent p\u00fcnktlichen Z\u00fcgen davon. Dennoch mussten die Eisenverkehrsunternehmen im SPNV 2016 rund 150 Mio. EUR P\u00f6nalen zahlen. Im Fernverkehr waren nur 75 Prozent der Z\u00fcge p\u00fcnktlich. F\u00fcr den gesamten Personenverkehr wurden knapp 25 Mio. EUR gem\u00e4\u00df Fahrgastrechten oder aus Kulanz an die Kunden zur\u00fcckgezahlt. Im G\u00fcterverkehr waren sogar nur rund 70 Prozent p\u00fcnktlich, wobei zu ber\u00fccksichtigen ist, dass eine Verz\u00f6gerung bis zu 15:59 Minuten nicht als \u201eVersp\u00e4tung\u201c gilt.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Unzufriedenheit herrscht mit der Information \u00fcber Baustellen und dem Baustellenmanagement seitens der Infrastrukturbetreiber. Die sonst zur\u00fcckhaltende Netzagentur formuliert hier: \u201eAnforderungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen und das Handeln der Eisenbahninfrastrukturunternehmen stimmen nicht \u00fcberein.\u201c Bei einem Drittel der Bauma\u00dfnahmen ergaben sich noch im Verlauf weitere \u00c4nderungen f\u00fcr die Verkehrsunternehmen. Die SPNV-Aufgabentr\u00e4ger forderten ferner, ungerechtfertigt lange oder kurzfristige Streckensperrungen einer \u00dcberpr\u00fcfung zu unterziehen.<\/p>\n<p>NE-Bahn-Vertreter beklagten au\u00dferdem, dass DB-Z\u00fcge in der Disposition und bei der Trassenvergabe bevorzugt w\u00fcrden. Kritik gibt es auch an der Zentralisierung in wenigen Leitzentralen. \u201eImmer wieder seien Mitarbeiter nicht gut genug \u00fcber die Streckenspezifika informiert oder durch die Zentralisierung zu weit weg vom betrieblichen Geschehen\u201c, he\u00dft es. \u201eFerner erscheinen die Dispositionsbereiche f\u00fcr den einzelnen Mitarbeiter zu gro\u00df, was insbesondere bei gleichzeitig auftretenden St\u00f6rungen an mehreren Stellen auffalle.\u201c<\/p>\n<h5>Weniger als ein Viertel \u201eleise\u201c Z\u00fcge<\/h5>\n<p>Das im alten Koalitionvertrag nicht eindeutig formulierte Zwischenziel f\u00fcr leisen G\u00fcterverkehr haben die Eisenbahnen 2016 klar verfehlt, falls 50 Prozent \u201eleise Z\u00fcge\u201c gemeint waren. Die Netzagentur berichtet unter Berufung auf DB Netz, dass im Gesamtjahr 2016 23,4 Prozent der G\u00fcterz\u00fcge als \u201eleise\u201c im Sinne des l\u00e4rmabh\u00e4ngigen Trassenpreissystems abgerechnet wurden. Aus der Markterhebung der Netzagentur lassen sich ableiten, dass der Anteil bei den NE-Bahnen deutlich \u00fcber diesem Wert lag. (roe)<\/p>\n<p><strong>Externer Link:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.bundesnetzagentur.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Sachgebiete\/Eisenbahn\/Unternehmen_Institutionen\/Veroeffentlichungen\/Marktuntersuchungen\/MarktuntersuchungEisenbahnen\/MarktuntersuchungEisenbahn2017.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">Marktuntersuchung 2017<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00fcterverkehr geht es wieder etwas besser Re-Verstaatlichung im SPNV? Fernbus verschiebt Erl\u00f6se im Fernverkehr Weniger als ein Viertel \u201eleise\u201c Z\u00fcge Schiene patzt bei der P\u00fcnktlichkeit \u2013 Problem Baustellen Weniger als ein Viertel \u201eleise\u201c Z\u00fcge Der Marktanteil der Nicht-DB-Bahnen im Schieneng\u00fcterverkehr ist 2016 noch h\u00f6her gestiegen als bisher angenommen. 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