{"id":1934755,"date":"2017-12-06T15:53:07","date_gmt":"2017-12-06T14:53:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1934755"},"modified":"2018-02-16T09:14:03","modified_gmt":"2018-02-16T08:14:03","slug":"vda-bekennt-sich-weiter-mit-macht-zum-diesel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1934755","title":{"rendered":"VDA bekennt sich weiter mit Macht zum Diesel"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Firmenflotten halten Dieselnachfrage aufrecht<\/strong><\/li>\n<li><strong>Finanzierungsl\u00fccke im Mobilit\u00e4tsfonds offen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Wissmann wirft Umwelthilfe unseri\u00f6se Messmethoden vor<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Autoindustrieverband VDA ist \u00fcber den relativ geringen Anstieg des durchschnittlichen CO2-Aussto\u00dfes von neu zugelassenen Pkw trotz der \u201eEntdieselung\u201c der letzten Monate nicht \u00fcberrascht. <!--more-->Das entspreche genau den eigenen Berechnungen, sagte Verbandspr\u00e4sident Matthias Wissmann am Mittwoch auf der Jahresabschluss-Pressekonferenz in Berlin.<\/p>\n<h5>Firmenflotten halten Dieselnachfrage aufrecht<\/h5>\n<p>Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte am Montag berichtet, der durchschnittliche CO2-Aussto\u00df der Pkw-Neuzulassungen im November sei um 1,1 Prozent auf 127,8g\/km gegen\u00fcber \u00fcber dem Vorjahreswert gestiegen. In diesem Zeitraum ist der Diesel-Anteil an den Neuzulassungen von knapp 45 auf 34 Prozent gesunken. Laut der am Mittwoch ver\u00f6ffentlichten VDA-Brosch\u00fcre \u201eQuo Vadis, Diesel?\u201c stie\u00dfen die neu zugelassenen Diesel-Pkw 2016 119,6g\/km CO2 aus, Benziner 132,7g\/km (Angaben nach NEFZ-Norm). Wissmann sprach sich erwartungsgem\u00e4\u00df gegen eine Abschaffung des Diesel-Steuerprivilegs aus.<\/p>\n<p>Wissmann sagte weiter, aktuell werde die Nachfrage nach Diesel-Pkw von Firmenflotten-Betreibern getragen. Bei den Importeuren \u2013 die in wesentlich gr\u00f6\u00dferem Umfang direkt an Privatkunden verkaufen \u2013 finde hingegen eine \u201eregelrechte Flucht aus dem Diesel\u201c statt. Der VDA erwartet, dass das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts am 22. Februar zum Fahrverbot in D\u00fcsseldorf Klarheit schafft und damit die Verunsicherung der Kunden ein Ende hat. Zwischen den Zeilen war herauszuh\u00f6ren, dass dies f\u00fcr jede Variante der m\u00f6glichen Entscheidungen gilt.<\/p>\n<h5>Finanzierungsl\u00fccke im Mobilit\u00e4tsfonds offen<\/h5>\n<p>Offen blieb, ob die Autoindustrie die beim Diesel-Forum im August vereinbarten 250 Mio. EUR Beitrag zum Mobilit\u00e4tsfonds zusammenbringt. Grundlage f\u00fcr die Aufschl\u00fcsselung auf die einzelnen Hersteller sollten die Marktanteile sein. Bisher haben nur VW-Konzern, Daimler und BMW belastbare Zusagen gemacht. Sie bringen dem Vernehmen nach rund 160 Mio. EUR zusammen. Opel und Ford haben sich dem Vernehmen noch nicht festgelegt. Die Kfz-Importeure im VDIK lehnen eine Beteiligung kategorisch ab (siehe <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/aufgefischt-6-12-2017\/\">hier<\/a>). Auch auf Nachfrage war nicht in Erfahrung zu bringen, was die Konsequenzen sein k\u00f6nnen, wenn nicht alle Autohersteller ihren Beitrag besteuern.<\/p>\n<p>Wissmann lie\u00df sein Befremden \u00fcber die ausl\u00e4ndischen Hersteller allerdings deutlich durchblicken. In den einschl\u00e4gigen Listen der Nachmessungen seien unter den f\u00fcnf saubersten Autos fast nur deutsche Hersteller zu finden, unter den f\u00fcnf schlechtesten keine.<\/p>\n<h5>Wissmann wirft Umwelthilfe unseri\u00f6se Messmethoden vor<\/h5>\n<p>Heftige Kritik \u00fcbte Wissmann an den am Dienstag ver\u00f6ffentlichten Abgasmessungen der Deutschen Umwelthilfe. Er stellte sich hinter einen Pressekommentar (Saarbr\u00fccker Zeitung), in dem von einem \u201ewindigen Abmahnverein\u201c die Rede ist. Das Auto sei unter \u201eExtrembedingungen\u201c getestet worden.<\/p>\n<p>Hinter vorgehaltener Hand war im VDA zu h\u00f6ren, dass die von der DUH kritisierte Abregelung der Abgasr\u00fcckf\u00fchrung ab 2000 Umdrehungen\/min auf der bekannten Pr\u00fcfstrecke der DUH auch bei sportlicher Fahrweise eigentlich nicht zu erreichen sei. Die Achtgangautomatik sorge daf\u00fcr, dass der Motor auch bei \u201eartgerechter Fahrweise\u201c fast immer zwischen 1500 und 2000 U\/min l\u00e4uft. H\u00f6here Drehzahlen lie\u00dfen sich eigentlich nur durch Wechsel in den manuellen Modus erzwingen. Daher hinke auch der Hinweis der DUH, dass bei 112km\/h im f\u00fcnften Gang 3500 U\/min anliegen. Bei dieser Geschwindigkeit laufe der Wagen schon im siebten oder achten Gang.<\/p>\n<p>Unverst\u00e4ndnis wurde aber auch gegen\u00fcber der Kommunikation von BMW ge\u00e4u\u00dfert, die diese Sachverhalte nicht klar und deutlich zum Ausdruck gebracht habe. (roe)<\/p>\n<p><strong>Externe Links:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.kba.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2017\/Fahrzeugzulassungen\/pm29_2017_n_11_17_pm_komplett.html?nn=646300\">Pressemitteilung des KBA zu den Neuzulassungen im November 2016<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.vda.de\/dam\/vda\/publications\/2017\/Quo_Vadis_Diesel.pdf\">VDA-Publikation \u201eQuo vadis, Diesel?\u201c<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Firmenflotten halten Dieselnachfrage aufrecht Finanzierungsl\u00fccke im Mobilit\u00e4tsfonds offen Wissmann wirft Umwelthilfe unseri\u00f6se Messmethoden vor Der Autoindustrieverband VDA ist \u00fcber den relativ geringen Anstieg des durchschnittlichen CO2-Aussto\u00dfes von neu zugelassenen Pkw trotz der \u201eEntdieselung\u201c der letzten Monate nicht \u00fcberrascht.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934755"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1934755"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934755\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1935380,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934755\/revisions\/1935380"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1934755"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1934755"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1934755"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}