{"id":1934694,"date":"2017-11-30T18:03:52","date_gmt":"2017-11-30T17:03:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1934694"},"modified":"2017-12-08T14:26:07","modified_gmt":"2017-12-08T13:26:07","slug":"bundestags-bahnpolitiker-ueberbieten-sich-in-forderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1934694","title":{"rendered":"Bundestags-Bahnpolitiker \u00fcberbieten sich in Forderungen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>H\u00f6he der GVFG-Aufstockung strittig<\/strong><\/li>\n<li><strong>Konfliktthema Netz und Betrieb ausgeklammert<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>In der Bahnpolitik zeichnet sich aktuell ein \u00dcberbietungswettbewerb zwischen den Fraktionen ab. <!--more-->Auf einer Veranstaltung der Allianz pro Schiene in Berlin forderte der FDP-Abgeordnete Christian Jung, Deutschland m\u00fcsse sich als Ziel setzen, 85 bis 90 Prozent der Bahnstrecken zu elektrifizieren. Selbst der Gr\u00fcnen-Bahnpolitiker Matthias Gastel widersprach und wies darauf hin, dass es Strecken gebe, auf denen zu wenig Z\u00fcge fahren, um eine Elektrifizierung wirtschaftlich zu machen. Der CDU-Verkehrsexperte Michael Donth verwies auf die enormen Kosten, die mancherorts entstehen, wenn das \u201eDr\u00e4htle\u201c unter zu niedrigen Br\u00fccken durchgezogen werden muss. Der SPD-Verkehrsexperte Arno Klare erinnerte daran, dass &#8222;Elektrifizierung&#8220; auch mit Hybridloks oder Brennstoffzellenantrieb m\u00f6glich sei-<\/p>\n<p>Jung r\u00e4umte am Ende ein, dass er das ehrgeizige Ziel nur deshalb festgehalten sehen will, damit am Ende 80 Prozent herauskommen. Der neu im Bundestag vertretene Linken-Verkehrspolitiker J\u00f6rg Cezanne sagte, die besten Elektromobile seien Stra\u00dfenbahnen und S-Bahnen.<\/p>\n<h5>H\u00f6he der GVFG-Aufstockung strittig<\/h5>\n<p>Klare wiederum forderte, das GVFG-Bundesprogramm von derzeit 332 Mio. EUR auf 1 Mrd. EUR aufzustocken, und ging damit weit \u00fcber die Einigung der Jamaika-Sondierer hinaus, die nur eine Verdoppelung angestrebt hatten. Gastel hielt ihm daraufhin vor, dass die SPD in der vergangenen Legislaturperiode sogar der Festschreibung der Summe von 332 Mio. EUR im Grundgesetz zugestimmt habe.<\/p>\n<p>Einigkeit herrschte \u00fcber das grunds\u00e4tzliche Ziel eines Mobilpasses oder Deutschlandtickets sowie des Deutschlandtaktes. Jung bem\u00e4ngelte allerdings, dass im bisher vorliegenden Zielfahrplan f\u00fcr 2030 zu wenig Zeitpuffer \u2013 zum Beispiel f\u00fcr Baustellen \u2013 eingeplant seien. Donth riet ihm, auf den verfeinerten Zielfahrplan 2030+ zu warten, der voraussichtlich in der ersten Jahresh\u00e4lfte 2018 vorgelegt wird.<\/p>\n<h5>Konfliktthema Netz und Betrieb ausgeklammert<\/h5>\n<p>Nahe beeinander lagen die f\u00fcnf Parteienvertreter \u2013 bei der AfD war laut Allianz pro Schiene kein Ansprechpartner zu finden \u2013 auch beim Thema Ausbau des Schienennetzes. Jung sagte mit Blick auf die Havarie in Rastatt, der Vorfall habe verdeutlicht, welche Folgen auch der Ausfall einer Br\u00fccke haben k\u00f6nnte. \u201eWir m\u00fcssen viel mehr \u00fcber Ausweichstrecken nachdenken.\u201c Er forderte aber auch, einen ehrlichen Kassensturz zu machen, um das Volumen der f\u00fcr den Netzausbau ben\u00f6tigten Gelder zu ermitteln. Die Erfahrung zeige, dass praktisch alle Bauprojekte der \u00f6ffentlichen Hand aus den unterschiedlichsten Gr\u00fcnden am Ende teurer werden als urspr\u00fcnglich veranschlagt.<\/p>\n<p>Nicht vertieft wurde das ewige Konfliktthema Trennung von Netz und Betrieb. Jung sagte, das w\u00e4re in einer Jamaika-Koalition ein sch\u00f6nes liberal-gr\u00fcnes Projekt geworden. Ungeachtet des Scheiterns der Sondierungen werde die FDP das Thema aber weiterverfolgen. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H\u00f6he der GVFG-Aufstockung strittig Konfliktthema Netz und Betrieb ausgeklammert In der Bahnpolitik zeichnet sich aktuell ein \u00dcberbietungswettbewerb zwischen den Fraktionen ab.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934694"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1934694"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934694\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1934695,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934694\/revisions\/1934695"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1934694"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1934694"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1934694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}