{"id":1934592,"date":"2017-11-17T18:54:54","date_gmt":"2017-11-17T17:54:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1934592"},"modified":"2017-11-17T18:54:54","modified_gmt":"2017-11-17T17:54:54","slug":"180-grad-verkehrswende-in-niedersachsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1934592","title":{"rendered":"180-Grad-Verkehrswende in Niedersachsen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Verbandsklagerecht im Visier<\/strong><\/li>\n<li><strong>Unterst\u00fctzung f\u00fcr Wasserstra\u00dfenausbau<\/strong><\/li>\n<li><strong>Vage bei Bahnausbau<\/strong><\/li>\n<li><strong>Entflechtungsmittel kompensiert<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die neue Koalition aus SPD und CDU in Niedersachsen bricht radikal mit der Verkehrspolitik der rot-gr\u00fcnen Vorg\u00e4ngerregierung. <!--more-->\u201eEine zentrale Bedeutung bei der St\u00e4rkung der Verkehrsinfrastruktur kommt dem Autobahnbau zu\u201c, hei\u00dft es weit vorne im Verkehrskapitel des am Freitag ver\u00f6ffentlichten Koalitionsvertrages. SPD und CDU wollen daher den Bau der A20 und der A39, die L\u00fcckenschl\u00fcsse im Verlauf der A26 und der A33 und den Ausbau von A1, A2, A7 und E 233 z\u00fcgig vorantreiben. Anders als in Schleswig-Holstein soll die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr Planung, Bau und Betrieb der Autobahnen \u201eso lange wie m\u00f6glich in Landeszust\u00e4ndigkeit verbleiben, um die in Angriff genommenen Projekte m\u00f6glichst zur Baureife zu f\u00fchren und zu realisieren\u201c. Die Bundesstra\u00dfen verbleiben in der Auftragsverwaltung.<\/p>\n<p>Fallen soll das unter Rot-Gr\u00fcn vereinbarte Streckenmoratorium f\u00fcr den Lang-Lkw. \u201eF\u00fcr die Bew\u00e4ltigung wachsender Stra\u00dfeng\u00fcterverkehre sehen wir den Einsatz von Lang-Lkw als sinnvolle und verkehrssichere M\u00f6glichkeit an.\u201c<\/p>\n<p>In deutlichem Kontrast zu Rot-Gr\u00fcn bekennen sich SPD und CDU zum 24-Stunden-Betrieb des Flughafens Hannover und wollen zu seiner Absicherung auch die notwendigen L\u00e4rmschutzma\u00dfnahmen vornehmen.<\/p>\n<h5>Verbandsklagerecht im Visier<\/h5>\n<p>Ausdr\u00fccklich bekennen sich beiden Parteien zur Planungsbeschleunigung. F\u00fcr Z\u00fcndstoff d\u00fcrfte vor allem der Pr\u00fcfauftrag sorgen, \u201eob das Verbandsklagerecht nicht unmittelbar beteiligter Verb\u00e4nde ausgesetzt und bestehende Verk\u00fcrzungsm\u00f6glichkeiten in Planfeststellungs- und Genehmigungsverfahren konsequenter angewendet werden k\u00f6nnen\u201c. Pr\u00fcfen wollen sie auch, ob der Rechtsweg grunds\u00e4tzlich auf eine Instanz verk\u00fcrzt werden kann. Im Gegenzug soll zur Verbesserung von Transparenz und Akzeptanz die B\u00fcrgerbeteiligung im Vorfeld verst\u00e4rkt werden.<\/p>\n<h5>Unterst\u00fctzung f\u00fcr Wasserstra\u00dfenausbau<\/h5>\n<p>Auch Vertiefung von Au\u00dfen-Ems und Au\u00dfen-Weser bis Brake sowie der Ausbau der Mittelweser sollen vorangetrieben werden. Beim Bund wollen sie sich CDU und SPD daf\u00fcr einsetzen, dass die Schleuse L\u00fcneburg\/Scharnebeck am Elbe-Seitenkanal bis 2025 fertiggestellt wird. Im BMVI wird allerdings mit einem Baubeginn (!) um 2027 gerechnet. Ert\u00fcchtigung und Ausbau der Stichkan\u00e4le am Mittellandkanal werden ebenfalls unterst\u00fctzt. Auff\u00e4llig ist angesichts der zur Schau getragenen Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Binnenschifffahrt, dass die Elbe \u00fcberhaupt keine Erw\u00e4hnung findet. Dabei beherbergt Niedersachsen die besonders problematische \u201eReststrecke\u201c zwischen D\u00f6mitz und Hitzacker.<\/p>\n<h5>Vage bei Bahnausbau<\/h5>\n<p>Wenig \u00fcberraschend unterst\u00fctzen SPD und CDU die Ausbaupl\u00e4ne f\u00fcr die Schienen-Seehafenhinterlandverbindungen (Alpha-E). Vage bleiben die Partner allerdings bei der f\u00fcr den Deutschlandtakt erforderlichen Fahrzeitverk\u00fcrzung zwischen Hannover und Bielefeld. \u201eHierzu soll die Strecke Haste-L\u00f6hne ausgebaut werden\u201c, hei\u00dft es. Erste Studien von DB und BMVI deuten allerdings darauf hin, dass dieses Vorhaben ohne Neubauanteil bei Minden nicht realisierbar ist. Dagegen regen sich bereits erste Proteste in der Region. \u201eMit einem an das \u201eDialogforum Schiene Nord\u201c angelehnten Prozess wollen wir die Planungen intensiv begleiten.\u201c<\/p>\n<h5>Entflechtungsmittel kompensiert<\/h5>\n<p>F\u00fcr die Kommunen enth\u00e4lt der Koalitionsvertrag insofern gute Nachrichten, als die Koalition die ab 2019 wegfallenden Enflechtungsmittel des Bundes f\u00fcr den kommunalen Stra\u00dfenbau und den \u00d6PNV \u201ein vollem Umfang kompensieren und aufstocken\u201c will. Die Mittel werden h\u00e4lftig auf beide Zwecke verteilt. (roe)<\/p>\n<p>Externer Link: <a href=\"https:\/\/www.spdnds.de\/wp-content\/uploads\/sites\/77\/2017\/11\/Koalitionsvertrag_inkl-Titelblatt-final.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entwurf des Koalitionsvertrag SPD-CDU f\u00fcr Niedersachsen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verbandsklagerecht im Visier Unterst\u00fctzung f\u00fcr Wasserstra\u00dfenausbau Vage bei Bahnausbau Entflechtungsmittel kompensiert Die neue Koalition aus SPD und CDU in Niedersachsen bricht radikal mit der Verkehrspolitik der rot-gr\u00fcnen Vorg\u00e4ngerregierung.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,9,8,11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934592"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1934592"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934592\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1934593,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934592\/revisions\/1934593"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1934592"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1934592"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1934592"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}