{"id":1934431,"date":"2017-11-02T18:11:38","date_gmt":"2017-11-02T17:11:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1934431"},"modified":"2017-11-08T00:43:33","modified_gmt":"2017-11-07T23:43:33","slug":"rechnungshof-nimmt-diesel-und-dienstwagen-ins-visier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1934431","title":{"rendered":"Rechnungshof nimmt Diesel und Dienstwagen ins Visier"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Kritik an Verzicht auf m\u00f6gliche Steuermehreinnahmen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Bundesrechnungshof mahnt f\u00fcr die neue Legislaturperiode an, Diesel- und Dienstwagenbesteuerung unter die Lupe zu nehmen. <!--more-->Die Pr\u00fcfer halten es \u201eunter finanzwirtschaftlichen, steuersystematischen, \u00f6kologischen und gesundheitspolitischen Gesichtspunkten f\u00fcr \u00fcberlegenswert, die Besteuerung des Dieselkraftstoffs einer kritischen \u00dcberpr\u00fcfung unter Beachtung der europ\u00e4ischen Regelungen zu unterziehen\u201c, hei\u00dft es in einem in der vergangenen Woche dem Bundestag vorgelegten Bericht zu den finanziellen Handlungsoptionen f\u00fcr den Bund.<\/p>\n<p>Dem Rechnungshof bezweifeln, dass die Gr\u00fcnde, die Anfang der neunziger Jahre zur unterschiedlichen Besteuerung gef\u00fchrt haben, noch stichhaltig sind. Ausgangspunkte war damals unter anderem die EU-Mineral\u00f6l- bzw. Energiesteuerrichtlinie, die f\u00fcr Diesel niedrigere Mindeststeuers\u00e4tze als f\u00fcr Benzin festschrieb. Weiterer Grund war \u2013 zumindest bei der damaligen Pkw-Flottenzusammensetzung &#8211; ein geringerer Verbrauch.<\/p>\n<p>Heute gelte letztgenanntes Argument nicht mehr, schreiben die Rechnungspr\u00fcfer unter Berufung auf Angaben des Umweltbundesamtes. \u201e\u00d6kologische Gr\u00fcnde f\u00fcr die g\u00fcnstigere Besteuerung von Diesel sind nicht erkennbar\u201c, vielmehr sei eine Anhebung auf das Niveau des Benzinsteuersatzes bei gleichzeitiger Absenkung des erh\u00f6hten Kraftfahrzeugsteuersatzes \u201egerade im Interesse des Umwelt- und Gesundheitsschutzes naheliegend\u201c.<\/p>\n<h5>Kritik an Verzicht auf m\u00f6gliche Steuermehreinnahmen<\/h5>\n<p>Der Rechnungshof erinnert au\u00dferdem daran, dass dem Staat durch die geringere Steuer auf Diesel Milliardenbetr\u00e4ge an Steuern entgehen. F\u00fcr 2015 h\u00e4tten sich bei einer Besteuerung von Pkw-Diesel analog zu Benzin Mehreinnahmen von 3,7 Mrd. EUR ergeben. Mindereinnahmen durch eine geringere Kfz-Steuer sind dabei nicht ber\u00fccksichtigt. F\u00fcr Lkw-Verkehr w\u00e4ren 2015 rechnerisch Mehreinnahmen bei der Energiesteuer von 4,1 Mrd. EUR zu verzeichnen gewesen \u2013 immer unter der Annahme, dass sich der Absatz nicht ver\u00e4ndert, verst\u00e4rkter Tanktourismus also ausbleibt.<\/p>\n<p>Kritisch sieht der Rechnungshof auch die Dienstwagenbesteuerung. \u201eHier wurden Subventionseffekte bei Steuern und Sozialabgaben von 3,3 bis 5,5 Mrd. Euro ermittelt\u201c, hei\u00dft unter Berufung auf eine Studie der Uni K\u00f6ln. Genauso wie die Dieselbesteuerung betrachtet die Bundesregierung aber die sogenannte Dienstwagenbesteuerung nicht als Subvention. (roe)<\/p>\n<p><b>Externer Link:<\/b> <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/19\/000\/1900026.pdf\">Bericht des Bundesrechnungshofes zu Herausforderungen und Handlungsoptionen f\u00fcr die 19. Wahlperiode<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kritik an Verzicht auf m\u00f6gliche Steuermehreinnahmen Der Bundesrechnungshof mahnt f\u00fcr die neue Legislaturperiode an, Diesel- und Dienstwagenbesteuerung unter die Lupe zu nehmen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934431"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1934431"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934431\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1934434,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934431\/revisions\/1934434"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1934431"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1934431"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1934431"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}