{"id":1934020,"date":"2017-09-20T19:35:19","date_gmt":"2017-09-20T17:35:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1934020"},"modified":"2017-09-28T12:55:55","modified_gmt":"2017-09-28T10:55:55","slug":"baden-wuerttemberg-will-hardware-nachruestung-testen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1934020","title":{"rendered":"Baden-W\u00fcrttemberg will Hardware-Nachr\u00fcstung testen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Umwelthilfe kritisiert mangelnde Erkennbarkeit sauberer Euro-6-Diesel<\/strong><\/li>\n<li><strong>Lob f\u00fcr VW-Konzern<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Das baden-w\u00fcrttembergische Landesverkehrsministerium bereitet einen eigenen Machbarkeitstest von Hardware-Nachr\u00fcstungen zur Stickoxid-Minderung von \u00e4lteren Dieselfahrzeugen vor. <!--more-->Dem Vernehmen nach sollen Nachr\u00fcsts\u00e4tze von drei Herstellern in Euro-5\/V-Fahrzeuge vom Pkw bis zum Bus eingebaut und im Realbetrieb erprobt werden. Darunter soll auch die Firma Twintec sein, die bereits mit einem umger\u00fcsteten Euro-5-VW-Passat unter Aufsicht des ADAC die Machbarkeit demonstriert hat. Der ADAC soll auch den Test des Landes fachlich betreuen.<\/p>\n<p>Wie das Ministerium offiziell mitteilte, ist Ziel des Projektes, \u00fcber Messungen mit portablen Messger\u00e4ten (PEMS) \u201edie Wirksamkeit der Nachr\u00fcstl\u00f6sungen im Feld unter realen Fahrbedingungen zu erproben und Minderungsquoten f\u00fcr NOx-Emissionen anzugeben\u201c sowie Umr\u00fcstkosten und Umr\u00fcstdauer f\u00fcr den Halter zu ermitteln. Zu diesem Zweck sollen M\u00f6glichkeiten der Konfiguration von am Markt bereits vorhandenen Abgasreinigungskomponenten (z.B. SCR, Sensoren, Reglern usw.) in Verbindung mit einer intelligenten Softwaresteuerung mit anerkannten Verfahren getestet werden. Ergebnisse werden schon zum Jahresende erwartet.<\/p>\n<p>Fragen der Typgenehmigung laut Ministerium nicht behandelt, da hierf\u00fcr das BMVI bezw. das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zust\u00e4ndig sei. Bei diesem Thema gehen die Meinungen weit auseinander: Laut Autoindustrieverband VDA &#8211; der Hardware-Nachr\u00fcstungen f\u00fcr falsch h\u00e4lt \u2013 ist f\u00fcr die nachger\u00fcsteten Fahrzeuge eine neue zeit- und kostenaufwendige Typgenehmigung erforderlich. Aus Sicht des nachr\u00fcstfreundlichen DUH-Abgasexperten Axel Friedrich gen\u00fcgt eine Genehmigung der Nachr\u00fcsts\u00e4tze \u00e4hnlich wie bei den Nachr\u00fcst-Partikelfiltern vor einigen Jahren.<\/p>\n<h5>Umwelthilfe kritisiert mangelnde Erkennbarkeit sauberer Euro-6-Pkw<\/h5>\n<p>Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) forderte unterdessen am Mittwoch vor Journalisten in Berlin, einen Rechtsanspruch des Verbraucher auf eine transparente Auskunft zum Abgasverhalten von Autos zu schaffen. Das sagte DUH-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Resch. Anlass sind die auf dem Diesel-Gipfel von der Autoindustrie zugesagten Umstiegspr\u00e4mien f\u00fcr den Umtausch von \u00e4lteren Dieseln. Der Verbraucher erhalte \u2013 sofern er sich erneut f\u00fcr einen Diesel entscheidet \u2013 zwar ein Euro-6-Fahrzeug, erfahre aber nicht, ob auch im Realbetrieb die Grenzwerte eingehalten werden. Pkw, die die Grenzwerte auch laut Typgenehmigung im Realbetrieb einhalten &#8211; Schadstoffnorm Euro 6d \u2013 sind noch nicht auf dem Markt. Von den Emissionen im Realbetrieb h\u00e4nge aber die Chance ab, ob das Fahrzeug auch bei Diesel-Fahrverboten in die extrem belasteten NOx-belasteten St\u00e4dte einfahren darf, zum Beispiel Stuttgart und M\u00fcnchen, deutete Resch an.<\/p>\n<p>Er bem\u00e4ngelte, der von der Industrie verwendete Begriff \u201eUmweltpr\u00e4mie\u201c sei irref\u00fchrend, solange damit auch Spritschlucker wie schwere SUV beg\u00fcnstigt werden.<\/p>\n<h5>Lob f\u00fcr VW-Konzern<\/h5>\n<p>Die DUH legte auch eine Liste der von ihr im Realbetrieb getesteten 64 Euro-6-Diesel vor. Danach halten nur f\u00fcnf Pkw-Modelle und ein Transporter den NOx-Grenzwert uneingeschr\u00e4nkt ein. Wird die derzeit noch zul\u00e4ssige \u00dcberschreitung (\u201eKonformit\u00e4tsfaktor\u201c) um 110 Prozent ber\u00fccksichtigt, sind es 14 Modelle. Axel Friedrich lobte ausdr\u00fccklich den VW-Konzern, der acht der zehn saubersten Pkw-Modelle stelle. Offensichtlich habe man dort mehr aus dem Abgasskandal gelernt als andere Hersteller. Auch fr\u00fchere \u201eProblemfahrzeuge\u201c seien dadurch sauberer geworden, dass die vorhandene SCR-Technik offenbar mehr eingesetzt werde als fr\u00fcher.<\/p>\n<p>Resch warnte allerdings, dass auch die RDE-Messungen manipulationsanf\u00e4llig sind. Es sei bereits beobachtet werden, dass die NOx-Abgaswerte auff\u00e4llig in die H\u00f6he schie\u00dfen, sobald der in den RDE-Regeln vereinbarte Messrahmen auch nur geringf\u00fcgig \u00fcberschritten wird, zum Beispiel durch eine sportlichere Fahrweise. (roe)<\/p>\n<p><b>Externer Link:<\/b> <a href=\"http:\/\/www.duh.de\/fileadmin\/user_upload\/download\/Projektinformation\/Verkehr\/dieselgate\/EKI\/2017-09-20_Tabelle_PEMS-Messungen_Ergebnisse_Maerz_2016-Sep_2017.pdf\">Liste der von der DUH getesteten Fahrzeuge<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umwelthilfe kritisiert mangelnde Erkennbarkeit sauberer Euro-6-Diesel Lob f\u00fcr VW-Konzern Das baden-w\u00fcrttembergische Landesverkehrsministerium bereitet einen eigenen Machbarkeitstest von Hardware-Nachr\u00fcstungen zur Stickoxid-Minderung von \u00e4lteren Dieselfahrzeugen vor.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934020"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1934020"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934020\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1934102,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934020\/revisions\/1934102"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1934020"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1934020"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1934020"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}