{"id":1907,"date":"2015-09-11T13:57:48","date_gmt":"2015-09-11T11:57:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/spd-und-union-sticheln-in-etatdebatte-gegeneinander"},"modified":"2015-09-11T14:09:40","modified_gmt":"2015-09-11T12:09:40","slug":"spd-und-union-sticheln-in-etatdebatte-gegeneinander","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1907","title":{"rendered":"SPD und Union sticheln in Etatdebatte gegeneinander"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Vaatz bringt Bundes-Planfeststellungsbeh\u00f6rde ins Gespr\u00e4ch<\/strong><\/li>\n<li><strong>Hagedorn: Planung und Finanzierung zusammenf\u00fchren<\/strong><\/li>\n<li><strong>Zu wenig Fortschritt bei WSV-Reform<\/strong><\/li>\n<li><strong>Dobrindt und Bartol sticheln gegeneinander<\/strong><\/li>\n<li><strong>Finanzierungsgarantie f\u00fcr Br\u00fcckensanierung<\/strong><\/li>\n<li><strong>Erhalt vor Neubau oder umgekehrt?<\/strong><\/li>\n<li><strong>Wilms: Jetzige KV-F\u00f6rderung muss auf den Pr\u00fcfstand<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Union und SPD haben sich in der Bundestagsdebatte \u00fcber den Verkehrshaushalt am Freitag nicht geschont. Die SPD-Berichterstatterin Bettina Hagedorn warf Union-Fraktionsvize Arnold Vaatz vor, beim Thema Verkehrsinfrastrukturgesellschaft \u201eungeh\u00f6rig\u201c vorgeprescht zu sein, ohne die Ergebnisse der Bodewig-II-Kommission abzuwarten. <!--more--><\/p>\n<h5>Vaatz bringt Bundes-Planfeststellungsbeh\u00f6rde ins Gespr\u00e4ch<\/h5>\n<p>Nach Vaatz&#8216; Vorstellungen sollen alle heutigen Bundesfernstra\u00dfen in der Hand des Bundes bleiben, aber die Autobahnen in eine privatrechtliche Bundesautobahngesellschaft \u00fcberf\u00fchrt werden. Ziel m\u00fcsse sein, dass der Bund eine echte Kontrolle \u00fcber die Ausf\u00fchrung bekommt. Zudem solle eine Planfeststellungsbeh\u00f6rde des Bundes geschaffen werden, damit es bei l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Projekten nicht mehr zu Verz\u00f6gerungen an den Grenzen kommt.<\/p>\n<h5>Hagedorn: Planung und Finanzierung zusammenf\u00fchren<\/h5>\n<p>Hagedorn sagte, sie sei mit dem gegenw\u00e4rtigen Zustand der Auftragsverwaltung auch nicht zufrieden. Sie sprach sich aber gegen eine \u201eneue Mammutbeh\u00f6rde\u201c aus. \u201eWir sind bei Ihnen, dass etwas ge\u00e4ndert werden muss \u2013 aber bitte nicht so.\u201c N\u00f6tig sei eine Neuverteilung der Aufgaben. Es gehe darum, Planung und Finanzierung zusammenzuf\u00fchren. Daf\u00fcr sollten die Ergebnisse der Bodewig-II-Kommission abgewartet werden.<\/p>\n<h5>Zu wenig Fortschritt bei WSV-Reform<\/h5>\n<p>Kritisch \u00e4u\u00dferte sich Hagedorn auch \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1888\" target=\"_blank\">Fortschrittsbericht<\/a> des BMVI zur WSV-Reform, \u201eweil da nichts passiert\u201c. Sie bef\u00fcrchte, dass abermals nicht verbautes Geld in die Stra\u00dfe flie\u00dfe. Auch der Gr\u00fcnen-Etatberichterstatter Sven-Christian Kindler kam zu dem Ergebnis, dass bei der WSV-Reform \u201enichts passiert\u201c sei.<\/p>\n<h5>Dobrindt und Bartol sticheln gegeneinander<\/h5>\n<p>Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt wiederum stichelte in Richtung SPD-Fraktionsvize S\u00f6ren Bartol: Er dankte \u201eden Koalition\u00e4ren\u201c, dass es gelungen sei, bei \u00d6PP-Vorhaben in Hessen \u2013 gemeint ist der Weiterbau der A49 \u2013 \u201eunterschiedliche Einsch\u00e4tzungen aufzul\u00f6sen\u201c. Bartol revanchierte sich mit der Bemerkung, er setze darauf, dass die B\u00fcrgerbeteiligung beim BVWP 2015 ernst genommen werde. Derzeit plant das BMVI daf\u00fcr lediglich sechs Wochen ein.<\/p>\n<h5>Finanzierungsgarantie f\u00fcr Br\u00fcckensanierung<\/h5>\n<p>Dobrindt hob in seiner Rede hervor, dass das Sonderprogramm Br\u00fcckensanierung von 1 auf 2 Mrd. EUR verdoppelt wird. Es sei aber auch mehr Geld drin, deutete er an: \u201eJede Br\u00fcckensanierungsma\u00dfnahme, die Baurecht erh\u00e4lt, wird auch finanziert.\u201c<\/p>\n<h5>Erhalt vor Neubau oder umgekehrt?<\/h5>\n<p>Streit um Zahlen gab es zwischen der Regierungskoalition und der Opposition bei der Frage, ob der Erhalt wirklich den zugesagten Vorrang vor dem Neubau bekommt. Kindler und seine Fraktionskollegin Valerie Wilms hielten Dobrindt vor, dass die Mittel f\u00fcr Neu- und Ausbau um 37 Prozent zulegen, die Mittel f\u00fcr den Erhalt hingegen nur um 19 Prozent. Der Unionsabgeordnete Reinhold Sendker hielt entgegen, dass Bedarfsplanma\u00dfnahmen im Bereich Stra\u00dfe 2016 1,2 Mrd. EUR zur Verf\u00fcgung stehen, f\u00fcr den Erhalt hingegen 2,9 Mrd. EUR.<\/p>\n<p>Kindler warf Dobrindt vor, dass 52 der 69 <a href=\"http:\/\/www.bmvi.de\/SharedDocs\/DE\/Anlage\/VerkehrUndMobilitaet\/Strasse\/projektliste-neubeginne-bundesfernstrassen.pdf?__blob=publicationFile\" target=\"_blank\">im Juli zum Bau freigegebenen Projekte<\/a> eigentlich f\u00fcr den BVWP 2015 \u00fcberpr\u00fcft und neu bewertet werden sollten. Damit werde die Grundkonzeption f\u00fcr den BVWP umgangen.<\/p>\n<h5>Wilms: Jetzige KV-F\u00f6rderung muss auf den Pr\u00fcfstand<\/h5>\n<p>Wilms warf Dobrindt vor, am Erfolg der eigenen KV-F\u00f6rderprogramm desinteressiert zu sein. 2014 sei nur ein F\u00fcnftel der Mittel genutzt worden. \u201eWenigstens das Finanzministerium ist aufgewacht und pr\u00fcft, was man hier ver\u00e4ndern muss\u201c, sagte sie unter Anspielung auf das \u201eSpending review\u201c. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vaatz bringt Bundes-Planfeststellungsbeh\u00f6rde ins Gespr\u00e4ch Hagedorn: Planung und Finanzierung zusammenf\u00fchren Zu wenig Fortschritt bei WSV-Reform Dobrindt und Bartol sticheln gegeneinander Finanzierungsgarantie f\u00fcr Br\u00fcckensanierung Erhalt vor Neubau oder umgekehrt? Wilms: Jetzige KV-F\u00f6rderung muss auf den Pr\u00fcfstand Union und SPD haben sich in der Bundestagsdebatte \u00fcber den Verkehrshaushalt am Freitag nicht geschont. 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