{"id":1876428,"date":"2017-02-02T16:14:00","date_gmt":"2017-02-02T16:14:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/oberleitungs-lkw-kommen-auf-die-a5"},"modified":"2017-02-02T16:14:00","modified_gmt":"2017-02-02T16:14:00","slug":"oberleitungs-lkw-kommen-auf-die-a5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1876428","title":{"rendered":"Oberleitungs-Lkw kommen auf die A5"},"content":{"rendered":"<p>Wie Umweltstaatssekret\u00e4r Jochen Flasbarth am Donnerstag in Berlin erl\u00e4uterte, sollen \u00e4hnlich wie bei L\u00fcbeck (siehe <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/oberleitungs-lkw-fuer-hafenhinterlandverkehr-1873190.html\">hier<\/a>) auf rund 6km Strecke zwischen den Anschlusstellen Zeppelinheim (Cargo City S\u00fcd) und Weiterstadt in beiden Fahrtrichtungen bis Ende 2018 Oberleitungen errichtet werden. Die Investitionskosten werden mit 14,6 Mio. EUR veranschlagt und aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm (ZIP) gedeckt. Nach jetzigem Stand sei f\u00fcr den Oberleitungsbau kein Planfeststellungsverfahren n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Fahrzeugseitig sind voraussichtlich der Lkw-Hersteller Scania und Siemens f\u00fcr die Stromabnehmertechnik im Spiel. Als Nutzer sind derzeit die drei Speditionen Ludwig Meyer, Schanz und Raiffeisen Waren-Zentrale (RWZ) eingeplant. Wie am Rande zu h\u00f6ren war, sei es aber reiner Zufall, dass Dirk Engelhardt, bis Jahresende Logistikchef der RWZ, jetzt Nachfolger von Prof. Karlheinz Schmidt als Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des G\u00fcterkraftverkehrsverbandes BGL ist. Schmidt hatte wiederholt f\u00fcr den Oberleitungs-Lkw geworben.<\/p>\n<h5>Zukunftsszenarien f\u00fcr Netzaufbau<\/h5>\n<p>Matthias Scheffer, der das Projekt seitens des Bundesumweltministeriums begleitet, erl\u00e4uterte, dass die elektrifizierte Strecke nicht nur zum Fahren mit Strom dienen soll, sondern auch zum schnellen Zwischenladen von Batterien in den Lkw, mit denen die nicht elektrifizierten Abschnitte \u00fcberbr\u00fcckt werden. Beim heutigen Stand der Technik seien rund 30km unter Oberleitung n\u00f6tig, um Batterien f\u00fcr 80km zu laden. Den Nutzlastverlust durch die Batterien sch\u00e4tzt er in diesem Fall auf 1,5 bis 2t.<\/p>\n<p>Wie er weiter berichtete, hat das BMUB bereits eine Studie zu Markteinf\u00fchrungsszenarien in Auftrag gegeben. Nach vorl\u00e4ufigen Sch\u00e4tzungen k\u00f6nnten beim Einsatz von Hybrid-Lkw mit ausreichend gro\u00dfen Batterien 400km Strecke mit Oberleitung auf den wichtigsten Autobahnen gen\u00fcgen, um eine selbsttragende Flottenumstellung einzuleiten.<\/p>\n<h5>Treiber ist Energieeffizienz<\/h5>\n<p>Flasbarth selbst wies den Vorwurf der Bahnbranche zur\u00fcck, mit der F\u00f6rderung von Oberleitungs-Lkw die Verlagerung auf die Schiene zu konterkarieren: Selbst in optimistische Szenarien wird f\u00fcr 2050 ein Anteil der Schiene am G\u00fcterverkehr von h\u00f6chstens 30 Prozent erwartet. Daher m\u00fcsse auch der Lkw auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Fr\u00fcher sei er Anh\u00e4nger von strombasierten fl\u00fcssigen oder gasf\u00f6rmigen Kraftstoffen gewesen. Inzwischen sei ihm aber klar, dass auch erneuerbare Energien endlich sind und daher die effizienteste Antriebsart zum Einsatz kommen muss \u2013 das sei nun einmal der direktelektrische Antrieb ohne gro\u00dfe Umwandlungsverluste.<\/p>\n<p>Flasbarth lie\u00df die Gelegenheit nicht aus, um gegen das BMVI zu sticheln. \u201eAls Umweltministerium kann man nicht immer warten, bis sich andere bewegen\u201c, sagte er auf die Frage, warum das Projekt nicht in den H\u00e4nden des BMVI liege. Es sei aber jetzt mit dem BMVI abgestimmt, betonte er. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie Umweltstaatssekret\u00e4r Jochen Flasbarth am Donnerstag in Berlin erl\u00e4uterte, sollen \u00e4hnlich wie bei L\u00fcbeck (siehe hier) auf rund 6km Strecke zwischen den Anschlusstellen Zeppelinheim (Cargo City S\u00fcd) und Weiterstadt in beiden Fahrtrichtungen bis Ende 2018 Oberleitungen errichtet werden. Die Investitionskosten werden mit 14,6 Mio. 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