{"id":1869315,"date":"2017-01-10T16:44:00","date_gmt":"2017-01-10T16:44:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/biokraftstoffbranche-wirbt-fur-hohere-beimischungen"},"modified":"2017-01-10T16:44:00","modified_gmt":"2017-01-10T16:44:00","slug":"biokraftstoffbranche-wirbt-fur-hohere-beimischungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1869315","title":{"rendered":"Biokraftstoffbranche wirbt f\u00fcr h\u00f6here Beimischungen"},"content":{"rendered":"<p>Daf\u00fcr pl\u00e4dierten Biokraftstoffbranche und Landwirtschaft am Dienstag vor Journalisten in Berlin. Vertreter des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB), der Verband der \u00f6lsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (OVID) und die Union zur F\u00f6rderung der Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) wiesen darauf hin, dass mit Biodiesel und Bioethanol inzwischen 65-70 Prozent des Treibhausgas-Aussto\u00dfes (THG) gegen\u00fcber vergleichbaren fossilen Kraftstoffen eingespart werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Laut einer am Dienstag vorgestellten Studie des emeritierten Landwirtschaftsprofessors J\u00fcrgen Zeddies von der Universit\u00e4t Hohenheim liegen die Treibhausgas-Emissionen von fossil angetriebenen Verbrennern und Elektroautos beim gegenw\u00e4rtigen deutschen Strommix ann\u00e4hernd gleichauf. Mit Biokraftstoffen lie\u00dfe sich schnell eine sp\u00fcrbare THG-Minderung erzielen.<\/p>\n<h5>B30 ins Spiel gebracht<\/h5>\n<p>Elmar Baumann vom VDB betonte, Biokraftstoffe seien derzeit diejenige erneuerbare Energie f\u00fcr den Verkehr mit dem geringsten Mehrpreis gegen\u00fcber fossilen Kraftstoffen. Er r\u00e4umte ein, dass die gegenw\u00e4rtigen Weltmarktpreise einen Umstieg nicht beg\u00fcnstigen. Aktuell kostet Biodiesel auf dem Weltmarkt rund 950 USD\/t, fossiler Diesel 480 USD\/t. 2015 waren die Preise aber auch schon einmal gleichauf.<\/p>\n<p>Baumann pl\u00e4dierte daf\u00fcr, die THG-Minderungsauflagen f\u00fcr die Mineral\u00f6lwirtschaft zu versch\u00e4rfen, damit mehr Biokraftstoffe zum Einsatz kommen. Zeddies wies darauf hin, dass es bereits eine Norm f\u00fcr B30 (Diesel mit 30 Prozent Biodieselbeimischung) gibt; allerdings st\u00fcnden teilweise noch die Freigaben der Motorenhersteller aus. Auf die geringe Akzeptanz des bereits eingef\u00fchrten E10-Benzins bei den Verbrauchern ging er allerdings nicht ein.<\/p>\n<h5>Positive Sektorkopplungseffekte<\/h5>\n<p>Gerhard Brankatschk vom OVID und Stephan Arens vom UFOP wiesen auf die Sektorkopplungseffekte des Rapsanbaus f\u00fcr die Biodieselerzeugung hin. Raps erf\u00fclle nicht nur eine wichtige Rolle in der Fruchtfolge. Der bei der \u00d6lgewinnung anfallende Rapsschrot sei auch ein wertvolles Eiwei\u00dffutter f\u00fcr die Nutztierhaltung und ersetze m\u00f6glicher genver\u00e4nderten Sojaschrot aus \u00dcbersee. Derzeit w\u00fcrden 35 Prozent des deutschen Bedarfs an Eiwei\u00dffutter durch einheimischen Rapsschrot gedeckt. Die gegen Biokraftstoffe ins Feld gef\u00fchrte Argumente der Zweckentfremdung von Nahrungsmitteln sei also widerlegt, deuteten sie an. Auf keinen Fall gen\u00fcge es, nur Abfallstoffe wie Stroh zu Biokraftstoffen zu verarbeiten. Daf\u00fcr seien die Mengen zu gering. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Daf\u00fcr pl\u00e4dierten Biokraftstoffbranche und Landwirtschaft am Dienstag vor Journalisten in Berlin. 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