{"id":1855424,"date":"2016-11-28T16:17:00","date_gmt":"2016-11-28T16:17:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/klimaschutzplan-erhitzt-weiter-die-gemuter"},"modified":"2016-11-28T16:17:00","modified_gmt":"2016-11-28T16:17:00","slug":"klimaschutzplan-erhitzt-weiter-die-gemuter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1855424","title":{"rendered":"Klimaschutzplan erhitzt weiter die Gem\u00fcter"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWir schaffen 10 Prozent\u201c, sagten einhellig Matthias Magnor vom Logistiker Hellmann und Eckhard Scholz von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Auch in Zukunft werde das Verkehrswachstum den gr\u00f6\u00dften Teil der Effizienzgewinne aufzehren, lie\u00dfen sie durchblicken.<\/p>\n<p>Auch Unions-Fraktionsvize Arnold Vaatz tippte auf 10 Prozent. Er begr\u00fcndete seine Einsch\u00e4tzung aber damit, dass der Klimaschutzpolitik eine Rezession und damit auch einen R\u00fcckgang des Verkehrs ausl\u00f6sen werden.<\/p>\n<p>Lediglich die Gr\u00fcnen-Verkehrsexpertin Valerie Wilms erwartet eine Einsparung von 30 bis 40 Prozent. Grund sei, dass sich die Prognosen eines weiteren Verkehrswachstums nicht erf\u00fcllten.<\/p>\n<h5>Streit \u00fcber Kosten der Verkehrswende<\/h5>\n<p>Vaatz sagte, er vermisse eine Diskussion \u00fcber die Kosten der Elektrifizierung des Verkehrs, zum Beispiel durch die Rohstoffgewinnung f\u00fcr Batterien, die Verst\u00e4rkung der Stromverteilnetze und die Volatilit\u00e4t der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen.<\/p>\n<p>Wilms hielt ihm entgegen, dass eine vollst\u00e4ndige Umstellung des Stra\u00dfenverkehrs auf Batteriefahrzeuge den Stromverbrauch in Deutschland nur um 10 Prozent erh\u00f6hen w\u00fcrde. Sie pl\u00e4dierte daf\u00fcr, mit Preisen f\u00fcr Kostenwahrheit zu sorgen und zum Beispiel Kraftstoffe nach ihrer Klimawirkung zu besteuern: Dann werde Diesel teurer, \u201eweil er mehr &#8211;C&#8211; enth\u00e4lt\u201c, also Kohlenstoff.<\/p>\n<p>Zuvor hatte Magnor erl\u00e4utert, dass sich der Umstieg von Diesel- auf Erdgas-Lkw wegen des billigen Diesels bei Hellmann derzeit erst nach drei Jahren amortisiere \u2013 2012 sei es ein Jahr gewesen.<\/p>\n<h5>Nu\u00dfbaum: Gesellschaft muss Widerspr\u00fcche aushalten<\/h5>\n<p>Der DVF-Vorstandsvorsitzende Ulrich Nu\u00dfbaum warnte zwar vor \u00fcberzogenen Anforderungen an die Verkehrswirtschaft, die die Wettbewerbsf\u00e4higkeit gef\u00e4hrden k\u00f6nnte. Er h\u00e4lt aber auch nichts davon, deswegen auf Ehrgeiz zu verzichten: \u201eMan muss sich weiterreichende Ziele stecken, sonst erreicht man sie nicht.\u201c<\/p>\n<p>Ohne die anwesende Bundesumweltministerin Barbara Hendricks direkt anzusprechen, erinnerte er daran, dass die Gesellschaft bei der Verkehrswende lernen muss, \u201eWiderspr\u00fcche auszuhalten\u201c: Wer Verkehr auf die Schiene verlagern wolle, m\u00fcsse auch Bahnl\u00e4rm akzeptieren.<\/p>\n<h5>Umweltministerin sieht Zukunft f\u00fcr Auto regional differenziert<\/h5>\n<p>Hendricks sagte, das Auto werde auch in Zukunft eine Rolle spielen, aber eine dominante Rolle wie bisher werde die Gesellschaft nicht mehr akzeptieren. \u201eIn den St\u00e4dten wird es nicht mehr so sein k\u00f6nnen, dass jeder ein privates Auto mit Verbrennungsmotor hat.\u201c Auf dem Land sei die Situation anders, \u201eich wei\u00df nicht, ob sich dort Carsharing darstellen l\u00e4sst\u201c. Anders als ihr unterstellt wurde, wolle sie aber 2050 auch nicht fossile Kraftstoffe verbieten. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWir schaffen 10 Prozent\u201c, sagten einhellig Matthias Magnor vom Logistiker Hellmann und Eckhard Scholz von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Auch in Zukunft werde das Verkehrswachstum den gr\u00f6\u00dften Teil der Effizienzgewinne aufzehren, lie\u00dfen sie durchblicken. Auch Unions-Fraktionsvize Arnold Vaatz tippte auf 10 Prozent. 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