{"id":1854819,"date":"2016-11-25T13:03:00","date_gmt":"2016-11-25T13:03:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/flusterbremsen-gewinnen-an-boden"},"modified":"2016-11-25T13:03:00","modified_gmt":"2016-11-25T13:03:00","slug":"flusterbremsen-gewinnen-an-boden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1854819","title":{"rendered":"Fl\u00fcsterbremsen gewinnen an Boden"},"content":{"rendered":"<p>Mit Stand November 2016 waren f\u00fcr gut 160.000 Wagen Umr\u00fcst-Vorbescheide beantragt oder erteilt. Zusammen mit den neu beschafften und bereits ab Werk leisen Wagen k\u00f6nnten damit bis 2020 alle rund 180.000 auf dem deutschen Netz verkehrenden G\u00fcterwagen \u00fcber Fl\u00fcsterbremsen verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Die neuen Zahlen stellte Jens Klocksin vom BMVI am Donnerstag auf der Netzwerkkonferenz G\u00fcterverkehr und Logistik in Berlin vor. Klocksin betonte, dass die Zahl \u201eleiser\u201c Wagen im deutschen Fahrzeugregister alleine nicht aussagekr\u00e4ftig sei, um zu beurteilen, wie die Umstellung voranschreitet. Danach w\u00e4ren nur 26,8 Prozent der Wagen leise. Ein besserer Indikator sei, dass inzwischen 24 Prozent der G\u00fcterz\u00fcge gem\u00e4\u00df l\u00e4rmabh\u00e4ngigen Trassenpreissystem als \u201eleise\u201c abgerechnet werden, also zu mehr als 90 Prozent aus leisen Wagen bestehen. 2012 waren es nur 8 Prozent.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche Erkenntnisse erwartet Klocksin vom geplanten Monitoring-System des BMVI mit bundesweit 17 Messstellen, die nach einheitlicher Methode messen und einen Gro\u00dfteil des G\u00fcterverkehrs erfassen werden.<\/p>\n<h5>Reicht L\u00e4rmminderungsgesetz aus?<\/h5>\n<p>Eine hitzige Debatte gab es dar\u00fcber, ob das geplante Schienenl\u00e4rmschutzgesetz (siehe <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/bmvi-will-laute-gueterwagen-ab-2020-ausbremsen-1844755.html\">hier<\/a>) sinnvoll wirkt. Peter Westenberger vom Netzwerk Europ\u00e4ischer Eisenbahnen (NEE) bef\u00fcrchtet, dass ausl\u00e4ndische Halter mit zwangsverlangsamten Z\u00fcgen aus lauten Wagen Trassenkapazit\u00e4t vernichten und damit dem G\u00fcterverkehr insgesamt schaden. Klocksin und J\u00fcrgen Tuscher vom Privatwagenverband VPI hielten dagegen, dass die Priorisierungsregeln des Netzes vorsehen, langsame Z\u00fcge gegebenenfalls auf teure Umwege zu verweisen oder so lange in die Warteschlange zu stellen, bis andere Z\u00fcge nicht behindert werden. Das mache den Betrieb laut Wagen wirtschaftlich unattraktiv. \u201eIch w\u00fcrde mir daher \u00fcberhaupt keine Sorgen machen\u201c, sagte Tuscher, und sprach gegen\u00fcber dem Verkehrsbrief von einem europarechtlich erforderlichen Feigenblatt.<\/p>\n<h5>Wo ist die Systemf\u00fchrerschaft?<\/h5>\n<p>Zunehmende Sorge bereitet dem Sektor, dass es seit der Bahnreform keine institutionalisierte Systemf\u00fchrerschaft f\u00fcr Innovation mehr gibt. Klocksin beklagte, dass das BMVI jetzt quasi selbst &#8211; wenn auch gemeinsam mit DB und dem G\u00fcterwagenvermieter VTG \u2013 einen innovativen Wagen entwickeln m\u00fcsse. Tuscher hielt ihm unter wohlwollendem Nicken der Branchenvertreter entgegen, dass das BMVI f\u00fcr die Stra\u00dfen die Bundesanstalt f\u00fcr Stra\u00dfenwesen (BASt) mit rund 400 Mitarbeiter vorhalte, f\u00fcr die Schiene aber nichts derartiges. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Stand November 2016 waren f\u00fcr gut 160.000 Wagen Umr\u00fcst-Vorbescheide beantragt oder erteilt. Zusammen mit den neu beschafften und bereits ab Werk leisen Wagen k\u00f6nnten damit bis 2020 alle rund 180.000 auf dem deutschen Netz verkehrenden G\u00fcterwagen \u00fcber Fl\u00fcsterbremsen verf\u00fcgen. 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