{"id":1853684,"date":"2016-11-23T12:26:00","date_gmt":"2016-11-23T12:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/duh-setzt-im-abgasskandal-jetzt-auf-gerichte"},"modified":"2016-11-23T12:26:00","modified_gmt":"2016-11-23T12:26:00","slug":"duh-setzt-im-abgasskandal-jetzt-auf-gerichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1853684","title":{"rendered":"DUH setzt im Abgasskandal jetzt auf Gerichte"},"content":{"rendered":"<p>Das k\u00fcndigte DUH-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Resch am Mittwoch in Berlin an. Er hoffe, dass die Richter in einem der zu erwartenden Verfahren gegen Automobilhersteller und Beh\u00f6rden wegen Versto\u00dfes gegen die Grenzwerte eine Vorlagefrage beim Europ\u00e4ischen Gerichtshof einreichen. Damit w\u00e4re vergleichsweise z\u00fcgig mit einer Entscheidung zu rechnen, wie zum einen die Klausel zum \u201eMotorschutz\u201c auszulegen ist, auf die sich viele Hersteller bei Abschaltung ihrer Abgasreinigung berufen; zum anderen k\u00f6nnte der EuGH klarstellen, was die Bedingung \u201ein normalem Gebrauch\u201c zu verstehen ist \u2013 nur offizieller Pr\u00fcfzyklus oder Realbetrieb.<\/p>\n<p>Resch betonte, die DUH werde nicht mehr darauf setzen, dass das BMVI oder das KBA ihrer Pflicht nachkommen, sondern \u00fcber die Staatsanwaltschaften gegen die Hersteller und Beh\u00f6rden vorgehen.<\/p>\n<h5>\u201eMotorschutz nur vorgeschoben\u201c<\/h5>\n<p>Axel Friedrich, Berater der DUH, h\u00e4lt unterdessen das Argument des \u201eMotorschutzes\u201c f\u00fcr die Abschaltung bei niedrigen Au\u00dfentemperaturen f\u00fcr entkr\u00e4ftet und vermutet illegale Abschaltung. Beim Test einer Mercedes C-Klasse gem\u00e4\u00df NEFZ-Zyklus, aber mit jeweils betriebswarmen Motor, wurde der NOx-Grenzwert nur bei +26 Grad Au\u00dfentemperatur eingehalten. Bei +5 und -7 Grad wurde der Grenzwert jeweils um mehr als 800 Prozent \u00fcberschritten. F\u00fcr diese \u00dcberschreitung bei warmem Motor k\u00f6nne er keine technische Begr\u00fcndung erkennen, sagte Friedrich.<\/p>\n<h5>Doping-Hinweise auch bei Verbrauchswerten<\/h5>\n<p>Resch und Friedrich berichteten au\u00dferdem \u00fcber Erkenntnisse aus den CO2-Nachmessungen. So schalten mehrere Hersteller ihre Motoren in eine Art Sparmodus, wenn das Lenkrad nicht ber\u00fchrt wird, so wie es im Labor \u00fcblich ist. Unter den geringen Leistungsanforderungen des NEFZ \u2013 maximal 34kW \u2013 falle das nicht auf. Ein anderer Hersteller l\u00e4sst den CO2-Verbrauch nach einigen tausend km steigen, um so den Verbrauch von Harnstoff (Adblue) zu verringern. Hintergrund sei eine Rechtsauffassung, wonach die offiziellen gemeldeten CO2-Werte nur von werksneuen Fahrzeugen verlangt werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Das Motiv f\u00fcr die Manipulationen sehen Resch und Friedrich darin, den Kunden h\u00e4ufiges Nachf\u00fcllen von Harnstoff zu ersparen. Technisch betrachtet m\u00fcsste der Harnstoff-Verbrauch bei 4 bis 6 Prozent des Kraftstoffverbrauchs liegen; die Hersteller wollten aber 1 Prozent erreichen. (roe)<\/p>\n<\/p>\n<p><b>Externer Link:<\/b> <a href=\"http:\/\/www.duh.de\/pressemitteilung.html?&#038;no_cache=1&#038;tx_ttnews[tt_news]=4002#download\">Neue Messergebnisse und Gutachten der DUH<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das k\u00fcndigte DUH-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Resch am Mittwoch in Berlin an. 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