{"id":1848834,"date":"2016-11-08T15:41:00","date_gmt":"2016-11-08T15:41:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/ausbau-des-elbe-lubeck-kanals-hat-kaum-freunde"},"modified":"2016-11-08T15:41:00","modified_gmt":"2016-11-08T15:41:00","slug":"ausbau-des-elbe-lubeck-kanals-hat-kaum-freunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1848834","title":{"rendered":"Ausbau des Elbe-L\u00fcbeck-Kanals hat kaum Freunde"},"content":{"rendered":"<p>Er schlage vor, das f\u00fcr den ELK-Ausbau vorgesehene Geld \u2013 838 Mio. EUR \u2013 dorthin umzuwidmen, wo es mehr Nutzen schaffe, sagte Martin Staats, Pr\u00e4sident des Binnenschifffahrtsverbandes BDB, bei der Anh\u00f6rung des Bundestags-Verkehrsauschusses zum Wasserstra\u00dfen-Teil des BVWP. Er verwies auf die begrenzten finanziellen Ressourcen und Planungskapazit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Das Projekt ist trotz eines schlechten Nutzen-Kosten-Verh\u00e4ltnisses von 0,5 in den Vordringlichen Bedarf aufgenommen worden. Dem Vernehmen nach soll der Unions-Haushaltspolitiker Norbert Brackmann (Kreis Lauenburg) treibende Kraft sein.<\/p>\n<p>Peter Rieken von der Unternehmensberatung Planco sagte jedenfalls, bei der Bewertung des Projektes sei das NKV \u201ewie immer\u201c aus einer Gegen\u00fcberstellung von monetarisierten Nutzen und Kosten errechnet worden. Auf die Frage, warum das Projekt jetzt als \u201evordringlicher Bedarf\u201c eingestuft sei, antwortete er diplomatisch: \u201eWir haben uns jeglicher qualifizierender \u00c4u\u00dferung enthalten.\u201c<\/p>\n<p>Auch im BMVI selbst st\u00f6\u00dft das Projekt anscheinend nicht auf Gegenliebe. Als Magnus Wessel vom Umweltschutzverband BUND sarkastisch hervorhob, dass der ELK \u201ekulturhistorisch sicher sehr wertvoll sei\u201c, aber \u00fcber die Bewertung noch einmal gesprochen werden sollte, war auf der Regierungsbank deutlich zustimmendes Nicken zu erkennen. Noch im Zuge der Debatte \u00fcber die Wasserstra\u00dfen-Kategorisierung hatte sich das BMVI immer wieder gegen Ansinnen der EU gewehrt, den ELK ins TEN-T-Kernnetz aufzunehmen.<\/p>\n<h5>Zweifel an Br\u00fcckenanhebung<\/h5>\n<p>Einen deutlichen D\u00e4mpfer gab es f\u00fcr den BDB beim Thema Br\u00fcckenanhebung im westdeutschen Kanalnetz. Rieken verwies darauf, dass selbst mit angehobenen Br\u00fccken aufgrund der schleusenbedingt begrenzten Schiffsl\u00e4ngen und -Breiten kaum mehr als 100 TEU auf einem Schiff unterzubringen sein. Der Erfolg der Containerschifffahrt auf dem Rhein beruhe aber darauf, dass dort \u00fcber 500 TEU auf einen Schlag transportiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Staats r\u00e4umte ein, dass f\u00fcr eine wirtschaftliche Containerschifffahrt im Kanalgebiet eine Auslastung von 70 bis 80 Prozent n\u00f6tig ist. Im Moment seien DB Cargo und andere Eisenbahnen aber mit \u201epolitischen Preisen\u201c unterwegs\u201c.<\/p>\n<h5>Weiter Streit \u00fcber \u201eGebirgsstrecke\u201c am Rhein<\/h5>\n<p>Erwartungsgem\u00e4\u00df kontrovers diskutiert wurde die Fahrrinnenvertiefung um 20cm am Mittelrhein zwischen St. Goar und Mainz\/Wiesbaden (sie auch <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/dialog-zur-fahrrinnenvertiefung-am-mittelrhein-beginnt-1829470.html\">hier<\/a>). Das Projekt hat ein extrem gutes NKV von 30,7. Staats f\u00fchrte ins Feld, dass damit 300-500t mehr je Fahrt bef\u00f6rdert werden k\u00f6nnten, ohne dass der Treibstoffverbrauch signifikant steigt. Wessel warnte, eine Flussvertiefung habe immer gravierende Auswirkungen auf die Natur.<\/p>\n<h5>Mehr Gro\u00dfraum- und Schwertransporte auf das Wasser verlagern<\/h5>\n<p>Abseits der Debatte \u00fcber konkrete BVWP-Debatte forderte Eberhard Wei\u00df vom Binnenhafenverband B\u00d6B, die Genehmigungsbeh\u00f6rden f\u00fcr Gro\u00dfraum- und Schwertransporte daran zu erinnern, dass solche Transporte auf der Stra\u00dfe nur dann zu genehmigen sind, wenn der Wasserweg (und die Schiene) nicht in Frage kommen. Damit k\u00f6nne ein Beitrag geleistet werden, mehr G\u00fcter auf alternative Verkehrstr\u00e4ger zu verlagern. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er schlage vor, das f\u00fcr den ELK-Ausbau vorgesehene Geld \u2013 838 Mio. EUR \u2013 dorthin umzuwidmen, wo es mehr Nutzen schaffe, sagte Martin Staats, Pr\u00e4sident des Binnenschifffahrtsverbandes BDB, bei der Anh\u00f6rung des Bundestags-Verkehrsauschusses zum Wasserstra\u00dfen-Teil des BVWP. 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