{"id":1840610,"date":"2016-10-12T16:50:00","date_gmt":"2016-10-12T16:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/bund-will-autobahngesellschaft-wohl-durchdrucken"},"modified":"2016-10-12T16:50:00","modified_gmt":"2016-10-12T16:50:00","slug":"bund-will-autobahngesellschaft-wohl-durchdrucken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1840610","title":{"rendered":"Bund will Autobahngesellschaft wohl durchdr\u00fccken"},"content":{"rendered":"<p><span>Sogar ganz oben auf dem Entwurf einer 15 Punkte umfassenden Liste zu &#8222;Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Verbesserung der Aufgabenerledigung im Bundesstaat&#8220; des Bundesfinanzministeriums steht die Schaffung einer &#8222;unter staatlicher Regelung stehenden privatrechtlich organisierten Verkehrsinfrastrukturgesellschaft&#8220;. Sie soll zentral alle Aufgaben an Autobahnen und &#8222;optional&#8220; an allen \u00fcbrigen Bundesfernstra\u00dfen \u00fcbernehmen, die bislang in die Zust\u00e4ndigkeit der Bundesl\u00e4nder fielen. <\/span><\/p>\n<h5><span>Verkehrsminister der L\u00e4nder dagegen<\/span><\/h5>\n<p><span>Schon im Februar hatten sich die Verkehrsminister der L\u00e4nder einstimmig gegen diese Pl\u00e4ne gestemmt. Dieses Votum gilt noch immer. &#8222;<\/span><span>Am einstimmigen Beschluss der VMK gegen eine zentrale Bundesgesellschaft hat sich bisher nichts ge\u00e4ndert&#8220;, teilt Juliane Schultz vom Infrastrukturministerium in Mecklenburg-Vorpommern mit. Gleiches Echo aus den Verkehrsministerien in Baden-W\u00fcrttemberg und Niedersachsen. Begr\u00fcndung: &#8222;Weil wir es selbst einfach besser k\u00f6nnen&#8220;, sagt Ministeriumssprecherin Sabine Schlemmer-Kaune in Hannover. <\/span><\/p>\n<p><span>Bef\u00fcrchtungen, dass die Ministerpr\u00e4sidenten bei den Gespr\u00e4chen im Bundeskanzleramt doch einlenken k\u00f6nnten, sprich: sich durch Anreize zur Einwilligung in die Bundespl\u00e4ne \u00fcberreden lassen, sind zwar denkbar. Aber erwartet wird das nicht.<\/span><\/p>\n<h5><span>Warnung vor Umfallen<\/span><\/h5>\n<p><span>Vor einem Umfallen warnt auch die &#8222;Plattform gegen die Bundesfernstra\u00dfengesellschaft&#8220; in Berlin. Denn zu der Gesellschaft gebe es &#8222;<\/span><span>nach Auskunft der Bundesregierung von gestern (11.10.2016) auf eine schriftliche Frage der Abgeordneten Sabine Leidig (Linke) keinen abgestimmten Entwurf der Bundesregierung&#8220;, hei\u00dft es in einer Mitteilung der Plattform. Daraus schlussfolgert das B\u00fcndnis aus Gewerkschaften, Umweltverb\u00e4nden und B\u00fcrgerinitiativen, dass von den L\u00e4ndern offenbar erwartet werde, &#8222;dass sie einen Blankoscheck unterschreiben&#8220;. <\/span><\/p>\n<p><span>Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske appellierte an alle Ministerpr\u00e4sidenten: <\/span><span>&#8222;Wehren Sie sich gegen Forderungen nach einer privatrechtlichen Verkehrsinfrastrukturgesellschaft, die niemals eine politische Mehrheit finden w\u00fcrden, wenn sie jetzt nicht Teil des Verhandlungspakets zu den Bund-L\u00e4nder-Finanzen w\u00e4ren.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span>Das Bundesfinanzministerium zeigte sich wie schon in der Vergangenheit bei diesem Thema wenig kommunikativ. Eine Anfrage des Verkehrsbriefs blieb ohne Antwort. (kw)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sogar ganz oben auf dem Entwurf einer 15 Punkte umfassenden Liste zu &#8222;Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Verbesserung der Aufgabenerledigung im Bundesstaat&#8220; des Bundesfinanzministeriums steht die Schaffung einer &#8222;unter staatlicher Regelung stehenden privatrechtlich organisierten Verkehrsinfrastrukturgesellschaft&#8220;. Sie soll zentral alle Aufgaben an Autobahnen und &#8222;optional&#8220; an allen \u00fcbrigen Bundesfernstra\u00dfen \u00fcbernehmen, die bislang in die Zust\u00e4ndigkeit der Bundesl\u00e4nder fielen. 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