{"id":1837510,"date":"2016-09-30T12:50:00","date_gmt":"2016-09-30T12:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/bmvi-ethikkommission-nimmt-arbeit-auf"},"modified":"2016-09-30T12:50:00","modified_gmt":"2016-09-30T12:50:00","slug":"bmvi-ethikkommission-nimmt-arbeit-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1837510","title":{"rendered":"BMVI-Ethikkommission nimmt Arbeit auf"},"content":{"rendered":"<p>Nach Worten von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt anl\u00e4sslich der Auftaktsitzung soll im Sommer 2017 ein erster Ergebnisbericht vorliegen. Ob die Arbeit mit dieser oder einer anderen Kommission in der n\u00e4chsten Wahlperiode fortgesetzt wird, sei noch offen. <span><span>Die Kommission unter dem Vorsitz des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Prof. Udo di Fabio besteht aus 14 Wissenschaftlern und Experten (Mitglieder siehe unten).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Dobrindt sieht es als Kernaufgabe der Kommission an, \u201eLeitplanken\u201c f\u00fcr die Algorithmen und damit f\u00fcr die Programmierer zu entwickeln. Ziel seien \u201egesetzgeberische Ableitungen\u201c.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Als Eckpunkte nannte Dobrindt, dass in Dilemmasituationen stets Sach- vor Personenschaden geht und dass es keine Differenzierung zwischen Menschen nach ihrer \u201eWertigkeit\u201c gibt. Di Fabio brachte in diesem Zusammenhang sogar die M\u00f6glichkeit ins Spiel, System mit einer derartigen Differenzierungsf\u00e4higkeit zu verbieten. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span><span>Di Fabio stellte auch die Frage in den Raum, ob die Gesellschaft ein wirklich vollautomatisiertes Fahren will oder ob der Fahrzeugf\u00fchrer immer eine M\u00f6glichkeit behalten soll, selbst einzugreifen. Mit Blick auf die enorme F\u00fclle von Daten, die beim automatisierten Fahren entstehen, sieht die Fabio auch eine Herausforderung darin, wie die Chance f\u00fcr deutlich weniger Personensch\u00e4den mit dem Pers\u00f6nlichkeitsrecht vereinbart werden kann.<\/span><\/span><\/p>\n<h5><span><span>Internationale Standards bereits in Arbeit <\/span><\/span><\/h5>\n<p><span><span>Dobrindt hob hervor, dass Deutschland mit der Ethikkommission weltweiter Vorreiter ist und die Arbeit im Ausland schon jetzt mit hohem Interesse verfolgt wird. Die Ergebnisse w\u00fcrden auch in die internationalen Gremien eingespeist. Er gab bekannt, dass die G7-Verkehrsminister schon eine Arbeitsgruppe eingesetzt haben, um internationale Standards f\u00fcr den Unfalldatenschreiber (\u201eBlackbox\u201c) in automatisierten Fahrzeugen zu entwickeln. (roe)<\/span><\/span><\/p>\n<h5>Die Mitglieder der Ethikkommission:<\/h5>\n<ul>\n<li>Prof. Udo Di Fabio, Bonn, Verfassungsrichter a.D. (Vorsitzender)<\/li>\n<li>Prof. Matthias Lutz-Bachmann, Professor f\u00fcr Philosophie an der Universit\u00e4t Frankfurt\/M.<\/li>\n<li>Prof. Manfred Broy, emeritierter Professor f\u00fcr Informatik an der TU M\u00fcnchen<\/li>\n<li>Renata Jungo Br\u00fcngger, f\u00fcr Recht zust\u00e4ndiges Vorstandsmitglied der Daimler AG<\/li>\n<li>Ulrich Eichhorn, VW-Entwicklungschef<\/li>\n<li>Prof. Armin Grunwald, Professor f\u00fcr Technikethik an der Universit\u00e4t Karlsruhe<\/li>\n<li>Prof. Dirk Heckmann, Rechtsprofessor an der Universit\u00e4t Passau und bayerischer Verfassungsrichter<\/li>\n<li>Prof. Eric Hilgendorf, Rechtsprofessor an der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg<\/li>\n<li>Prof. Henning Kagermann, Leiter der Nationalen Plattform Elektromobilit\u00e4t und ehemaliger SAP-Chef, Physikprofessor an der TU Braunschweig<\/li>\n<li>Weihbischof Anton Losinger, Augsburg<\/li>\n<li>Prof. Christoph L\u00fctge, Professor f\u00fcr Wirtschaftsethik an der TU M\u00fcnchen<\/li>\n<li>August Markl, ADAC-Pr\u00e4sident und Arzt<\/li>\n<li>Klaus M\u00fcller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands<\/li>\n<li>Kay Nehm, ehemaliger Generalbundesanwalt<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Worten von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt anl\u00e4sslich der Auftaktsitzung soll im Sommer 2017 ein erster Ergebnisbericht vorliegen. 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