{"id":1833711,"date":"2016-09-20T20:24:00","date_gmt":"2016-09-20T20:24:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/hendricks-geht-bei-verkehrswende-in-die-offensive"},"modified":"2016-09-20T20:24:00","modified_gmt":"2016-09-20T20:24:00","slug":"hendricks-geht-bei-verkehrswende-in-die-offensive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1833711","title":{"rendered":"Hendricks geht bei Verkehrswende in die Offensive"},"content":{"rendered":"<p>Umweltministerin Barbara Hendricks begr\u00fcndete ihr Vorgehen damit, dass es im Verkehrsbereich in den vergangenen Jahren zwar Effizienzfortschritte gegeben habe, diese aber durch das Verkehrsmengenwachstum und gr\u00f6\u00dfere Pkw wieder aufgezehrt worden seien. N\u00f6tig sei eine neue Balance zwischen Schutz der Umwelt, Gesundheit der Menschen und dem Bed\u00fcrfnis nach Mobilit\u00e4t. Der auch im Umweltprogramm 2030 verankerte Ansatz ihres Ministeriums sei, durch intelligente Stadtplanung m\u00f6glichst viel Verkehr zu vermeiden und den restlichen Verkehr auf erneuerbare Energien umzustellen.<\/p>\n<h5>Bulc mahnt Verhaltens\u00e4nderung an<\/h5>\n<p>EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc stellte heraus, dass der Verkehr 2030 der gr\u00f6\u00dfte Umweltverschmutzer sein werde, wenn nichts unternommen werde. Um das abzuwenden, reichten neue Technologien nicht aus; n\u00f6tig sei auch ein ge\u00e4ndertes Verhalten.<\/p>\n<p>Sie beklagte, dass die Eisenbahn als der am meisten elektrifizierte Verkehrstr\u00e4ger so wenig aus sich selbst mache. Auf der Bahnmesse Innotrans habe sie am Vormittag aber Signale von den Eisenbahnchefs bekommen, dass sie anfangen, sich selbst Gedanken zu machen.<\/p>\n<p>Um endlich Klarheit \u00fcber die gegenseitigen Beschwerden der Verkehrstr\u00e4ger \u00fcber angebliche unlautere Kostenvorteile zu bekommen, hat die Generaldirektion Verkehr nach ihren Angaben jetzt eine umfassende Erhebung zu allen Geb\u00fchren und Steuern im Verkehrsbereich eingeleitet.<\/p>\n<h5>Tempo 30 f\u00fcr den Klimaschutz?<\/h5>\n<p>Auf der Veranstaltung mit 24 Kleingruppensitzungen stellte unter anderem Heike Aghte von der \u201eEurop\u00e4ischen Gesellschaft f\u00fcr Entschleunigung\u201c eine Initiative f\u00fcr eine Ausweitung von Tempo 30 in den St\u00e4dten vor. W\u00e4hrend die positiven Effekte von Tempo 30 f\u00fcr Verkehrssicherheit und L\u00e4rm unbestritten seien, gebe es immer wieder Zweifel, ob auch die Emissionen von Treibhausgasen zur\u00fcckgehen w\u00fcrden. Das werde inzwischen aber durch zahlreiche lokale Studien belegt, die sie auf der Website <a href=\"http:\/\/www.30kmh.de\/\">www.30kmh.de<\/a> gesammelt habe. Die Emissionsminderung werde haupts\u00e4chlich durch geringere Beschleunigungs- und Abbremsvorg\u00e4nge erzielt. Kritisch wurde aus der Teilnehmerrunde angemerkt, dass mit Tempo 30 auch der ohnehin schon langsame \u00d6PNV mit Bussen zus\u00e4tzlich ausgebremst werde.<\/p>\n<h5>\u00d6PNV-Unternehmen m\u00fcssen autonomes Fahren lernen<\/h5>\n<p>Till Ackermann vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) warnte vor negativen Effekten des autonomen Fahrens auf die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des \u00d6PNV: Damit falle der Vorteil des \u201eGefahren-werdens\u201c weg, die Zeit im Stau sei keine verlorene Zeit mehr. In der Kombination mit einer Ausweitung von Car- oder Ridesharing bestehe die Gefahr, dass neue Anbieter wie Uber den kommunalen \u00d6PNV mit \u201eRobo-Taxis\u201c \u00fcberfl\u00fcssig machen. Die \u00d6PNV-Unternehmen sollten daher selbst diese Gesch\u00e4ftsfelder erschlie\u00dfen; damit sie das k\u00f6nnen, sei allerdings ein Auftrag der Politik n\u00f6tig, den die W\u00e4hler vor Ort einfordern m\u00fcssten. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umweltministerin Barbara Hendricks begr\u00fcndete ihr Vorgehen damit, dass es im Verkehrsbereich in den vergangenen Jahren zwar Effizienzfortschritte gegeben habe, diese aber durch das Verkehrsmengenwachstum und gr\u00f6\u00dfere Pkw wieder aufgezehrt worden seien. N\u00f6tig sei eine neue Balance zwischen Schutz der Umwelt, Gesundheit der Menschen und dem Bed\u00fcrfnis nach Mobilit\u00e4t. Der auch im Umweltprogramm 2030 verankerte Ansatz [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1833711"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1833711"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1833711\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1833711"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1833711"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1833711"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}