{"id":1820317,"date":"2016-08-10T17:14:00","date_gmt":"2016-08-10T17:14:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/handynutzung-am-steuer-ist-keine-folge-von-aufklarungsmangel-mehr"},"modified":"2016-08-10T17:14:00","modified_gmt":"2016-08-10T17:14:00","slug":"handynutzung-am-steuer-ist-keine-folge-von-aufklarungsmangel-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1820317","title":{"rendered":"Handynutzung am Steuer ist keine Folge von Aufkl\u00e4rungsmangel mehr"},"content":{"rendered":"<p>Das ergibt sich aus Ergebnissen einer repr\u00e4sentativen Umfrage f\u00fcr die Unfallforschung der Versicherer (UDV), die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. So halten zum Beispiel 90 Prozent der Autofahrer das Lesen von SMS oder E-Mails w\u00e4hrend des Fahrens f\u00fcr risikoreich oder sehr risikoreich, 27 Prozent tun es aber trotzdem. Das Schreiben von SMS oder E-Mail halten sogar 96 Prozent f\u00fcr mindestens risikoreich, was aber 14 Prozent nicht vom gegenteiligen Handeln abh\u00e4lt.\u201eWeitere Aufkl\u00e4rung ist hier schwierig, weil die Leute \u00fcberzeugt sind, dass sie es nicht sind\u201c, sagte Siegfried Brockmann, Leiter der UDV.<\/p>\n<p>Aufkl\u00e4rungsbedarf sieht er noch beim Telefonieren mit Freisprechanlage, das nur 20 Prozent der Befragten f\u00fcr mindestens risikoreich halten. \u201eBedauerlicherweise sagt die Unfallforschung etwas anderes\u201c, betonte Brockmann und verwies auf unvermeidliche kognitive Ablenkung vom Verkehrsgeschehen.<\/p>\n<h5>Risikogruppe Senioren<\/h5>\n<p>Die Umfrage best\u00e4tigt au\u00dferdem, dass Senioren ab 75 Jahre eine eigene Risikogruppe darstellen. Die Einsch\u00e4tzung, dass die Teilnahme am Stra\u00dfenverkehr die Einhaltung von Regeln erfordert, teilen nur rund 86 Prozent, \u00e4hnlich wenig in der Altersgruppe von 25-34 Jahren. In der Gesamtbev\u00f6lkerung sind es 91 Prozent. Auch das Aufmerksamkeit erforderlich ist, erkennen nur 88 Prozent der Altersgruppe 75+ an. In der Gesamtbev\u00f6lkerung sind es 94 Prozent. Die B\u00fcrger haben das Problem offenbar auch erkannt und bef\u00fcrworten deutlich mit 68 Prozent eine sogenannte \u201eR\u00fcckmeldefahrt\u201c (Fahrt in Begleitung eines Fahrlehrers ohne zwingende rechtliche Konsequenzen) f\u00fcr Fahrer ab 75 Jahre. Noch h\u00f6her f\u00e4llt mit 72 Prozent die Zustimmung zu einem verpflichtenden Sehtest alle 15 Jahre aus. Brockmann bedauerte, dass die Bundesregierung bei der Einf\u00fchrung des EU-Kartenf\u00fchrerscheins nicht die Gelegenheit genutzt habe, zur alle 15 Jahre anstehenden Neuausstellung einen Sehtest vorzuschreiben.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber einer analogen Umfrage von von 2010 gesunken ist die Zustimmung zu einem Tempolimit von 130km\/h auf Autobahnen: Lag sie damals noch bei 56 Prozent, ist sie jetzt unter die 50-Prozent-Schwelle gesunken und liegt bei 47 Prozent. Unver\u00e4ndert nicht mehrheitsf\u00e4hig ist mit 35 Prozent ein allgemeines Tempolimit von 30km\/h innerorts.<\/p>\n<h5>Teilautomatisiertes Fahren: R\u00fcckholen des Fahrers ist hochproblematisch<\/h5>\n<p>Skepsis lie\u00df Brockmann gegen\u00fcber dem teilautomatisierten Fahren durchblicken, wie es mit der \u00c4nderung des Wiener Abkommens angestrebt wird (siehe <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/bund-will-teilautomatisiertes-fahren-ermoeglichen-1780938.html\">hier<\/a>). Tests im Simulator h\u00e4tten gezeigt, dass allein 7 bis 8 Sekunden vergingen, bis ein Fahrer auf Aufforderung wieder das Steuer \u00fcbernommen habe. Insgesamt 12-15 Sekunden vergingen, bis er sich wieder vollst\u00e4ndig im Verkehrsgeschehen orientiere. Sinnvoll hingegen seien Fahrerassistenzsysteme wie Abstandsradar oder Spurhalteassistent, die Fehler des Fahrers korrigierten. (roe)<\/p>\n<\/p>\n<p><b>Externe Links:<\/b><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/udv.de\/download\/file\/fid\/9619\">Studie &#8222;Verkehrsklima in Deutschland 2016&#8220;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/udv.de\/download\/file\/fid\/9629\">Pr\u00e4sentation zur Pressekonferenz<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ergibt sich aus Ergebnissen einer repr\u00e4sentativen Umfrage f\u00fcr die Unfallforschung der Versicherer (UDV), die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. 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