{"id":1815091,"date":"2016-07-26T12:44:00","date_gmt":"2016-07-26T12:44:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/fliegender-hollander-kann-realitat-werden"},"modified":"2016-07-26T12:44:00","modified_gmt":"2016-07-26T12:44:00","slug":"fliegender-hollander-kann-realitat-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1815091","title":{"rendered":"&#8222;Fliegender Holl\u00e4nder&#8220; kann Realit\u00e4t werden"},"content":{"rendered":"<p>Vor zwei Jahren glaubten nur vier Prozent der F\u00fchrungskr\u00e4fte in Reedereien an autonome Schifffahrt. Die am Dienstag ver\u00f6ffentlichte Reederstudie 2016 der Beraterfirma PwC ergab au\u00dferdem, dass die digitalen Vorboten dieses vielleicht doch noch ein wenig utopischen Szenarios bereits eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr die Reeder bedeuten. Nach Technologien zur l\u00fcckenlosen Sendungsverfolgung auf hoher See ist die Durchdringung der Seeschifffahrt mit dem Internet der Dinge ganz nah. Das gilt zum Beispiel f\u00fcr Diagnose und Wartung von Schiffen in Echtzeit aus der Ferne. Damit rechnen laut PwC 87 Prozent der F\u00fchrungskr\u00e4fte der Branche. Dagegen verwiesen sie zu 90 Prozent direkte Investitionen der Internetkonzerne in eigene Schiffe, vergleichbar mit den autonomen Google-Autos, ins Reich der Spekulation.<\/p>\n<\/p>\n<p>Insgesamt ver\u00e4ndere die Digitalisierung tiefgreifend die Gesch\u00e4ftsmodelle der Seeschifffahrt, erkl\u00e4rten die PwC-Berater. Sie schrieben den Reedern ins Auftragsbuch, ihr Selbstverst\u00e4ndnis im Zuge der digitalen Herausforderungen nicht l\u00e4nger nur auf den Schiffstransport zu beschr\u00e4nken, sondern \u201eihr Dienstleistungsportfolio zu vertiefen und die Logistikkette umfassender abzudecken \u2013 nicht nur auf See, sondern auch an Land\u201c, wie es Claus Brandt, der Leiter des Kompetenzzentrums maritime Wirtschaft bei PwC formulierte. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbandes Deutscher Reeder (VDR), Ralf Nagel, versicherte in einer Stellungnahme: \u201eDigitalisierung, Finanzierung, Umweltschutz: Diese Themen werden von den F\u00fchrungskr\u00e4ften in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld angepackt\u201c, weil sie \u00fcber die Zukunftsf\u00e4higkeit der deutschen Handelsschifffahrt entschieden. Nagel lie\u00df es sich nicht nehmen, die deutschen Banken wegen ihrer Zur\u00fcckhaltung bei der Schiffsfinanzierung zu kritisieren und von der Bundesregierung eine Strategie f\u00fcr den maritimen Standort Deutschland einzufordern. Er lobte zugleich die Erh\u00f6hung des Lohnsteuereinbehalts f\u00fcr die an Bord besch\u00e4ftigten Seeleute und die Anpassung der Schiffsbesetzungsverordnung mit Wirkung vom 1. Juni. Das habe \u201eseit Anfang Juni rund ein Dutzend zus\u00e4tzlicher Schiffe unter die deutsche Flagge gebracht\u201c, meldete der VDR.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Beraterfirma r\u00e4umte ein, dass das Marktumfeld problematisch sei. Nur ein Drittel der Reeder rechne mit steigenden Erl\u00f6sen. Das liege sowohl an den steigenden Umweltauflagen als auch an der schwierigen Kreditfinanzierung. Bei der Verbesserung der Umweltbilanz ihrer Flotten tun sich die Reeder schwer, besonders bei der m\u00f6glichen Umstellung auf Fl\u00fcssigerdgas (LNG), weil sie die Weitergabe der entstehenden Kosten an die Kunden f\u00fcr schwierig bis unm\u00f6glich halten. 86 Prozent gehen davon aus, dass der Anteil direkt investierender ausl\u00e4ndischer Fonds an der Finanzierung der Schifffahrtsindustrie steigt. \u00a0(tr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor zwei Jahren glaubten nur vier Prozent der F\u00fchrungskr\u00e4fte in Reedereien an autonome Schifffahrt. Die am Dienstag ver\u00f6ffentlichte Reederstudie 2016 der Beraterfirma PwC ergab au\u00dferdem, dass die digitalen Vorboten dieses vielleicht doch noch ein wenig utopischen Szenarios bereits eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr die Reeder bedeuten. 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