{"id":1792699,"date":"2016-05-11T14:26:00","date_gmt":"2016-05-11T14:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/weiter-streit-um-eisenbahnregulierung"},"modified":"2016-05-11T14:26:00","modified_gmt":"2016-05-11T14:26:00","slug":"weiter-streit-um-eisenbahnregulierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1792699","title":{"rendered":"Weiter Streit um Eisenbahnregulierung"},"content":{"rendered":"<p>\u201e<span><span>Zum Thema &#8211;Regelung f\u00fcr die Entgelte im Schienenpersonennahverkehr (SPNV)&#8211; wird sich die Bundesregierung im weiteren Gesetzgebungsverfahren \u00e4u\u00dfern\u201c, hei\u00dft in der Gegen\u00e4u\u00dferung zur Stellungnahme des Bundesrates. \u201eIn ihre Pr\u00fcfung wird sie den Vorschlag des Bundesrates einbeziehen.\u201c Die L\u00e4nder hatten Ende Januar vorgeschlagen, die maximal zul\u00e4ssige prozentuale Erh\u00f6hung der Entgelte f\u00fcr Trassennutzung und Serviceeinrichtung l\u00e4nderscharf mit der Steigerungsrate der Regionalisierungsmittel zu deckeln. Sollten die Reg-Mittel sogar sinken, m\u00fcssten die Entgelte entsprechend reduziert werden.<\/span><\/span><\/p>\n<\/p>\n<p>Abgelehnt werden unter anderem folgende Forderungen der L\u00e4nder:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>NE-Bahnen grunds\u00e4tzlich aus dem Bereich des ERegG herauszunehmen: \u201e<span><span>Auch nichtbundeseigene Bahnen k\u00f6nnen durchaus Wettbewerbsrelevanz haben\u201c, argumentiert die Bundesregierung. Diese Regelung w\u00fcrde zum einen nicht mit der EU-Richtlinie konform gehen, zum anderen aus dem ERegG de facto ein Einzelfallgesetz f\u00fcr die DB machen.<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span><span>Dar\u00fcber hinaus andere \u00f6rtliche und regionale SPNV-Netze sowie regionale G\u00fcterverkehrsstrecken von der getrennten Rechnungsf\u00fchrung, der Entgeltregulierung und der Regulierung f\u00fcr Trassenzuweisungen auszunehmen: Auch hier h\u00e4lt der Bund mit einem symmetrischen Regulierungsansatz f\u00fcr alle Infrastrukturen dagegen. Statt Spezialregelungen sei es besser, wie vorgesehen die Bundesnetzagentur im Einzelfall zu Befreiungen zu erm\u00e4chtigen.<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span><span>Auf eigener Infrastruktur betriebene S-Bahnnetze der DB in die Regulierung voll hineinzunehmen.<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span><span>Defizite der Infrastrukturunternehmen, die durch die Trassenpreisbremse entstehen, automatisch durch den Bund zu decken: Dadurch w\u00fcrde nach Ansicht des Bundes f\u00fcr die Unternehmen ein Anreiz geschaffen, Kosten in den SPNV-Bereich zu verlagern. Eine solche Defizithaftung w\u00e4re auch mit Risiken f\u00fcr den Bundeshaushalt verbunden. Die L\u00e4nder hingegen wollten damit vermeiden, dass Personenfern- und G\u00fcterverkehr die finanziellen Folgen der Trassenpreisbremse tragen m\u00fcssen.<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span><span>Bei der kalkulatorischen Eigenkapitalverzinsung f\u00fcr die Entgeltermittlung die Gemeinwohlverpflichtung der bundeseigenen Eisenbahnen zu ber\u00fccksichtigen: Diese hat nach Ansicht der Regierung nur der Staat, die Eisenbahninfrastrukturunternehmen seien Unternehmen wie andere auch.<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><span><span>Auf vorsichtige Zustimmung st\u00f6\u00dft der Vorschlag des Bundesrates, ein Anreizsystem einzuf\u00fchren, wie es schon f\u00fcr die Trassennutzung existiert. \u201eDie Verpflichtung, ein Anreizsystem einzuf\u00fchren, ist in diesem Fall sinnvoll, um laufenden Prozessen und Diskussionen zur Qualit\u00e4t von Personenbahnh\u00f6fen nicht die Grundlage zu entziehen\u201c, schreibt die Regierung. Auf den Wunsch der L\u00e4nder, auch die Stationsentgelte von der Netzagentur genehmigen zu lassen, geht die Regierung nicht ein. (roe)<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eZum Thema &#8211;Regelung f\u00fcr die Entgelte im Schienenpersonennahverkehr (SPNV)&#8211; wird sich die Bundesregierung im weiteren Gesetzgebungsverfahren \u00e4u\u00dfern\u201c, hei\u00dft in der Gegen\u00e4u\u00dferung zur Stellungnahme des Bundesrates. \u201eIn ihre Pr\u00fcfung wird sie den Vorschlag des Bundesrates einbeziehen.\u201c Die L\u00e4nder hatten Ende Januar vorgeschlagen, die maximal zul\u00e4ssige prozentuale Erh\u00f6hung der Entgelte f\u00fcr Trassennutzung und Serviceeinrichtung l\u00e4nderscharf mit der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[9],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1792699"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1792699"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1792699\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1792699"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1792699"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1792699"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}