{"id":1790099,"date":"2016-05-02T18:29:00","date_gmt":"2016-05-02T18:29:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/grune-und-cdu-in-stuttgart-experimentierfreudig"},"modified":"2016-05-02T18:29:00","modified_gmt":"2016-05-02T18:29:00","slug":"grune-und-cdu-in-stuttgart-experimentierfreudig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1790099","title":{"rendered":"Gr\u00fcne und CDU in Stuttgart experimentierfreudig"},"content":{"rendered":"<p>\u201e<span><span>Um verl\u00e4sslich planen und bauen zu k\u00f6nnen, wollen wir die Finanzierung unabh\u00e4ngig von einzelnen Haushaltsjahren gestalten und ein Gesamtpaket \u00fcber f\u00fcnf Jahre schn\u00fcren\u201c, hei\u00dft es. Der Schwerpunkt soll auf Erhalt und Sanierung liegen. Der 2010 noch unter Schwarz-Gelb verabschiedete Generalverkehrsplan bis 2015 \u2013 das Geenst\u00fcck zum Bundesverkehrswegeplan \u2013 soll zur Halbzeit \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/span><\/span><\/p>\n<h5><span><span>Weitere Eckpunkte des Koalitionsvertrags:<\/span><\/span><\/h5>\n<p><b>Stra\u00dfe:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li><span><span><span>F\u00fcr die Projekte im BVWP 2030 wollen die Koalitionspartner zusammen mit dem Bund \u201eeine mit fachlich und sachlich nachvollziehbaren und transparenten Kriterien gest\u00fctzte Reihenfolge der Umsetzung\u201c erarbeiten. Der erste Anlauf von Gr\u00fcn-Rot, die Projekte im alten BVWP zu priorisieren, war vom Bund wiederholt unterlaufen worden.<\/span><\/span><\/span><\/li>\n<li><span><span><span>Beim Streitthema Auftragsverwaltung sind sich Gr\u00fcne und CDU einig: \u201eWir setzen uns f\u00fcr eine weitere Optimierung der Auftragsverwaltung der Bundesfernstra\u00dfen durch die L\u00e4nder ein. Eine Zentralisierung der Aufgaben in einer Bundesgesellschaft f\u00fcr das Autobahnnetz lehnen wir ab.\u201c Beendet wird die unter Gr\u00fcn-Rot gestartete Diskussion, ob die derzeit dezentral organisierte Stra\u00dfenbauverwaltung wieder aus den Regierungspr\u00e4sidien herausgeholt wird. Sie soll zwar personell gest\u00e4rkt werden, aber <\/span><\/span><\/span><span><span>unter grunds\u00e4tzlicher Beibehaltung der bisherigen Strukturen optimiert werden. \u201eEinen Landesbetrieb Stra\u00dfe werden wir nicht einrichten.\u201c <\/span><\/span><\/li>\n<li><span><span><span>Wenig \u00fcberraschend ist die Zusage, den Feldversuch mit Lang-LKW (weiter) konstruktiv zu begleiten. \u201eF\u00fcr eine generelle Zulassung von Lang-LKW im Regelbetrieb ist f\u00fcr uns Voraussetzung, dass die Vorteile \u00fcberwiegen und diese mit einer St\u00e4rkung des kombinierten Verkehrs einhergeht.\u201c<\/span><\/span><\/span><\/li>\n<li><span><span>Der besondere Leidensdruck durch die Smogsituation im Stuttgarter Kessel hat offenbar dazu gef\u00fchrt, dass sich nun auch die CDU \u201eauf Bundesebene die Planungen zur Einf\u00fchrung einer blauen Plakette f\u00fcr besonders schadstoffarme Fahrzeuge konstruktiv begleiten\u201c will. \u201eHierbei werden wir insbesondere die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen im Blick behalten und auf angemessene \u00dcbergangsfristen hinwirken.\u201c<\/span><\/span><\/li>\n<li><span><span><span>In Sachen Elektromobilit\u00e4t planen die Partner offenbar eine am \u201eSchaufenster\u201c-Ansatz des Bundes angelehnte \u201e<\/span><\/span><\/span><span><span>Initiative Elektromobilit\u00e4t 3\u201c. Investiert werden soll in Ladeinfrastruktur, ausgew\u00e4hlte Fahrzeugflotten und innovative Vorhaben der Elektromobilit\u00e4t und anderer alternativer Antriebe. <\/span><\/span><\/li>\n<li><span><span>Beim Zukunftsthema \u201eA<\/span><\/span>utonomes Fahren\u201c sollen <span><span>Modellvorhaben im Individual- und G\u00fcterverkehr sowie im \u00f6ffentlichen Verkehr umgesetzt werden. In Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie sollen Teststrecken auf Autobahnen und im nachgeordneten Stra\u00dfennetz eingerichtet werden.<\/span><\/span><\/li>\n<li><span><span>Einen Achtungserfolg kann die CDU beim Reizthema Querungshilfen f\u00fcr Wildtiere verbuchen: Ihre Notwendigkeit wird zwar nicht angezweifelt, weiter hei\u00dft es aber: \u201e<\/span><\/span><span><span><span>Mit dem Ziel einer Kosten- und Fl\u00e4cheneinsparung werden wir bestehende Standards im Stra\u00dfenbau und beim Bau von Gr\u00fcn- und Wildtierbr\u00fccken auf den Pr\u00fcfstand stellen.\u201c<\/span><\/span><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Schiene<\/b><\/p>\n<ul>\n<li><span><span>Die Partner bekennen dazu, den z\u00fcgigen Ausbau der Rheintalbahn mit einer Mitfinanzierung der Mehrkosten f\u00fcr deren menschen- und umweltgerechten Ausbau \u201eim beschlossenen Finanzrahmen\u201c zu f\u00f6rdern. <\/span><\/span><\/li>\n<li><span><span>F\u00fcr noch nicht elektrifizierte Bahnstrecken ist eine \u201eElektrifizierungsoffensive\u201c geplant: Entweder durch den Bau von Oberleitung \u201eoder mit Hilfe innovativer fahrzeugseitiger L\u00f6sungen (alternative Antriebsformen wie zum Beispiel Brennstoffzelle oder Hybridtechnologie)\u201c.<\/span><\/span><\/li>\n<li>Im Streit um eine Aufstockung des Landesanteils am Bahnprojekt Stuttgart 21 erh\u00e4lt die Landesregierung Bewegungsspielraum. Das Land <span><span>beteiligt sich mit einem Zuschuss entsprechend den Regelungen im Finanzierungsvertrag, hei\u00dft es zun\u00e4chst kompromisslos, implizit aufweichend folgt: \u201eWir werden die Interessen des Landes im Vertragsrahmen bestm\u00f6glich wahren. Dabei h\u00e4lt das Land in den Sprechklauselgespr\u00e4chen am Ziel fest, dass \u00fcber die im Vertrag genannten Kostenanteile in H\u00f6he von 930,6 Mio. EUR hinaus von Seiten des Landes keine Zahlungen zu leisten sind.\u201c<\/span><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><b>\u00d6PNV<\/b><\/p>\n<ul>\n<li><span><span>Vage formuliert sind die Aussagen zum Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG), das bisher aus Entflechtungsmitteln gespeist wird. Dessen <\/span><\/span>finanzielle Ausstattung m\u00fcsse auch nach <span><span>dem Auslaufen der Entflechtungsmittel im Jahr 2019 gesichert werden. Ob das Land mit Eigenmitteln einspringt, falls keine Anschlussregelung mit dem Bund gefunden wird, bleibt offen. Von den 165 Mio. EUR sollen 15 Mio. EUR in den Rad- und Fu\u00dfwegebau flie\u00dfen, der Rest h\u00e4lftig in \u00d6PNV und kommunalen Stra\u00dfenbau.<\/span><\/span><\/li>\n<li><span><span>Gepr\u00fcft werden soll, ob es sinnvoll ist, einen Landesnahverkehrsplan zu erarbeiten.<\/span><\/span><\/li>\n<li><span><span>F\u00fcr die \u201elandeseigenen\u201c Regiobuslinien sollen bis zu 10 Mio. EUR j\u00e4hrlich aus Regionalisierungsmitteln flie\u00dfen.<\/span><\/span><\/li>\n<li><span><span>Um die in Baden-W\u00fcrttemberg dominierende Verkehrsverbunds-Kleinstaaterei zu \u00fcberwinden, will das Land Zusammenschl\u00fcsse von Verb\u00fcnden \u201edurch Anreize im Rahmen der Neugestaltung der Verbundforderung unterst\u00fctzen\u201c. Zwang soll es nicht geben: \u201eEntsprechende Initiativen m\u00fcssen von kommunaler Seite ausgehen.\u201c <\/span><\/span><\/li>\n<li><span><span>F\u00fcr die Ausgleichsmittel f\u00fcr die Sch\u00fclerbef\u00f6rderung im \u00d6PNV (PBefG \u00a7 45a) wollen Gr\u00fcne und CDU \u201eein schl\u00fcssiges und zeitgem\u00e4\u00dfes Nachfolgesystem\u201c entwickeln. \u201eDas Land stellt hierf\u00fcr zus\u00e4tzliche Finanzmittel zur Verf\u00fcgung, sofern auch die kommunale Seite bereit ist, sich in gleicher Weise zu engagieren.\u201c<\/span><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span><span><b>Externer Link:<\/b> <a href=\"http:\/\/www.cdu-bw.de\/uploads\/media\/2016-05-02-Entwurf-Koalitionsvertrag.pdf\">Entwurf des Koalitionsvertrags<\/a> auf der CDU-Website<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUm verl\u00e4sslich planen und bauen zu k\u00f6nnen, wollen wir die Finanzierung unabh\u00e4ngig von einzelnen Haushaltsjahren gestalten und ein Gesamtpaket \u00fcber f\u00fcnf Jahre schn\u00fcren\u201c, hei\u00dft es. 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