{"id":1781247,"date":"2016-04-15T10:39:00","date_gmt":"2016-04-15T10:39:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/bundesstrasenmaut-gewinnt-konturen"},"modified":"2016-04-15T10:39:00","modified_gmt":"2016-04-15T10:39:00","slug":"bundesstrasenmaut-gewinnt-konturen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1781247","title":{"rendered":"Bundesstra\u00dfenmaut gewinnt Konturen"},"content":{"rendered":"<p>Wie es im Begr\u00fcndungsteil hei\u00dft, werden aus der Mautausweitung Mehreinnahmen bis zu 2 Mrd. EUR erwartet. Das deckt sich grob mit den Berechnungen des Wegekostengutachtens 2013-2017. Damals waren f\u00fcr alle Lkw auf \u201esonstigen\u201c Bundesstra\u00dfen durchschnittliche Wegekosten von 2,3 Mrd. EUR ermittelt worden. F\u00fcr Euro-VI-Lkw \u00fcber 12t h\u00e4tte sich daraus ein durchschnittlicher Mautsatz von gut 31 Cent\/km ergeben. F\u00fcr Autobahnen waren es im Vergleich dazu 12,6 Cent\/km. Die tats\u00e4chlich m\u00f6gliche H\u00f6he der Bundesstra\u00dfenmaut wird aber erst im Wegekostengutachten 2018-2022 ermittelt.<\/p>\n<p>Angestrebter Starttermin f\u00fcr die Bundesstra\u00dfenmaut ist der 1. Juli 2018, wobei sich das BMVI die M\u00f6glichkeit offenhalten will, den Termin per Verordnung verschieben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h5>Zinsen stellen erneut Mauts\u00e4tze in Frage<\/h5>\n<p>Nicht auszuschlie\u00dfen ist dabei, dass die Mauts\u00e4tze erneut sinken m\u00fcssen: Bei einer Veranstaltung des ADAC am Donnerstag \u00e4u\u00dferte Prof. Alexander Eisenkopf von Zeppelin-Universit\u00e4t Friedrichshafen die Erwartung, dass die gegenw\u00e4rtige Nullzinsphase noch mehrere Jahre andauern werde. Die kalkulatorischen Zinsen haben im alten Wegekostengutachten jedoch die 30 bis 40 Prozent der Wegekosten ausgemacht.<\/p>\n<h5>Einbeziehung weiterer Fahrzeugklassen wird gepr\u00fcft<\/h5>\n<p>Erstmals ber\u00fccksichtigt werden Elektro- und Elektrohybrid-Lkw. Sie werden alle in die g\u00fcnstigste Mautklasse eingeordnet.<\/p>\n<p>Nicht erkennbar ist hingegen, ob die Mauts\u00e4tze st\u00e4rker nach Gewicht oder Achslast differenziert werden sollen. Eine entsprechende Pr\u00fcfbitte hatte der Bundestag anl\u00e4sslich der st\u00e4rkeren Achszahldifferenzierung ge\u00e4u\u00dfert. Das BMVI sagt im Gesetzentwurf aber zu, bis Ende 2017 zu pr\u00fcfen, ob auch Lkw zwischen 3,5 und 7,5t sowie Fernbusse in die Mautpflicht einbezogen werden sollen.<\/p>\n<h5>Weiter Mautkompensation<\/h5>\n<p>Unver\u00e4ndert bleiben die Mautkompensationsleistungen: 150 Mio. EUR sollen als Ausgleich f\u00fcr die Absenkung der Kfz-Steuer einbehalten werden, 450 Mio. EUR sind f\u00fcr die F\u00f6rderprogramme f\u00fcr das einheimische Lkw-Gewerbe eingeplant.<\/p>\n<h5>Gr\u00f6\u00dfere St\u00e4dte erhalten Mautanteile aus Bundesstra\u00dfen<\/h5>\n<p>Eine neue Herausforderung sind die rund 8 Prozent Bundesstra\u00dfen, die in die Baulast von gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten fallen. Laut Gesetzestext sollen die auf diesen Abschnitten erzielten Nettoeinnahmen den Kommunen zweckgebunden f\u00fcr diese Stra\u00dfen zuflie\u00dfen. Ein Schl\u00fcssel, um die Einnahmen zu ermitteln und zuzuweisen, m\u00fcsse jedoch noch ermittelt werden, schreibt das BMVI.<\/p>\n<h5>Datenerfassung wird umgestellt<\/h5>\n<p>Wie erwartet wird die Erfassung der gefahrenen Mautstrecke umgestellt: Statt wie bisher die Betr\u00e4ge im Bordger\u00e4t selbst anhand einer dort hinterlegten Stra\u00dfenkarte zu ermitteln, sollen k\u00fcnftig nur die durchfahrenen Knotenpunkte per Mobilfunk an das zentrale Rechensystem \u00fcbermittelt werden, das daraus dann die geschuldete Maut berechnet (Konzept der \u201eLean OBU\u201c). (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie es im Begr\u00fcndungsteil hei\u00dft, werden aus der Mautausweitung Mehreinnahmen bis zu 2 Mrd. EUR erwartet. Das deckt sich grob mit den Berechnungen des Wegekostengutachtens 2013-2017. Damals waren f\u00fcr alle Lkw auf \u201esonstigen\u201c Bundesstra\u00dfen durchschnittliche Wegekosten von 2,3 Mrd. EUR ermittelt worden. 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