{"id":1780401,"date":"2016-04-12T18:49:00","date_gmt":"2016-04-12T18:49:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/brennstoffzelle-und-batterie-gleichberechtigt"},"modified":"2016-04-12T18:49:00","modified_gmt":"2016-04-12T18:49:00","slug":"brennstoffzelle-und-batterie-gleichberechtigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1780401","title":{"rendered":"Brennstoffzelle und Batterie gleichberechtigt"},"content":{"rendered":"<p>\u201eIn den Smart kriegen wir keinen Brennstoffzellenantrieb rein\u201c, erl\u00e4uterte Thomas Weber, Bereichsleiter Forschung bei Daimler. Zudem m\u00fcsse ein global agierender Konzern ein breites Portfolio anbieten k\u00f6nnen. Klaus Bonhoff, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der staatlich gef\u00f6rderten Wasserstoffinitiative NOW, machte anhand einer Aufstellung von Toyota deutlich, dass sich Brennstoffzellenantrieb im Vergleich zum Batterieantrieb aufgrund der h\u00f6heren Systemkosten erst ab einer Reichweite von rund 350km rechne. Auch Jorge Chatzimarkakis von der europ\u00e4ischen Initiative Hydrogen Europe warnte vor einseitigen Parteinahmen: \u201eDekarbonisierung ist gleich Elektrifizierung. Was wir peinlichst vermeiden m\u00fcssen, ist die Diskussion, ob Batterieantrieb oder Brennstoffzellenantrieb &#8211;besser&#8211; ist \u2013 es geht nur mit beiden.<\/p>\n<h5>Koreaner und Japaner gehen voran<\/h5>\n<p>Am Rande der Konferenz war mehrfach Unverst\u00e4ndnis zu h\u00f6ren, dass die deutschen Automobilhersteller trotz angeblicher serienreifer Entwicklungen noch nicht auf dem deutschen Markt aktiv seien, sondern Hyundai mit dem iX 35 und Toyota mit dem Mirai den Vortritt lie\u00dfen. Hyundai will ab Sommer in M\u00fcnchen Carsharing mit iX 35 unter der Marke \u201eBee Zero\u201c anbieten, um Erfahrungen im Alltagsbetrieb zu sammeln. Weber zufolge wird Daimler 2017 einen GLC mit Brennstoffzellenantrieb auf den Markt bringen.<\/p>\n<h5>Wasserstofftankstellen werden kosteng\u00fcnstiger<\/h5>\n<p>Der Aufbau des Wasserstoff-Tankstellennetzes geht unterdessen voran, wenn auch nicht so schnell, dass BMW seine Vorf\u00fchrfahrzeuge mit eigener Kraft von M\u00fcnchen nach Berlin bringen konnte. Deutschlandweit gibt es aktuell 20 Standorte, mit Schwerpunkt in den westdeutschen Ballungsr\u00e4umen und Berlin. Bis Ende 2016 sollen es 50 Tankstellen werden, bis 2018 100 Tankstellen (<a href=\"http:\/\/h2-mobility.de\/#mission\">Karte von H2Mobility<\/a>), jeweils ohne R\u00fccksicht auf die Fahrzeugzahl. Der weitere Aufbau des Netzes bis zur Zielmarke von 400 Tankstellen im Jahr 2023 soll sich am Flottenaufwuchs orientieren. Der Bund unterst\u00fctzt den Aufbau finanziell, da die Unternehmen bis dahin mit dem Betrieb von Wasserstofftankstellen Verluste machen werden. Bernd Eulitz, Vorstand beim Gasehersteller Linde, hob hervor, dass sein Unternehmen Erdgastankstellen seit 2014 in Serie herstelle. Inzwischen liege der Preis je Tankstelle bei knapp unter 1 Mio. EUR \u2013 2008 waren auch noch 2 Mio. EUR.<\/p>\n<p>Bonhoff bedauerte, dass die Genehmigung von Wasserstofftankstellen durch die Beh\u00f6rden immer noch auf Schwierigkeiten sto\u00dfe. Die NOW habe daher unter <a href=\"http:\/\/h2-genehmigung.de\/\">h2-genehmigung.de<\/a> einen Leitfaden ins Internet gestellt.<\/p>\n<h5>China: Schiene und Fahrrad sind auch Teil der Elektromobilit\u00e4t<\/h5>\n<p>Der chinesische Verkehrsminister Wan Gang, mit dem Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am Dienstag eine Forschungszusammenarbeit beim Brennstoffzellenantrieb vereinbarte, machte deutlich, dass sein Land zwar ebenfalls zweigleisig auf Batterieantrieb und Brennstoffzelle setze. Fester Bestandteil der chinesischen Variante einer \u201egr\u00fcnen und smarten\u201c Mobilit\u00e4t seien aber auch ein attraktiver elektrischer \u00f6ffentlicher Verkehr und das elektrische angetriebene Fahrrad. \u201e700 Autos auf 1000 Einwohner wie in den westlichen L\u00e4ndern sind nicht erstrebenswert \u2013 dann stehen die Stra\u00dfen voll und wir gehen alle zu Fu\u00df.\u201c (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIn den Smart kriegen wir keinen Brennstoffzellenantrieb rein\u201c, erl\u00e4uterte Thomas Weber, Bereichsleiter Forschung bei Daimler. Zudem m\u00fcsse ein global agierender Konzern ein breites Portfolio anbieten k\u00f6nnen. 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