{"id":1777200,"date":"2016-03-31T15:36:00","date_gmt":"2016-03-31T15:36:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/umweltschutzer-lassen-kein-gutes-haar-am-bvwp-2030"},"modified":"2016-03-31T15:36:00","modified_gmt":"2016-03-31T15:36:00","slug":"umweltschutzer-lassen-kein-gutes-haar-am-bvwp-2030","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1777200","title":{"rendered":"Umweltsch\u00fctzer lassen kein gutes Haar am BVWP 2030"},"content":{"rendered":"<p>Alle Verb\u00e4nde monierten, dass der BVWP wie schon die vorhergehenden Pl\u00e4ne nur sektorale Auflistungen und auch nicht den Ansatz einer grunds\u00e4tzlichen Wende enthalte, etwa indem die Verkehrsverlagerung von der Stra\u00dfe auf die Schiene gef\u00f6rdert w\u00fcrde. \u201eDer alte BVWP wird weiter abgearbeitet\u201c, sagte Tschimpke. Weiger bem\u00e4ngelte, dass weitere 500 Ortsumgehungen in dem Plan enthalten seien. \u201eDamit entsteht praktisch ein zweites Autobahnnetz aus solchen oft vierspurigen Umfahrungen.\u201c Zu den Autobahn-Neu- und Ausbauprojekten bemerkte er, dass in keinem Fall statt des Ausbaus auf vier oder mehr Fahrstreifen eine \u201eZwei-plus-eins\u201c-L\u00f6sung vorgesehen sei, die bei niedrigem Verkehrsaufkommen voll ausreiche. Dabei handelt es sich um dreispurige Trassen, auf denen die mittlere Fahrspur abwechselnd f\u00fcr beide Richtungen als \u00dcberholspur ausgelegt ist.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Deutschen Naturschutz-Rings, Helga Inden-Heinrich, kritisierte, dass die Strategische Umweltpr\u00fcfung in dem BVWP-Entwurf \u201efaktisch keine Rolle\u201c spiele. Statt eine die Verkehrstr\u00e4ger verkn\u00fcpfende Strategie erkennen zu lassen, versammele der Plan \u201ewiderspr\u00fcchliche und willk\u00fcrliche Einzelentscheidungen\u201c. \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich der VCD-Bundesvorsitzende Michael Ziesak. Statt kapazit\u00e4tsorientierte Entscheidungen aufgrund der Basisdaten von DB Netz und Toll Collect zu f\u00e4llen, habe sich das Bundesverkehrsministerium lediglich Wunschlisten der L\u00e4nder und von Bundestagsabgeordneten abgeholt.<\/p>\n<\/p>\n<p>NABU-Pr\u00e4sident Olaf Tschimpke sagte, die Beteiligung der Umweltverb\u00e4nde am Verkehrswegeplan sei deshalb so wichtig, weil es nach der Annahme des Werks durch den Bundestag praktisch kein legales Mittel mehr gebe, die Notwendigkeit eines im BVWP als vordringlicher Bedarf festgehaltenen Projekts zu bestreiten. \u201eDann k\u00f6nnen wir nur noch mit der Mopsfledermaus kommen, und damit wird der Naturschutz gegen Arbeitspl\u00e4tze oder den L\u00e4rmschutz der Bev\u00f6lkerung ausgespielt und l\u00e4cherlich gemacht\u201c, sagte auch Ziesak. Der Verkehrsexperte des BUND, Werner Reh, sicherte dennoch zu, seine Organisation werde mindestens 200 Stellungnahmen zu Einzelprojekten fristgerecht abgeben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Bundesverkehrswegeplan listet Stra\u00dfen-, Schienen- und Wasserstra\u00dfenbauma\u00dfnahmen nach Dringlichkeit auf. Der am 21. vorgestellte Plan hat ein Rekord-Investitionsvolumen von 264,5 Milliarden Euro bis 2030. Nach Angaben der Verb\u00e4nde ist er damit aber mit rund 100 Milliarden unterfinanziert. \u201eVielfach wird der Bau schlicht durch Geldmangel verhindert\u201c, r\u00e4umte Weiger ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle Verb\u00e4nde monierten, dass der BVWP wie schon die vorhergehenden Pl\u00e4ne nur sektorale Auflistungen und auch nicht den Ansatz einer grunds\u00e4tzlichen Wende enthalte, etwa indem die Verkehrsverlagerung von der Stra\u00dfe auf die Schiene gef\u00f6rdert w\u00fcrde. \u201eDer alte BVWP wird weiter abgearbeitet\u201c, sagte Tschimpke. 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