{"id":1765616,"date":"2015-10-30T12:12:00","date_gmt":"2015-10-30T12:12:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/investitionshochlauf-geht-an-schiene-und-wasserstrase-vorbei"},"modified":"2015-10-30T12:12:00","modified_gmt":"2015-10-30T12:12:00","slug":"investitionshochlauf-geht-an-schiene-und-wasserstrase-vorbei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1765616","title":{"rendered":"Investitionshochlauf geht an Schiene und Wasserstra\u00dfe vorbei"},"content":{"rendered":"<\/p>\n<ul><\/p>\n<li><strong>Schiene rutscht trotz Sch\u00f6nrechnen tief ins Minus<\/strong><\/li>\n<p><\/p>\n<li><strong>Investitionsr\u00fcckgang auch bei der Wasserstra\u00dfe <span style=\"color: #ff0000;\">(pr\u00e4zisiert 16.11.2015)<\/span><br \/><\/strong><\/li>\n<p><\/p>\n<li><strong>Im Stra\u00dfenbau nehmen fast alle L\u00e4nder mehr Geld ab als zugebilligt<\/strong><\/li>\n<p><\/p>\n<li><strong>NRW hat sein Planungstief \u00fcberwunden<\/strong><\/li>\n<p><\/ul>\n<p>In den drei vergangenen Jahren wurden immer mehr Mittel f\u00fcr Aus- und Neubau von Schiene und Wasserstra\u00dfe nicht verbaut. Nur in die Bundesfernstra\u00dfen konnte durchgehend mehr investiert werden als in den Haushalten zugebilligt war. Bayern hat davon am meisten profitiert. <!--more-->Das geht aus der Antwort des BMVI auf eine Kleine Anfrage der Gr\u00fcnen hervor.<\/p>\n<h5>Schiene rutscht trotz Sch\u00f6nrechnen tief ins Minus<\/h5>\n<p>Bei den Bundesschienenwegen hat sich die Schere offiziell erst 2014 ge\u00f6ffnet. Zu ber\u00fccksichtigen ist dabei allerdings, dass f\u00fcr 2013 und 2014 jeweils 250 Mio. EUR f\u00fcr Bedarfsplanvorhaben auf die LuFV umgewidmet worden waren, weil die DB absehbar nicht in der Lage war, das Geld f\u00fcr Bedarfsplanprojekte zu verwenden. Damit ist 2012 das letzte Jahr, in dem die DB den Haushaltsansatz tats\u00e4chlich ausgesch\u00f6pft hat. Im strengen Haushaltsvergleich Soll\/Ist ergeben sich aber folgende Zahlen:<\/p>\n<ul><\/p>\n<li>2012: +200 Mio. EUR\/+21,8 Prozent<\/li>\n<p><\/p>\n<li>2013: +56 Mio. EUR\/+5,6 Prozent<\/li>\n<p><\/p>\n<li>2014: -324 Mio. EUR\/-25.2 Prozent<\/li>\n<p><\/ul>\n<p>Bemerkenswert ist, dass die tats\u00e4chlichen Bedarfsplanausgaben der DB entgegen dem angestrebten \u201eInvestitionshochlauf\u201c sogar gesunken sind und 2014 unter der Schwelle von 1 Mrd. EUR lagen.<\/p>\n<ul><\/p>\n<li>2012: 1,119 Mrd. EUR<\/li>\n<p><\/p>\n<li>2013: 1,064 Mrd. EUR<\/li>\n<p><\/p>\n<li>2014: 966 Mio. EUR<\/li>\n<p><\/ul>\n<p>Das BMVI betont, dass das Geld nicht verloren sei sei. \u201eNicht verausgabte Restmittel im Bedarfsplan stehen weiterhin zur Verf\u00fcgung\u201c, hei\u00dft es <a href=\"http:\/\/dipbt.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/064\/1806453.pdf\" target=\"_blank\">in der Antwort<\/a>.<\/p>\n<h5>Investitionsr\u00fcckgang auch bei der Wasserstra\u00dfe<\/h5>\n<p>\u00c4hnlich sieht es bei der Wasserstra\u00dfe aus. Auch hier sanken die Ist-Ausgaben f\u00fcr Ersatz-, Aus- und Neubau entgegen dem eigentlich geplanten \u201eInvestitionshochlauf\u201c. <span style=\"color: #ff0000;\">Betrachtet wurden allerdings nur die Ausgaben aus dem Haushaltskapitel 1203, die Investitionen aus den Investitionsbeschleunigungsprogrammen blieben unber\u00fccksichtigt (siehe <a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=2682\">hier<\/a>).<\/span><\/p>\n<ul><\/p>\n<li>2012: 459 Mio. EUR<\/li>\n<p><\/p>\n<li>2013: 409 Mio. EUR<\/li>\n<p><\/p>\n<li>2014: 365 Mio. EUR<\/li>\n<p><\/ul>\n<p>Der R\u00fcckgang wurde nur teilweise durch steigende Ausgaben f\u00fcr die Erhaltung der verkehrlichen Infrastruktur kompensiert:<\/p>\n<ul><\/p>\n<li>2012: 210 Mio. EUR<\/li>\n<p><\/p>\n<li>2013: 221 Mio. EUR<\/li>\n<p><\/p>\n<li>2014: 256 Mio. EUR<\/li>\n<p><\/ul>\n<p>In Summe konnte ein steigender Anteil der eingeplanten Mittel nicht verbaut werden:<\/p>\n<ul><\/p>\n<li>2012: -90 Mio. EUR\/-11,9 Prozent<\/li>\n<p><\/p>\n<li>2013: -172 Mio. EUR\/-21,5 Prozent<\/li>\n<p><\/p>\n<li>2014: -186 Mio. EUR\/-23,0 Prozent<\/li>\n<p><\/ul>\n<p><\/p>\n<h5>Im Stra\u00dfenbau nehmen fast alle L\u00e4nder mehr Geld ab als zugebilligt<\/h5>\n<p>Die Stra\u00dfe zeigte sich trotz der Investitionsbeschleunigungsprogramme und des Investitionshochlaufs in der Lage, mehr Mittel zu verbauen als eingeplant waren. Zwischen Neu- und Ausbau einerseits und Erhalt andererseits wird dabei in der Antwort des BMVI nicht differenziert.<\/p>\n<ul><\/p>\n<li>2012: +513 Mio. EUR\/+8,7 Prozent<\/li>\n<p><\/p>\n<li>2013: +306 Mio. EUR\/+4,8 Prozent<\/li>\n<p><\/p>\n<li>2014: +506 Mio. EUR\/+8,3 Prozent<\/li>\n<p><\/ul>\n<p><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Verteilung der Mehrausgaben auf die L\u00e4nder ist allerdings sehr unterschiedlich. Mit Abstand gr\u00f6\u00dfter Profiteur ist traditionell Bayern, dass sich f\u00fcr die immer wieder auftretenden Sonderprogramme mit einem Vorrat von baureifen Schubladenprojekten gewappnet hat. Aktuell sollen die Schubladen aber selbst in Bayern weitgehend leer sein, so dass sich das Bild bald wandeln kann.<\/p>\n<h5 align=\"JUSTIFY\">NRW hat sein Planungstief \u00fcberwunden<\/h5>\n<p><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><a href=\"\/fm\/5571\/Bundesfernstrassen-Ausschoepfung-Verfuegungsrahmen-2012-2014-absolut.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-2502 alignleft\" alt=\"Bundesfernstrassen-Ausschoepfung-Verfuegungsrahmen-2012-2014-absolut\" width=\"300\" height=\"179\" src=\"http:\/\/verkehrsbrief.knowe.de\/fm\/5571\/Bundesfernstrassen-Ausschoepfung-Verfuegungsrahmen-2012-2014-absolut-300x179.jpg\"><\/a>Nicht ausgesch\u00f6pfte Mittel in den Fl\u00e4chenstaaten gab es punktuell in NRW (2013: 40,9 Mio. EUR), Th\u00fcringen (2012: 14,9 Mio. EUR) und Baden-W\u00fcrttemberg 2013: 6,4 Mio. EUR). Die Schwankungen in den Stadtstaaten Bremen und Berlin sowie im Saarland sind dadurch zu erkl\u00e4ren, dass Verz\u00f6gerungen bei einzelnen Projekten (zum Beispiel A281, A100) oder auch nur &#8222;haushalterische Unwuchten&#8220; (zu sp\u00e4t eingereichte Rechnungen) hier besonders ins Gewicht fallen. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schiene rutscht trotz Sch\u00f6nrechnen tief ins Minus Investitionsr\u00fcckgang auch bei der Wasserstra\u00dfe (pr\u00e4zisiert 16.11.2015) Im Stra\u00dfenbau nehmen fast alle L\u00e4nder mehr Geld ab als zugebilligt NRW hat sein Planungstief \u00fcberwunden In den drei vergangenen Jahren wurden immer mehr Mittel f\u00fcr Aus- und Neubau von Schiene und Wasserstra\u00dfe nicht verbaut. Nur in die Bundesfernstra\u00dfen konnte durchgehend [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1765616"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1765616"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1765616\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1765616"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1765616"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1765616"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}