{"id":1753,"date":"2015-08-31T17:28:58","date_gmt":"2015-08-31T15:28:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/strasenbaupaket-des-bundes-gefahrdet-landesstrasenerhalt"},"modified":"2015-08-31T18:18:32","modified_gmt":"2015-08-31T16:18:32","slug":"strasenbaupaket-des-bundes-gefahrdet-landesstrasenerhalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1753","title":{"rendered":"Stra\u00dfenbaupaket des Bundes gef\u00e4hrdet Landesstra\u00dfenerhalt"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Landesstra\u00dfen in Rheinland-Pfalz zu 71 Prozent abgenutzt<\/strong><\/li>\n<li><strong>LBM-Erhaltungsstrategie wirkt nicht gegen Substanzverzehr<\/strong><\/li>\n<li><strong>Rechnungshof fordert Netzzustandsberichte<\/strong><\/li>\n<li><strong>Regierung soll Landtag mit Qualit\u00e4tszenarien konfrontieren<\/strong><\/li>\n<li><strong>Ministerium verteidigt Strategie des LBM<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Landesrechnungshof Rheinland-Pfalz warnt davor, den Landesbetrieb Mobilit\u00e4t (LBM) mit der Abwicklung der zus\u00e4tzlichen Investitionen in die Bundesfernstra\u00dfen so zu \u00fcberfordern, dass die Erhaltung der Landesstra\u00dfen gef\u00e4hrdet wird. <!--more-->Die Personalausstattung des LBM lassen \u201ekeine wesentlichen Spielr\u00e4ume mehr f\u00fcr die Abwicklung zus\u00e4tzlicher Baumittel, wie es beispielsweise das vom Bund geplante Investitionspaket mit Stra\u00dfenbauma\u00dfnahmen im Umfang von 293 Mio. \u20ac in Rheinland-Pfalz vorsieht\u201c, hei\u00dft es in einer <a href=\"http:\/\/www.rechnungshof-rlp.de\/icc\/internet\/med\/674\/67430e14-fe67-5f41-b4e0-2f23040d17ef,11111111-1111-1111-1111-111111111111.pdf\" target=\"_blank\">Studie des Rechnungshofs<\/a>. \u201eDies sollte Anlass sein, die finanzielle und personelle Ressourcenplanung des LBM zu \u00fcberdenken und zu pr\u00fcfen, wie das absehbare h\u00f6here Investitionsvolumen so abgewickelt werden kann, dass sich dies nicht zulasten der Erhaltung des Landesstra\u00dfennetzes auswirkt.\u201c<\/p>\n<h5>Landesstra\u00dfen in Rheinland-Pfalz zu 71 Prozent abgenutzt<\/h5>\n<p>Dabei sei das Landesstra\u00dfennetz in einem beklagenswerten Zustand. Der Restbuchwert der Landesstra\u00dfen betrage nur noch 43 Prozent der Anschaffungskosten (sog. Modernit\u00e4tsgrad). Der Anlagenabnutzungsgrad sei auf 71 Prozent gestiegen \u2013 das hei\u00dft, dass das Landesstra\u00dfennetz rechnerisch fast drei Viertel seiner Nutzungsdauer erreicht hat. Nach der Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) von 2012 befinden sich fast 4000 km oder 55 Prozent des Netzes in einem problematischen bis sehr schlechten Zustand. Gegen\u00fcber den ZEB 2002 und 2007 bedeute dies zwar eine geringf\u00fcgige Verbesserung. Allerdings werde bei der ZEB haupts\u00e4chlich die Fahrbahnoberfl\u00e4che bewertet, nicht die Substanz. Der LBM selbst r\u00e4umt ein, mit Blick auf den Nutzwert vor allem Deckschichten erneuert zu haben. Der dringendste Investitionsbedarf ist &#8211; in Preisen von 2014 \u2013 im Laufe der drei ZEB von 747 \u00fcber 816 auf jetzt 970 Mio. EUR angewachsen.<\/p>\n<h5>LBM-Erhaltungsstrategie wirkt nicht gegen Substanzverzehr<\/h5>\n<p>Sorgen bereitet dem Rechnungshof zum einen, dass die Erhaltungsstrategie des LBM nicht gegen den Substanzverzehr wirkt. Zum anderen kritisiert er, dass Landesstra\u00dfen in schlechtem Zustand, die geringe verkehrliche Priorit\u00e4t haben, daher bei der Verteilung der knappen Mittel immer wieder au\u00dfen vor bleiben. Damit werden Nutzungseinschr\u00e4nkungen unvermeidlich.<\/p>\n<h5>Rechnungshof fordert Netzzustandsberichte<\/h5>\n<p>Um der weiteren Unterfinanzierung entgegenzuwirken und dem Haushaltsgesetzgeber die Relevanz seiner Entscheidungen deutlich zu machen, empfiehlt der Rechnungshof, dem Landtag regelm\u00e4\u00dfig Netzzustands- und Leistungsberichte vorzulegen. \u201eUm aussagekr\u00e4ftige Kennzahlenvergleiche zu erm\u00f6glichen, wird dar\u00fcber hinaus angeregt, dass der LBM k\u00fcnftig den Modernit\u00e4tsgrad der Landesstra\u00dfen in Rheinland-Pfalz den entsprechenden Kennwerten von Stra\u00dfenbauverwaltungen anderer L\u00e4nder gegen\u00fcberstellt, die das Anlageverm\u00f6gen ihrer Landesstra\u00dfen erfasst und bewertet haben.\u201c<\/p>\n<h5>Regierung soll Landtag mit Qualit\u00e4tszenarien konfrontieren<\/h5>\n<p>Weiter empfiehlt der Rechnungshof dem Infrastrukturministerium, verschiedene Qualit\u00e4ts- und Finanzszenarien zu entwickeln, aus denen hervorgeht, wie sich der Zustand des Landesstra\u00dfennetzes in Zukunft qualitativ entwickeln k\u00f6nnte. \u201eDiese Szenarien k\u00f6nnen dem Landtag mit als Grundlagen f\u00fcr Budgetentscheidungen dienen.\u201c<\/p>\n<h5>Ministerium verteidigt Strategie des LBM<\/h5>\n<p>Das Infrastrukturministerium verteidigte gegen\u00fcber dem <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/rp\/kritik-des-rechnungshofs-rheinland-pfalz-vernachlaessigt-den-strassenbau\/-\/id=1682\/did=16047742\/nid=1682\/v25jcz\/\" target=\"_blank\">SWR<\/a> das Vorgehen des Landes. Die Landesstra\u00dfen seien insgesamt &#8222;in einem verkehrssicheren und leistungsf\u00e4higen Zustand&#8220;, wird Staatssekret\u00e4r G\u00fcnter Kern (SPD) zitiert. Der LBM habe im Rahmen der verf\u00fcgbaren Mittel den Schwerpunkt auf die Erhaltung der Fahrbahnoberfl\u00e4chen gelegt. Im \u00fcbrigen h\u00e4nge die zu verfolgende Strategie entscheidend von den verf\u00fcgbaren Mitteln ab. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Landesstra\u00dfen in Rheinland-Pfalz zu 71 Prozent abgenutzt LBM-Erhaltungsstrategie wirkt nicht gegen Substanzverzehr Rechnungshof fordert Netzzustandsberichte Regierung soll Landtag mit Qualit\u00e4tszenarien konfrontieren Ministerium verteidigt Strategie des LBM Der Landesrechnungshof Rheinland-Pfalz warnt davor, den Landesbetrieb Mobilit\u00e4t (LBM) mit der Abwicklung der zus\u00e4tzlichen Investitionen in die Bundesfernstra\u00dfen so zu \u00fcberfordern, dass die Erhaltung der Landesstra\u00dfen gef\u00e4hrdet wird.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1753"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1753"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1753\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1758,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1753\/revisions\/1758"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1753"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1753"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1753"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}