{"id":1740591,"date":"2015-09-02T16:47:00","date_gmt":"2015-09-02T16:47:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/deutschland-takt-ist-machbar-erfordert-aber-viel-netzausbau"},"modified":"2015-09-02T16:47:00","modified_gmt":"2015-09-02T16:47:00","slug":"deutschland-takt-ist-machbar-erfordert-aber-viel-netzausbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1740591","title":{"rendered":"Deutschland-Takt ist machbar, erfordert aber viel Netzausbau"},"content":{"rendered":"<\/p>\n<ul><\/p>\n<li><strong>Erstmals Infrastrukturbetrachtung bis auf Mikroebene<\/strong><\/li>\n<p><\/p>\n<li><strong>Konkrete Ma\u00dfnahmenvorschl\u00e4ge aus Fahrplankonflikten abgeleitet<\/strong><\/li>\n<p><\/p>\n<li><strong>G\u00fcterverkehr auf Hauptachsen wird ausgebremst<\/strong><\/li>\n<p><\/p>\n<li><strong>Mofair fordert vom BMVI Klarheit \u00fcber weiteres Vorgehen<\/strong><\/li>\n<p><\/ul>\n<p>Ein Deutschland-Takt im Schienenpersonenfernverkehr ist grunds\u00e4tzlich machbar, kann aber wegen der n\u00f6tigen Anpassungen der Infrastruktur nur schrittweise \u00fcber Jahre eingef\u00fchrt werden. Au\u00dferdem muss die Infrastruktur teilweise zus\u00e4tzlich ausgebaut werden, um den G\u00fcterverkehr noch marktgerecht abwickeln zu k\u00f6nnen. Das ist das Fazit aus der Machbarkeitsstudie Deutschland-Takt. <!--more-->Das lang erwartete Papier hat das BMVI in diesen Tagen in aller Stille <a href=\"http:\/\/www.bmvi.de\/SharedDocs\/DE\/Artikel\/LA\/deutschlandtakt-machbarkeitsstudie.html\" target=\"_blank\">ver\u00f6ffentlicht<\/a>.<\/p>\n<h5>Erstmals Infrastrukturbetrachtung bis auf Mikroebene<\/h5>\n<p>Ausgangspunkt f\u00fcr die Studie war die Feststellung, dass der Schienenfernverkehr seit Jahren sein Potenzial nicht aussch\u00f6pft, weil f\u00fcr viele Reisende der Fahrzeitvorteil der Schiene durch lange Umsteigezeiten verloren geht. Daher sollte untersucht werden, wie in Deutschland ein integraler Taktfahrplan mit fest definierten Umsteigeknoten zur Minute 00 oder 30 die Reisezeiten verbessern kann, und welche Anpassungen der Infrastruktur daf\u00fcr n\u00f6tig sind. F\u00fcr die Studie wurde ein Netzmodell herangezogen, das das gesamte Bestandsnetz mit allen Details sowie ausgew\u00e4hlte Aus- und Neubauma\u00dfnahmen umfasst, die 2025 beziehungsweise 2030 als \u201ein Betrieb\u201c unterstellt werden.<\/p>\n<h5>Konkrete Ma\u00dfnahmenvorschl\u00e4ge aus Fahrplankonflikten abgeleitet<\/h5>\n<p>Auf dieser Basis haben die Gutachter versucht, einen Fahrplan zu konstruieren, und bei Bedarf konkrete Aus- und Umbauma\u00dfnahmen vorgeschlagen, die f\u00fcr eine Realisierung notwendig w\u00e4ren. Die Spanne beginnt bei kleinen Ma\u00dfnahmen wie der Vorverlegung von Einschaltkontakten f\u00fcr beschrankte Bahn\u00fcberg\u00e4nge, um h\u00f6here Geschwindigkeiten zu erm\u00f6glichen, bis hin zu faktischen Neubaustrecken wie der \u201eDresdner Bahn\u201c zwischen Berlin-S\u00fcdkreuz und dem Berliner Au\u00dfenring. Bemerkenswert ist, dass die Gutachter als Grundger\u00fcst zahlreiche heutige ICE-Linien herangezogen haben, zum Beispiel Berlin-G\u00f6ttingen-Frankfurt-Basel oder Berlin-Hannover-K\u00f6ln, ohne sie grunds\u00e4tzlich zu hinterfragen.<\/p>\n<h5>G\u00fcterverkehr auf Hauptachsen wird ausgebremst<\/h5>\n<p>Als Problem hat sich herausgestellt, dass der zus\u00e4tzliche Fernverkehr auf einigen Hauptachsen massive Engp\u00e4sse f\u00fcr den G\u00fcterverkehr verursacht. So seien auf der Relation Relation Maschen ? Magdeburg nur etwa zwei Drittel der prognostizierten G\u00fcterz\u00fcge fahrbar. Der Engpass Fulda?Hanau bewirke, dass auf der Relation Bebra ? Mannheim mindestens 20 Prozent des prognostizierten G\u00fcterverkehrs nicht marktgerecht abgewickelt werden k\u00f6nnte. Vom Engpass der Rheinschiene zwischen K\u00f6ln und Mannheim seien etwa 25 Prozent der prognostizierten G\u00fcterz\u00fcge betroffen. Auch f\u00fcr die G\u00fcterverkehrsengp\u00e4sse haben die Gutachter konkrete Vorschl\u00e4ge gemacht.<\/p>\n<p>Alle Ma\u00dfnahmen sind in dem umfangreichen <a href=\"http:\/\/www.bmvi.de\/SharedDocs\/DE\/Artikel\/LA\/deutschlandtakt-machbarkeitsstudie.html\" target=\"_blank\">Anlagenband<\/a> aufgef\u00fchrt. Nach einer groben Sch\u00e4tzung des Verkehrsbriefs d\u00fcrfte sich das Gesamtvolumen auf deutlich \u00fcber 10 Mrd. EUR belaufen.<\/p>\n<h5>Mofair fordert vom BMVI Klarheit \u00fcber weiteres Vorgehen<\/h5>\n<p>Der NE-Bahn-Verband Mofair kritisierte gegen\u00fcber dem Verkehrsbrief, dass das BMVI offenbar keinen Zeitplan f\u00fcr den weiteren Umgang mit den Ergebnissen der Studie hat. Es sei noch v\u00f6llig offen, ob und wie sie umgesetzt werde. Zudem werde nicht klar, in welchem Verh\u00e4ltnis der in der Studie geplante Deutschland-Takt zur im M\u00e4rz angek\u00fcndigten DB-Fernverkehrsoffensive <a href=\"http:\/\/www.deutschebahn.com\/de\/presse\/presseinformationen\/pi_p\/9074114\/p20150318.html\" target=\"_blank\">\u201eDeutschland im Takt\u201c<\/a> stehe. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstmals Infrastrukturbetrachtung bis auf Mikroebene Konkrete Ma\u00dfnahmenvorschl\u00e4ge aus Fahrplankonflikten abgeleitet G\u00fcterverkehr auf Hauptachsen wird ausgebremst Mofair fordert vom BMVI Klarheit \u00fcber weiteres Vorgehen Ein Deutschland-Takt im Schienenpersonenfernverkehr ist grunds\u00e4tzlich machbar, kann aber wegen der n\u00f6tigen Anpassungen der Infrastruktur nur schrittweise \u00fcber Jahre eingef\u00fchrt werden. 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