{"id":1740590,"date":"2015-09-02T12:35:00","date_gmt":"2015-09-02T12:35:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/debatte-uber-instrumente-zum-klimaschutz-im-verkehr"},"modified":"2015-09-02T12:35:00","modified_gmt":"2015-09-02T12:35:00","slug":"debatte-uber-instrumente-zum-klimaschutz-im-verkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1740590","title":{"rendered":"Debatte \u00fcber Instrumente zum Klimaschutz im Verkehr"},"content":{"rendered":"<\/p>\n<ul><\/p>\n<li><strong>Weitere Grenzwertversch\u00e4rfung w\u00fcrde Pkw massiv verteuern<\/strong><\/li>\n<p><\/p>\n<li><strong>Energiesteuer seit 2003 unver\u00e4ndert<\/strong><\/li>\n<p><\/p>\n<li><strong>Kaufzuschuss f\u00fcr emissionsarme Pkw aus Strafabgabe auf Klimas\u00fcnder<\/strong><\/li>\n<p><\/ul>\n<p>Absenkung der CO2-Grenzwerte, Einbindung in den Emissionshandel, Anhebung der Energiesteuer oder Bonus-Malus-Systeme f\u00fcr Kfz-Neuzulassungen: Diese vier Wege zur Treibhausgasreduzierung im Stra\u00dfenverkehr wurden am Dienstag auf einer Veranstaltung der Agentur f\u00fcr Erneuerbare Energien in Berlin diskutiert. Ausgangspunkt der Diskussion war die Tatsache, dass der Verkehr im Vergleich zu anderen Sektoren bei der CO2-Einsparung deutlich hinterherhinkt. <!--more--><\/p>\n<h5>Weitere Grenzwertversch\u00e4rfung w\u00fcrde Pkw massiv verteuern<\/h5>\n<p>Benjamin Sokolowski, Leiter der Opel-Hauptstadtrepr\u00e4sentanz, lie\u00df eine deutliche Skepsis gegen eine weitere Absenkung der CO2-Abgasgrenzwerte \u00fcber die jetzt f\u00fcr 2020 vorgesehenen 95g\/km hinaus durchblicken. Jedes Gramm weniger bedeute schon heute einen Aufschlag von rund 100 EUR auf den Neuwagenpreis. Er pl\u00e4dierte stattdessen f\u00fcr eine Einbindung des Stra\u00dfenverkehrs in den Emissionszertifikatehandel. Auf der Tankstellenquittung sollte der Aufschlag f\u00fcr die CO2-Emissionen deutlich ausgewiesen werden, um auch beim Verbraucher ein Umdenken einzuleiten. Alexander Mahler vom Forum \u00d6kologisch-Soziale Marktwirtschaft (F\u00d6S) wandte ein, dass Emissionszertifikate derzeit viel zu billig seien, um sp\u00fcrbare Wirkung auszu\u00fcben.<\/p>\n<h5>Energiesteuer seit 2003 unver\u00e4ndert<\/h5>\n<p>Er wies darauf hin, dass der Stra\u00dfenverkehr j\u00e4hrlich Wegekosten und externe Kosten von 170 Mrd. EUR verursache. Dem st\u00fcnden nur 55 Mrd. EUR verkehrsspezifische Steuern, Abgaben und Geb\u00fchren gegen\u00fcber. Er forderte deshalb Finanzierungsbeitr\u00e4ge mit klimapolitischer Lenkungswirkung. Mahler pl\u00e4dierte zum einen f\u00fcr eine Anhebung der Energiesteuer (Mineral\u00f6lsteuer). Der Steuersatz sei seit 2003 unver\u00e4ndert, durch die Inflation sei der reale Wert gesunken. Um die Einnahmen wieder auf das preisbereinigte Niveau von 2003 anzuheben, m\u00fcsste der Steuersatz f\u00fcr Benzin um 12 Ct\/l und f\u00fcr Diesel um 9 Ct\/l angehoben werden. Daneben sollte die Besteuerung von Diesel und Benzin dem Energiegehalt entsprechend angepasst werden. Diesel m\u00fcsste also h\u00f6her besteuert werden.<\/p>\n<h5>Kaufzuschuss f\u00fcr emissionsarme Pkw aus Strafabgabe auf Klimas\u00fcnder<\/h5>\n<p>Zum anderen schlug Mahler ein sich selbst finanzierendes Bonus-Malus-System f\u00fcr Pkw-Neuzulassungen vor: F\u00fcr emissionsarme Fahrzeuge sollte ein Kaufzuschuss von 2000 bis maximal 5000 EUR gew\u00e4hrt werden, der aus Strafabgaben f\u00fcr den Verkauf von Fahrzeugen mit Emissionen \u00fcber den EU-Grenzwerten finanziert wird. Der Kaufzuschuss sollte wie seinerzeit bei der Abwrackpr\u00e4mie nach dem Windhundprinzip gew\u00e4hrt werden. In seinem Rechenmodell w\u00fcrde zum Beispiel f\u00fcr einen Audi A6 Avant ein Zuschlag von knapp 50 EUR f\u00e4llig, f\u00fcr einen BMW X6 knapp 500 EUR. Mahler r\u00e4umte allerdings ein, dass die derzeit im Testzyklus NEFZ ermittelten Verbrauchswerte nicht die Realit\u00e4t wiederspiegelten und daher m\u00f6glicherweise auch Fahrzeuge beg\u00fcnstigt w\u00fcrden, die in der Praxis Klimas\u00fcnder seien &#8211; Stichwort Porsche Panamera Hybrid. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weitere Grenzwertversch\u00e4rfung w\u00fcrde Pkw massiv verteuern Energiesteuer seit 2003 unver\u00e4ndert Kaufzuschuss f\u00fcr emissionsarme Pkw aus Strafabgabe auf Klimas\u00fcnder Absenkung der CO2-Grenzwerte, Einbindung in den Emissionshandel, Anhebung der Energiesteuer oder Bonus-Malus-Systeme f\u00fcr Kfz-Neuzulassungen: Diese vier Wege zur Treibhausgasreduzierung im Stra\u00dfenverkehr wurden am Dienstag auf einer Veranstaltung der Agentur f\u00fcr Erneuerbare Energien in Berlin diskutiert. 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