{"id":1740277,"date":"2015-04-21T18:17:00","date_gmt":"2015-04-21T18:17:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/konsens-auf-bundesebene-fur-infrastrukturgesellschaft"},"modified":"2015-04-21T18:17:00","modified_gmt":"2015-04-21T18:17:00","slug":"konsens-auf-bundesebene-fur-infrastrukturgesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1740277","title":{"rendered":"Konsens auf Bundesebene f\u00fcr Infrastrukturgesellschaft"},"content":{"rendered":"<\/p>\n<ul><\/p>\n<li><strong>Fratzscher: \u00d6PP pragmatisch abw\u00e4gen<\/strong><\/li>\n<p><\/p>\n<li><strong>Vorbild Asfinag?<\/strong><\/li>\n<p><\/ul>\n<p><\/p>\n<p class=\"size-medium wp-image-688\">Die Auftragsverwaltung der Bundesfernstra\u00dfen durch die L\u00e4nder wird in absehbarer Zeit abgeschafft und durch eine auf Bundesebene angesiedelte Verkehrsinfrastrukturgesellschaft ersetzt. Einen diesbez\u00fcglichen Konsens lie\u00dfen Bundesfinanzminister Wolfgang Sch\u00e4uble und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel am Dienstag auf dem Investitionskongress des BMWi deutlich durchblicken. <!--more--><\/p>\n<p><a href=\"\/fm\/5571\/150421-Investitionskongress.jpg\"><\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-688\" alt=\"Von links: Bundesfinanzminister Wolfgang Sch\u00e4uble, Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, Moderatorin Katja Dofel, EU-Haushaltskommissarin Kristalina Georgieva, Heiko Meyer (OECD), DIW-Chef Marcel Fratzscher. Foto: roe\" width=\"300\" height=\"180\" src=\"http:\/\/verkehrsbrief.knowe.de\/fm\/5571\/150421-Investitionskongress-300x180.jpg\"><figcaption>\u00a0 entsprechende Pl\u00e4ne ange<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/a> Von links: Bundesfinanzminister Wolfgang Sch\u00e4uble, Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, Moderatorin Katja Dofel, EU-Haushaltskommissarin Kristalina Georgieva, Heiko Meyer (OECD), DIW-Chef Marcel Fratzscher. Foto: roe<\/p>\n<p class=\"size-medium wp-image-688\">Sch\u00e4uble stellte in Aussicht, dass schon im Zuge der Gespr\u00e4che zur Neuordnung der Bund-L\u00e4nder-Finanzbeziehungen die Grundz\u00fcge der Gesellschaft festgezurrt werden k\u00f6nnen. \u201eWir werden das in freundschaftlicher Art mit den L\u00e4ndern besprechen\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Schon zuvor hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt im Gespr\u00e4ch mit der <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article139816059\/Dobrindt-plant-eine-Revolution-fuer-den-Strassenbau.html\" target=\"_blank\">Welt<figcaption>\u00a0 entsprechende Pl\u00e4ne ange<\/figcaption><\/a>k\u00fcndigt. &#8222;Wir besprechen den Gedanken einer Infrastrukturgesellschaft gerade mit dem Finanzministerium\u201c, sagte Dobrindt dem Blatt zufolge. \u201e\u00dcber das Grundprinzip sind wir uns einig: Wir wollen eine staatliche Gesellschaft, die private Finanzierungen in Anspruch nehmen kann.\u201c<\/p>\n<p>Auch von L\u00e4nderseite ist kein grunds\u00e4tzliches Nein zu erwarten, wie aus verschiedenen \u00c4u\u00dferungen von L\u00e4ndervertretern am Rande der Verkehrsministerkonferenz am vergangenen Freitag deutlich wurde. F\u00fcr den Umbau der Stra\u00dfenbauverwaltung ist eine Grundgesetz\u00e4nderung und damit auch eine 2\/3-Mehrheit im Bundesrat erforderlich.<\/p>\n<p>Die rheinland-pf\u00e4lzische Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer betonte auf dem Kongress, sie sei offen \u201ef\u00fcr alle Vorschl\u00e4ge\u201c, aber nicht f\u00fcr Modelle, bei denen die L\u00e4nder neue Lasten aufgeb\u00fcrdet werden, etwa in Form von Abstufungen von Bundesstra\u00dfen. \u201eWir haben vor 30 Jahren Br\u00fccken \u00fcbernommen, und jetzt wissen wir nicht, wie wir sie bezahlen sollen.\u201c<\/p>\n<h5>Fratzscher: \u00d6PP pragmatisch abw\u00e4gen<\/h5>\n<p>Ob es auch f\u00fcr die Inanspruchnahme privater Finanzierung durch die Verkehrsinfrastrukturgesellschaft eine politischen Konsens gibt, blieb auf dem Kongress offen. Das wurde am Thema \u00d6PP deutlich. Gabriel r\u00e4umte ein, dass es \u00d6PP gibt, die schlecht laufen. N\u00f6tig sei deshalb eine sorgf\u00e4ltige Betrachtung jedes Einzelfalls.<\/p>\n<p>Marcel Fratzscher, DIW-Pr\u00e4sident und Vorsitzender der vom BMWi berufenen Investitions-Expertenkommission, betonte, es sei bei der Arbeit der Kommission nicht darum gegangen, \u00f6ffentliche Infrastruktur zu privatisieren oder der \u00f6ffentlichen Hand zu entziehen. Auch sei es nicht ihre Aufgabe gewesen, die \u201eUnsicherheit bei der Altersvorsorge\u201c aufgrund der Niedrigzinsphase zu l\u00f6sen. Vielmehr sei es darum gegangen, der \u00f6ffentlichen Hand mehr Handlungsoptionen zu er\u00f6ffnen, ihre Investitionen umzusetzen. Dabei seien zu betrachten:<\/p>\n<ul><\/p>\n<li>Zinskosten<\/li>\n<p><\/p>\n<li>Effizienz<\/li>\n<p><\/p>\n<li>Risiken<\/li>\n<p><\/ul>\n<p>Bei der Beschaffung sei abzuw\u00e4gen, ob die Zinsnachteile f\u00fcr einen privaten Investor durch m\u00f6gliche Effizienzvorteile und die \u00dcbernahme von Risiken ausgeglichen werden.<\/p>\n<h5>Vorbild Asfinag?<\/h5>\n<p>Auf dem Kongress wurde auch wieder die \u00f6sterreichische Autobahngesellschaft Asfinag als m\u00f6gliches Vorbild vorgestellt. In ihre Zust\u00e4ndigkeit fallen allerdings nur Autobahnen und autobahn\u00e4hnliche Schnellstra\u00dfen. Alle landstra\u00dfenartigen Bundesstra\u00dfen wurden dort 2002 den L\u00e4ndern \u00fcbertragen. Die Asfinag kann am Kapitalmarkt Anleihen aufnehmen, f\u00fcr die der Staat b\u00fcrgt. F\u00fcr diese Staatsgarantie m\u00fcsse die Asfinag aber Geb\u00fchren an den Staat zahlen, betonte Vorstandsdirektor Alois Schedl. Derzeit betrage der Schuldenstand 11,5 Mrd. EUR bei einem Durchschnittszinssatz von 3,1 Prozent. Theoretisch k\u00f6nnten die Schulden durch die Mauteinnahmen in rund 20 Jahren getilgt werden. Es gilt allerdings als offenes Geheimnis, dass \u00d6sterreich die Asfinag auch gegr\u00fcndet hat, um einen Teil der Staatsschulden in einen Schattenhaushalt auszugliedern und so die Maastricht-Kriterien zu erf\u00fcllen. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fratzscher: \u00d6PP pragmatisch abw\u00e4gen Vorbild Asfinag? Die Auftragsverwaltung der Bundesfernstra\u00dfen durch die L\u00e4nder wird in absehbarer Zeit abgeschafft und durch eine auf Bundesebene angesiedelte Verkehrsinfrastrukturgesellschaft ersetzt. 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