{"id":1740155,"date":"2015-03-05T12:23:00","date_gmt":"2015-03-05T12:23:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/luftverkehr-mahnt-fairen-wettbewerb-an"},"modified":"2015-03-05T12:23:00","modified_gmt":"2015-03-05T12:23:00","slug":"luftverkehr-mahnt-fairen-wettbewerb-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1740155","title":{"rendered":"Luftverkehr mahnt fairen Wettbewerb an"},"content":{"rendered":"<p>Von einem eher pessimistischen Grundton getragen war der zweite gemeinsame Parlamentarische Abend des Luftfahrt-Branchenverbandes BDL mit den Gewerkschaften Ufo, Verdi und Vereinigung Cockpit (VC). Deutschland allein werde den ausl\u00e4ndischen Fluggesellschaften nicht seine L\u00f6hne und Sozialstandards aufn\u00f6tigen k\u00f6nnen, machte Unions-Fraktionsvize Arnold Vaatz deutlich. Auch Deutschland seien die hohen Sozialstandards nicht vom Ausland aufgezwungen worden. So etwas m\u00fcsse aus den L\u00e4ndern selbst kommen, betonte er. &#8222;Wir werden die Vereinigten Arabischen Emirate nicht davon \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, Streiks zuzulassen&#8220;, sagte auch BDL-Pr\u00e4sident Klaus-Peter Siegloch.<\/p>\n<p>Lufthansa-Passage-Chef Karl-Ulrich Garnadt stimmte dieser Analyse zu. Er bedauerte, dass die EU nicht zu einer gemeinsamen Linie gegen\u00fcber den Golf-Airlines finde. Das liege an den unterschiedlichen Interessenlagen: So seien Golf-Airlines an Alitalia und British Airways beteiligt &#8211; und auch in Deutschland sei eine Gesellschaft nicht mehr unabh\u00e4ngig, sagte er in Anspielung auf Air Berlin.<\/p>\n<p>Verdi-Vorstandsmitglied Christine Behle mahnte an, zumindest die Ausw\u00fcchse gegen den fairen Wettbewerb innerhalb der EU anzugehen. Heftig kritisierte sie Irland. Die dort ans\u00e4ssige Fluggesellschaft Ryanair arbeite massiv mit scheinselbst\u00e4ndigen Mitarbeitern, auf die die die Risiken abw\u00e4lze. Ebenfalls dort ans\u00e4ssig sei Norwegian Air International, die mit Zeitarbeitspersonal aus Thailand zu den dortigen L\u00f6hnen operiere. Es sei besch\u00e4mend, dass die USA &#8211; bisher einzige Destination &#8211; das Gesch\u00e4ftsgebaren von Norwegian Air International als erste unter die Lupe genommen h\u00e4tten, nicht die EU. Siegloch sagte dazu, es sei auff\u00e4llig, dass zweimal der Name Irland gefallen sei. Hier k\u00f6nne Deutschland als gr\u00f6\u00dftes EU-Mitglied Druck aus\u00fcben, regte er an. Auch SPD-Fraktionsvize S\u00f6ren Bartol forderte, dass die EU speziell in Bezug auf Norwegian klare Worte finden m\u00fcsse. Er bem\u00e4ngelte, dass die europ\u00e4ische Wirtschafts- und Fiskalunion bisher noch keine Sozialunion gefolgt sei.<\/p>\n<p>Alle Redner kritisierten die Luftverkehrsteuer und forderten mit unterschiedlicher Vehemenz ihre Abschaffung. VC-Chef Ilja Schulz regte, die Einnahmen zumindest wieder dem Luftverkehr zugute kommen zu lassen. (roe)<\/p>\n<p><a href=\"\/fm\/5571\/150304_BDL-3kl.jpg\"><\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-278 size-medium\" alt=\"150304_BDL (3)kl\" width=\"300\" height=\"115\" src=\"http:\/\/verkehrsbrief.knowe.de\/fm\/5571\/150304_BDL-3kl-300x115.jpg\"><figcaption>Die Redner und Diskutanten (von links): Arnold Vaatz von der Unionsfraktion, Karl-Ulrich-Garnadt von der Lufthansa, Nicoley Baublies von UFO, Stefan Schulte von Fraport, Christine Behel von Verdi, Ilja Schulz von der Vereinigung Cockpit, Peter Ramsauer f\u00fcr den Wirtschaftsausschuss, Klaus-Peter Siegl\u00f6och vom BDL, S\u00f6ren Bartol von der SPD-Fraktion, Klaus-Dieter Scheurle von der DFS. (Foto: roe)<\/p>\n<p>\u00a0<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von einem eher pessimistischen Grundton getragen war der zweite gemeinsame Parlamentarische Abend des Luftfahrt-Branchenverbandes BDL mit den Gewerkschaften Ufo, Verdi und Vereinigung Cockpit (VC). Deutschland allein werde den ausl\u00e4ndischen Fluggesellschaften nicht seine L\u00f6hne und Sozialstandards aufn\u00f6tigen k\u00f6nnen, machte Unions-Fraktionsvize Arnold Vaatz deutlich. Auch Deutschland seien die hohen Sozialstandards nicht vom Ausland aufgezwungen worden. 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