{"id":1740148,"date":"2015-03-04T15:03:00","date_gmt":"2015-03-04T15:03:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/moselausbau-vor-2036-fertig"},"modified":"2015-03-04T15:03:00","modified_gmt":"2015-03-04T15:03:00","slug":"moselausbau-vor-2036-fertig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1740148","title":{"rendered":"Moselausbau vor 2036 fertig"},"content":{"rendered":"<p>Der Bau der zweiten Schleusenkammern an der Mosel kann voraussichtlich deutlich vor dem Jahr 2036 abgeschlossen werden. Das stellte Verkehrsstaatssekret\u00e4r Enak Ferlemann am Dienstagabend auf einem gemeinsamen Parlamentarischen Abend von Rheinland-Pfalz, Saarland und Luxemburg in Aussicht. Der von der Wirtschaft gew\u00fcnschte Abschluss im Jahr 2026 sei allerdings nicht zu erreichen. Bisher sind nur die Schleusen Fankel und Zeltingen erweitert worden, die Schleuse Trier ist im Bau.<\/p>\n<h5>Es mangelt nicht mehr an Geld<\/h5>\n<p><a href=\"\/fm\/5571\/150303_PA-Moselausbau_FotoRoe-2_kl.jpg\"><\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-257\" alt=\"Von links: Moderator Hans-Wilhelm D\u00fcnner, der Transport- und Logistikunternehmer Alfons am Zehnhoff-S\u00f6ns, die saarl\u00e4ndische Verkehrsministerin Anke Rehlinger, Hans-Joachim Welsch von der Roheisengesellschaft Saar, Verkehrsstaatssekret\u00e4r Enak Ferlemann, der SPD-Binnenschifffahrtsexperte Gustav Herzog, der rheinland-pf\u00e4lzische Infrastrukturminister Roger Lewentz und Max Nilles vom luxemburgischen Infrastrukturministerium, zugleich amtierender Pr\u00e4sident der Moselkommission.\" width=\"300\" height=\"155\" src=\"http:\/\/verkehrsbrief.knowe.de\/fm\/5571\/150303_PA-Moselausbau_FotoRoe-2_kl-300x155.jpg\"><figcaption>Von links: Moderator Hans-Wilhelm D\u00fcnner, der Transport- und Logistikunternehmer Alfons am Zehnhoff-S\u00f6ns, die saarl\u00e4ndische Verkehrsministerin Anke Rehlinger, Hans-Joachim Welsch von der Roheisengesellschaft Saar, Verkehrsstaatssekret\u00e4r Enak Ferlemann, der SPD-Binnenschifffahrtsexperte Gustav Herzog, der rheinland-pf\u00e4lzische Infrastrukturminister Roger Lewentz und Max Nilles vom luxemburgischen Infrastrukturministerium, zugleich amtierender Pr\u00e4sident der Moselkommission. (Foto: roe)<\/p>\n<p>Wie Ferlemann erl\u00e4uterte, st\u00fcnden im Verkehrsetat endlich gen\u00fcgend Investionsmittel bereit. Engpass sei derzeit aber die Planungskapazit\u00e4t. Er hoffe, dass auch im Haushaltsjahr 2016 in der WSV weitere Stellen f\u00fcr Planungspersonal geschaffen werden k\u00f6nnen. F\u00fcr das Angebot von Rheinland-Pfalz, Saarland und Luxemburg, eigenes Planungspersonal abzustellen beziehungsweise finanziell Unterst\u00fctzung zu leisten, sei er dankbar. Um es sinnvoll nutzen zu k\u00f6nnen, seien aber zus\u00e4tzliche eigene Planungskr\u00e4fte n\u00f6tig, d<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/a>ie es derzeit nicht gebe. Sobald sich das \u00e4ndere, werde er gerne auf das Angebot zur\u00fcckkommen und einen Vertrag abschlie\u00dfen. &#8222;Ich mache keinen Vertrag, wenn ich meinen Teil absehbar nicht einhalten kann&#8220;, betonte er. Die saarl\u00e4ndische Verkehrsministerin Anke Rehlinger forderte den Bund auf, vom bisher angewandten sukzessiven Vorgehen &#8211; eine Schleuse in Planung, eine in der Planfeststellung und eine im Bau &#8211; abzugehen und jeweils zwei Schleusen parallel zu planen. So k\u00f6nne der Ausbau beschleunigt werden.<\/p>\n<p>Zuvor hatten Vertreter der Wirtschaft und der drei L\u00e4nder die Kapazit\u00e4tsengp\u00e4sse auf der Mosel beklagt. Weil das G\u00fcteraufkommen auf der Mosel mit 14 bis 16 Mio. t\/Jahr weit \u00fcber der auf 10 Mio. t kalkulierten Kapazit\u00e4t der Schleusen liegt, kommt es heute zu regelm\u00e4\u00dfigen Wartezeiten an den nur mit einer Schleusenkammer ausgestatteten Staustufen. Sie belaufen sich in der Summe auf 10 bis 12 Stunden je Fahrt. Hans-Joachim Welsch von der Roheisengesellschaft Saar bezifferte die dadurch entstehenden Mehrkosten allein f\u00fcr die Dillinger H\u00fctte auf 2 Mio. EUR\/Jahr.<\/p>\n<h5>Vorschleusungsrechte neu regeln<\/h5>\n<p>Alfons Am Zehnhoff-S\u00f6ns vom gleichnamigen Transport- und Logistikunternehmen forderte als kurzfristige Ma\u00dfnahme, die die Vorschleusungsrechte neu zu regeln. Bisher profitierten nur die Passagierschiffe, aber auch die G\u00fcterschifffahrt habe Fahrpl\u00e4ne. &#8222;Es geht nicht um Minuten, sondern um Planbarkeit, um die Zeitfenster in den Seeh\u00e4fen einzuhalten&#8220;, betonte er. Die mangelnde Planbarkeit bewege heute noch viele Verlader, sich gegen das Binnenschiff zu entscheiden.<\/p>\n<h5>Containerverkehr im Kommen<\/h5>\n<p>Wie Am Zehnhoff-S\u00f6ns weiter sagte, \u00fcberw\u00f6gen auf der Mosel heute noch Masseng\u00fcter wie Erz und Kohle. In der Zukunft w\u00fcrden dort aber auch viele Containerlinien zu den Seeh\u00e4fen verkehren. Das Unternehmen hat Anfang des Jahres den Betrieb des Hafens Trier \u00fcbernommen und setzt dort vor allem auf den Aufbau von Containerverkehren. Bereits im M\u00e4rz 2014 hatte Am Zehnhoff-S\u00f6ns den Betrieb des Hafens in Metz \u00fcbernommen und einen Containerlinienverkehr zu Westh\u00e4fen gestartet, der jetzt auch Trier einbindet. Dabei fungiert das Stammterminal in Bonn als Hub. Am Zehnhoff-S\u00f6ns rechnet damit, dass die Containerlinie in zwei Jahren den Break-Even erreicht. Nach Angaben von Max Nilles von der Moselkommission wurden 2014 gut 7000 Container auf der Mosel bef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Die saarl\u00e4ndische Verkehrsministerin Anke Rehlinger erwartet dar\u00fcber hinaus auch ein weiteres Wachstum der Importkohleverkehre aus den Westh\u00e4fen. Nach der Einstellung des Steinkohlebergbaus an der Saar 2012 sei das Aufkommen 2012 und 2013 um jeweils 1 Mio. t\/Jahr gestiegen und betrage jetzt 2,7 Mio. t. Trotz der Energiewende sei ein weiteres Wachstum zu erwarten. Rehlinger sieht dar\u00fcber hinaus ein Potenzial von 5 Mio. t durch die Verlagerung von Verkehren innerhalb des Stahlreviers auf das Binnenschiff. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bau der zweiten Schleusenkammern an der Mosel kann voraussichtlich deutlich vor dem Jahr 2036 abgeschlossen werden. Das stellte Verkehrsstaatssekret\u00e4r Enak Ferlemann am Dienstagabend auf einem gemeinsamen Parlamentarischen Abend von Rheinland-Pfalz, Saarland und Luxemburg in Aussicht. Der von der Wirtschaft gew\u00fcnschte Abschluss im Jahr 2026 sei allerdings nicht zu erreichen. Bisher sind nur die Schleusen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1740148"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1740148"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1740148\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1740148"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1740148"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1740148"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}