{"id":1547,"date":"2015-08-12T19:02:03","date_gmt":"2015-08-12T17:02:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/licht-und-schatten-im-bericht-zur-maritimen-wirtschaft"},"modified":"2015-08-13T11:09:12","modified_gmt":"2015-08-13T09:09:12","slug":"licht-und-schatten-im-bericht-zur-maritimen-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1547","title":{"rendered":"Licht und Schatten im Bericht zur Maritimen Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Viel &#8222;bedarfsgerechte&#8220; F\u00f6rderung f\u00fcr Seeschifffahrt<\/strong><\/li>\n<li><strong>Umbau der Flaggenstaatverwaltung tritt auf der Stelle<\/strong><\/li>\n<li><strong>Nach den SECAs drohen nun NECAs<\/strong><\/li>\n<li><strong>Klarer Kurs f\u00fcr LNG als alternativen Treibstoff<\/strong><\/li>\n<li><strong>\u00dcberarbeitetes Nationales Hafenkonzept l\u00e4sst auf sich warten<\/strong><\/li>\n<li><strong>Seehafenhinterlandprogramm II\u00a0 jetzt mit 400 Mio. EUR dotiert<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Bundeswirtschaftsministerium hat am Mittwoch den zwei Monate vor der Nationalen Maritimen Konferenz f\u00e4lligen Bericht zu Maritimen Wirtschaft vorgelegt. Wie aus dem 59 Seiten umfassenden <a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/B\/bericht-ueber-die-maritime-wirtschaft-in-deutschland,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf\" target=\"_blank\">Dokument<\/a> hervorgeht, will die Regierung den Lohnsteuereinbehalt f\u00fcr Seeleute auf Schiffen unter deutscher Flagge von derzeit 40 auf 100 Prozent anheben. <!--more-->Sie nimmt damit einen <a href=\"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1522\" target=\"_blank\">Gesetzesantrag von Hamburg<\/a> im Bundesrat auf. Ziel ist, die Kostennachteile gegen\u00fcber anderen Flaggen zu verringern. Weiter werde gepr\u00fcft, ob an der Voraussetzung festgehalten werden soll, dass das Arbeitsverh\u00e4ltnis mehr als 183 Tage im Jahr besteht.<\/p>\n<h5>Viel &#8222;bedarfsgerechte&#8220; F\u00f6rderung f\u00fcr Seeschifffahrt<\/h5>\n<p>Auch die Richtlinie zur F\u00f6rderung der Lohnnebenkosten soll \u201ebedarfsgerecht\u201c novelliert werden. Ebenfalls \u201ebedarfsgerecht\u201c soll die Ausbildungsplatzf\u00f6rderung fortgef\u00fchrt werden. Dagegen will es die Bundesregierung offenbar den Tarifpartnern Verband Deutscher Reeder (VDR) und Verdi \u00fcberlassen, Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine \u00c4nderung der Schiffsbesetzungsverordnung zu machen.<\/p>\n<h5>Umbau der Flaggenstaatverwaltung tritt auf der Stelle<\/h5>\n<p>Wenig Bewegung ist bei betrieblichen Erleuchtungen f\u00fcr Schiffe unter deutscher Flagge zu erkennen. \u201eDer Rund-um-die-Uhr\u2013Dienst (24\/7) f\u00fcr die deutsche Katasterverwaltung in deutscher und englischer Sprache befindet sich im Aufbau\u201c, hei\u00dft es vage. Bestimmte Antr\u00e4ge im Bereich der Seeschifffahrt k\u00f6nnten bereits elektronisch gestellt werden, berichtet das Ministerium stolz. Seit Januar 2015 k\u00f6nnen Beh\u00f6rden elektronische Sicherheitszeugnisse f\u00fcr Schiffe unter deutscher Flagge in der nationalen (!) Fahrt ausstellen.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Handlungsbedarf hat die Regierung bei Modernisierung des Schifffahrtsrechts erkannt. Sie bereitet deshalb als ersten Schritt zurzeit eine Verordnung zur \u00c4nderung der Schiffssicherheitsverordnung vor, um die technischen Anforderungen an Schiffe unter deutscher Flagge, die nicht internationalen Regelungen unterliegen, \u00fcbersichtlich, klar und l\u00fcckenlos zu formulieren. Eine Novelle wird ebenfalls f\u00fcr das Seeaufgabengesetz geplant.<\/p>\n<h5 align=\"LEFT\">Nach den SECAs drohen nun NECAs<\/h5>\n<p align=\"LEFT\">Neben Erleichterungen stehen aber auch neue Lasten ins Haus: Zur Verringerung der Stickoxid-Emissionen von Seeschiffen will Deutschland zusammen mit anderen Anliegerstaaten erreichen, dass f\u00fcr Nord- und Ostsee analog zu den SECA Stickoxid-Emissions-Sondergebiete (NECA) ausgewiesen werden. \u201eF\u00fcr beide Meeresgebiete wurden Studien erstellt, die eindeutig belegen, dass der Nutzen von NECA-Ausweisungen die Kosten deutlich \u00fcbersteigt.\u201c Die Vorgaben des strengeren NOx-Tier-III-Standards sollen aber nur f\u00fcr Neubauten ab einem festzulegenden Datum gelten.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Die Emissionsreduzierung ist aber auch eine Priorit\u00e4t in der Forschungsf\u00f6rderung. Untersucht werden sollen sollen computergest\u00fctzte Methoden zur vollst\u00e4ndigen Simulation und Optimierung der Antriebs- und Hilfssysteme sowie des Seeverhaltens von Schiffen. Im Blick sind au\u00dferdem innermotorische Ma\u00dfnahmen, Abgasnachbehandlungssysteme und LNG-Antriebe.<\/p>\n<h5 align=\"LEFT\">Klarer Kurs f\u00fcr LNG als alternativen Treibstoff<\/h5>\n<p align=\"LEFT\">Der Bund hat sich offenbar darauf festgelegt, als alternativen Treibstoff nur Fl\u00fcssigerdgas (LNG) zu forcieren. Seine Rolle sowohl als Ladung wie auch als Schiffstreibstoff wird im Bericht mehrfach thematisiert. So will die Regierung Schiffe und Technologien zum Transport von LNG von Seeterminals zu Abnehmern an Binnenwasserstra\u00dfen f\u00f6rdern, au\u00dferdem den Ausbau der Transportinfrastruktur f\u00fcr den Einsatz von LNG als Treibstoff. In der Schiffstechnik will sie weiter zum LNG-Einsatz forschen lassen und hat dabei neben der motortechnischen Entwicklung auch das sichere und wettbewerbsf\u00e4hige Bunkern von LNG in der Hafenumgebung sowie den sicheren Transfer im Fokus.<\/p>\n<h5 align=\"LEFT\">\u00dcberarbeitetes Nationales Hafenkonzept l\u00e4sst auf sich warten<\/h5>\n<p align=\"LEFT\">Bei der \u00dcberarbeitung des Nationalen Hafenkonzepts, das aus dem Jahr 2009 stammt, ist weiterhin Abwarten angesagt. \u201eDas Bundesministerium f\u00fcr Verkehr und digitale Infrastruktur wird zeitnah einen ersten Entwurf des Nationalen Hafenkonzepts vorlegen und mit den Bundesressorts, L\u00e4ndern und Verb\u00e4nden abstimmen\u201c, hei\u00dft es im Bericht.<\/p>\n<h5 align=\"LEFT\">Seehafenhinterlandprogramm II\u00a0 jetzt mit 400 Mio. EUR dotiert<\/h5>\n<p align=\"LEFT\">Wenig Bewegung ist auch bei der Infrastruktur im Seehafenhinterlandverkehr erkennbar. Laut Bericht umfasst das vom BMVI im Mai 2014 angek\u00fcndigte Sofortprogramm Seehafenhinterlandverkehr II (SHHV II) jetzt zwar 400 Mio. EUR statt wie bisher kommuniziert 300 Mio. EUR, doch die Projektliste fehlt immer noch. Laut BMVI sollte die Umsetzung der ersten Projekte schon Anfang 2015 beginnen.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Angek\u00fcndigt wird aber auch eine \u201eUntersuchung innovativer technischer M\u00f6glichkeiten eines Binnenschiffstransports vom Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port in das Hinterland\u201c f\u00fcr alle G\u00fcterarten, um so den CO2-Aussto\u00df zu reduzieren. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viel &#8222;bedarfsgerechte&#8220; F\u00f6rderung f\u00fcr Seeschifffahrt Umbau der Flaggenstaatverwaltung tritt auf der Stelle Nach den SECAs drohen nun NECAs Klarer Kurs f\u00fcr LNG als alternativen Treibstoff \u00dcberarbeitetes Nationales Hafenkonzept l\u00e4sst auf sich warten Seehafenhinterlandprogramm II\u00a0 jetzt mit 400 Mio. 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