{"id":1333,"date":"2015-07-01T15:22:37","date_gmt":"2015-07-01T13:22:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/auch-nach-eugh-urteil-sind-weser-und-elbvertiefung-offen"},"modified":"2015-07-01T15:25:46","modified_gmt":"2015-07-01T13:25:46","slug":"auch-nach-eugh-urteil-sind-weser-und-elbvertiefung-offen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1333","title":{"rendered":"Auch nach EuGH-Urteil sind Weser- und Elbvertiefung offen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>EuGH entscheidet nicht \u00fcber Ausnahme im konkreten Fall<\/strong><\/li>\n<li><strong>Gr\u00fcne: EU-Recht steht Ausbaggerungen entgegen<\/strong><\/li>\n<li><strong>GDWS bleibt zuversichtlich f\u00fcr beide Vorhaben<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Weservertiefung steht weiter auf der Kippe: Der Europ\u00e4ische Gerichtshof tritt in seiner am Mittwoch ver\u00f6ffentlichten Entscheidung zur Vorlagefrage des Bundesverwaltungsgerichts zwar f\u00fcr eine strenge Auslegung der Wasserrahmenrichtlinie ein, l\u00e4sst aber prinzipiell Ausnahmen zu.<!--more--><\/p>\n<h5>EuGH l\u00e4sst Ausnahme im konkreten Fall offen<\/h5>\n<p>Die Mitgliedsstaaten sind laut <a href=\"http:\/\/curia.europa.eu\/juris\/document\/document.jsf?text=&amp;docid=165446&amp;pageIndex=0&amp;doclang=DE&amp;mode=req&amp;dir=&amp;occ=first&amp;part=1&amp;cid=18868\" target=\"_blank\">Entscheidung<\/a> verpflichtet, zum einen eine Verschlechterung des Zustands aller Oberfl\u00e4chenwasserk\u00f6rper zu verhindern (Verschlechterungsverbot), zum anderen die Wasserk\u00f6rper zu sch\u00fctzen, zu verbessern und zu sanieren, um sp\u00e4testens Ende 2015 einen guten Zustand zu erreichen (Verbesserungspflicht). Es handele sich dabei nicht nur um programmatische Verpflichtungen, sondern gelte auch f\u00fcr konkrete Vorhaben. Ob eine Ausnahme gem\u00e4\u00df Artikel 4 der Wasserrahmenrichtlinie (<a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/LexUriServ\/LexUriServ.do?uri=CONSLEG:2000L0060:20011216:DE:PDF\" target=\"_blank\">2000\/60\/EG<\/a>) vorliegt, lie\u00df der EuGH offen. Abschlie\u00dfend wird das Bundesverwaltungsgericht entscheiden, ob die Fahrrinnen der Unter- und Au\u00dfenweser und der Unter- und Au\u00dfenelbe vertieft werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h5>Gr\u00fcne: EU-Recht steht Ausbaggerungen entgegen<\/h5>\n<p>Die Gr\u00fcnen-Schifffahrtsexpertin Valerie Wilms interpretierte die Entscheidung des EuGH so, dass \u201edie europ\u00e4ische Wasserrahmenrichtlinie vielen weiteren Ausbaggerungen entgegensteht\u201c. Sie sprach sich f\u00fcr einen Verzicht auch auf die Elbvertiefung aus und pl\u00e4diert eine ernsthafte Hafenkooperation. Zur Abfertigung der neuen gro\u00dfen Containerschiffe stehe der Tiefwasserhafen Wilhelmshaven bereit.<\/p>\n<h5>GDWS bleibt zuversichtlich f\u00fcr Weser- und Elbvertiefung<\/h5>\n<p>Hans-Heinrich Witte, Pr\u00e4sident der Generaldirektion Wasserstra\u00dfen und Schifffahrt (GDWS), zeigte sich hingegen zuversichtlich f\u00fcr die Weser- und Elbvertiefung: \u201eIch bin zuversichtlich, dass der Ausbau von Weser und Elbe auch nach den jetzt vorliegenden Ma\u00dfst\u00e4ben m\u00f6glich ist.\u201c Die zust\u00e4ndigen Verwaltungen w\u00fcrden die Entscheidung des EuGH jetzt auswerten, die Umweltdaten neu bewerten und die Unterlagen gegebenenfalls entsprechend anpassen. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EuGH entscheidet nicht \u00fcber Ausnahme im konkreten Fall Gr\u00fcne: EU-Recht steht Ausbaggerungen entgegen GDWS bleibt zuversichtlich f\u00fcr beide Vorhaben Die Weservertiefung steht weiter auf der Kippe: Der Europ\u00e4ische Gerichtshof tritt in seiner am Mittwoch ver\u00f6ffentlichten Entscheidung zur Vorlagefrage des Bundesverwaltungsgerichts zwar f\u00fcr eine strenge Auslegung der Wasserrahmenrichtlinie ein, l\u00e4sst aber prinzipiell Ausnahmen zu.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1333"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1333"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1333\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1337,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1333\/revisions\/1337"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1333"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1333"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1333"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}