{"id":1155,"date":"2015-06-15T23:26:55","date_gmt":"2015-06-15T21:26:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.verkehrsbrief.de\/maritime-branche-hofft-auf-niedrigere-lohnnebenkosten"},"modified":"2016-01-12T10:38:13","modified_gmt":"2016-01-12T09:38:13","slug":"maritime-branche-hofft-auf-niedrigere-lohnnebenkosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verkehrsbrief.de\/?p=1155","title":{"rendered":"Maritime Branche hofft auf niedrigere Lohnnebenkosten"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>VDR und VDKS uneins \u00fcber Schiffsbesetzungsverordnung<\/strong><\/li>\n<li><strong>100 Prozent Lohnsteuereinbehalt gefordert<\/strong><\/li>\n<li><strong>Anteil nichtdeutscher EU-B\u00fcrger auf deutschen Schiffen unbekannt<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die maritime Branche ist sich bei der Suche nach dem K\u00f6nigsweg zu mehr Besch\u00e4ftigung f\u00fcr deutsche Seeleute in Teilen uneins. Das wurde am Montag bei einem Pressegespr\u00e4ch der Verb\u00e4nde im Umfeld der vorgelagerten \u201eBranchenforen\u201c zur Nationalen Maritimen Konferenz im Herbst deutlich.<!--more--><\/p>\n<h5>VDR und VDKS uneins \u00fcber Schiffsbesetzungsordnung<\/h5>\n<p>Der Reederverband VDR pl\u00e4diert f\u00fcr eine Lockerung der Schiffsbesetzungsverordnung f\u00fcr Schiffe unter deutscher Flagge. Statt bis zu vier Deutschen (oder EU-B\u00fcrgern) sollten zwei ausreichen. Damit w\u00fcrden die Kostennachteile durch das F\u00fchren der deutschen Flagge verringert. VDR-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ralf Nagel zog das Beispiel der Niederlande heran, wo es keine derartigen Vorgaben g\u00e4be und trotzdem im Durchschnitt auf jedem von den Niederlanden aus bereederten Schiff drei einheimische Seeleute t\u00e4tig seien. In Deutschland seien es nur 1,8. Erfahrene Seeleute w\u00fcrden aber f\u00fcr den Lotsendienst und zahlreiche maritime Berufe an Land ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Nach einer <a href=\"http:\/\/unctad.org\/en\/PublicationChapters\/rmt2014ch2_en.pdf\" target=\"_blank\">Statistik<\/a> der UN-Handelsorganisation Unctad mit Stand Anfang 2014 weicht die Struktur der Flotte in niederl\u00e4ndischem Eigentum allerdings deutlich von der Deutschlands ab: Die durchschnittliche Schiffsgr\u00f6\u00dfe betr\u00e4gt nur gut ein 40 Prozent des deutschen Durchschnitts, und 75 Prozent der Flotte fahren auch unter niederl\u00e4ndischer Flagge.<\/p>\n<h5>100 Prozent Lohnsteuereinbehalt gefordert<\/h5>\n<p>Wilhelm Mertens, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbandes Deutscher Kapit\u00e4ne und Schiffsoffiziere, sprach sich gegen eine \u00c4nderung der Schiffsbesetzungsordnung aus. Er beklagte, dass die Reeder die Zahlen zu den behaupteten Mehrkosten nicht offenlegen. Mertens unterst\u00fctzte aber die Forderung des VDR, den Lohnsteuereinbehalt von derzeit 40 auf 100 Prozent zu erh\u00f6hen, wie es andere EU-Staaten \u2013 genannt wurden die Niederlande und Italien &#8211; bereits praktizieren. Die Lohnnebenkosten seien der entscheidende Hebel, um die Mehrkosten deutscher Seeleute gegen\u00fcber Ausl\u00e4ndern zu verringern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Anteil nichtdeutscher EU-B\u00fcrger auf deutschen Schiffen unbekannt<\/h5>\n<p>Offen blieb, wie \u201etreffgenau\u201c die bisherigen F\u00f6rderformen noch sind, seit B\u00fcrger aus anderen EU- und EWR-Staaten deutschen B\u00fcrgern bei der Schiffsbesetzungsordnung gleichgestellt sind. Weder Nagel noch Mertens konnten den Anteil der EU- und EWR-Ausl\u00e4nder beziffern. Nagel sprach sich allerdings daf\u00fcr aus, in die Schiffsbesetzungsordnung eine Klausel aufzunehmen, nach der die anrechenbaren Besatzungsmitglieder ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben m\u00fcssen. (roe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>VDR und VDKS uneins \u00fcber Schiffsbesetzungsverordnung 100 Prozent Lohnsteuereinbehalt gefordert Anteil nichtdeutscher EU-B\u00fcrger auf deutschen Schiffen unbekannt Die maritime Branche ist sich bei der Suche nach dem K\u00f6nigsweg zu mehr Besch\u00e4ftigung f\u00fcr deutsche Seeleute in Teilen uneins. 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