Endspurt bei Kaufprämie nicht erkennbar

Die Zahl der Anträge auf Elektroauto-Kaufprämie ("Umweltbonus") ist im Mai zwar wieder gestiegen, von einem echten Endspurt angesichts des drohenden Auslaufens der Förderung zum 30. Juni kann jedoch keine Rede sein. Das geht aus der aktuellen Antragsstatistik des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) hervor. Erst Ende Mai hatte die Bundesregierung angekündigt, die Kaufprämie im Grundsatz verlängern zu wollen. Amtlich verkündet ist die Verlängerung aber noch nicht.

Daten: Bafa/eigene Berechnungen; Grafik: roe

Danach wurden im Mai 5178 Anträge gestellt, knapp 500 weniger als im bisherigen Rekordmonat Januar 2019, aber immerhin fast 450 mehr als im April. Würden alle Anträge bewilligt, flössen von den bereitgestellten 600 Mio. EUR Förderung des Bundes rund 220 Mio. EUR ab. Nach bisheriger Erfahrung des Bafa kommt es aber in rund 12 Prozent der eingereichten Anträge aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zu einer Förderung, so das nach jetzigem Stand nur ungefähr 195 Mio. EUR ausgezahlt werden müssten.

 

Daten: Bafa/eigene Berechnungen; Grafik: roe

Auffällig ist, dass die Förderanträge für Plug-In-Hybride jetzt recht stabil einen Anteil von nur noch 30 Prozent am Gesamtvolumen haben. Hintergrund dürfte sein, dass durch die Umstellung auf das WLTP-Verbrauchsmessverfahren im Sommer 2018 ein beträchtlicher Teil der Plug-In-Hybride wegen mehr als 50 Gramm CO2-Ausstoß je km aus der Förderung herausgefallen ist. Vorher lag ihr Anteil bei rund 40 Prozent. (roe)