Eichrechtproblem bei Elektrotaxis ausgeräumt

Das Zertifizierungsproblem mit Elektrotaxis, für die der Hersteller keine behördlich anerkannten Pakete mit Wegstreckenzähler und Taxameter anbietet, ist offenbar ausgeräumt. Mehrere Taxitechnik-Firmen bieten schon seit Februar Nachrüstpakete an, mit denen sogar Exoten wie Tesla ausgestattet werden können. Namentlich ein Taxiunternehmer aus Brandenburg/Havel hatte die Behörden öffentlich unter Druck gesetzt.

Seit Herbst 2016 war eine Zulassung von Tesla-Fahrzeugen nicht mehr möglich, weil eine neue EU-Verordnung zum Eichrecht strengere Maßstäbe an die Konformitätsbewertung des Datenstrangs vom Rad zum Taxameter angelegt hat. De facto konnten nur noch Fahrzeuge als Taxis zugelassen werden, für die der Hersteller ein sogenanntes Taxipaket angeboten hat.

Mit einer Novelle der nationalen Mess- und Eichverordnung haben Bundesrat und Bundesregierung im Juli/August 2017 die Anforderungen wieder vereinfacht (siehe hier und hier). Tesla ist ebenfalls entgegengekommen und bietet jetzt nach Angaben eines Unternehmensvertreters gegenüber dem Verkehrsbrief eine Tacho-Schnittstelle an, so dass mit vertretbarem Aufwand Taxi-Nachrüstpakete von Drittunternehmen eingebaut werden können. (roe)